Berliner Archivtag 2025: Die Vortragenden (6)

Sven Kriese wird sich mit der Frage befassen, ob sich Archive unter den anstehen Herausforderungen noch Bestandserhaltung leisten sollten und können.
Sven Kriese ist seit 2024 Direktor des Landesarchivs Berlin. Zuvor arbeitete er seit 2004 am Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz,wo er zuletzt die Abteilung „Zentrale Dienste“ leitete und Vertreter der Direktorin war. Seit Jahren befasst er sich neben anderen Themen intensiv mit Fragen der Bestandserhaltung und war in entsprechenden Germien aktiv.

Berliner Archivtag 2025: Die Vortragenden (5)

Dr. Gergor Patt wird für die Dikskussion über die Anforderungen an Aus-, Fort- und Weiterbildung einen Impuls setzen, in dem er zu mehr Aus- und Weiterbildung aufrufen wird.
Gregor Patt ist seit 2016 am Archivberatungs- und Fortbildungszentrums des Landeschaftsverbands Rheinland (LVR-AFZ) in Pulheim-Brauweiler. Seit 2019 leitet er dort das Team Archivberatung, Aus- und Fortbildung. Darüber hinaus beschäftigt er sich vor allem mit Problemen der Schriftgutverwaltung, der Präsentation von Erschließungsinformationen im Internet sowie mit rechtlichen Fragen.

Berliner Archivtag 2025: Die Vortragenden (4)

Dagmar Hovestädt wird mit einem Impulsvortrag die Abschlussdiskussion zur Rolle der Archive im 21. Jahrhundert eröffnen.
Dagmar Hovestädt ist eine internationale Archiv-Expertin, die an der Schnittstelle von Archiven, Menschenrechten und Vergangenheitsbewältigung arbeitet und publiziert. Von 2011 bis 2021 war sie die Sprecherin des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und von 2021 bis 2024 Leiterin der Abteilung Vermittlung und Forschung im Bundesarchiv.
Zurzeit arbeitet sie mit Archiven und Initiativen in Irland, Syrien, Deutschland und beim Internationalen Archivrat (ICA) zusammen, u. a. mit dem Team des virtuellen ISIS Prisons Museum, das mit digitalen Rekonstruktionen Orte der Verbrechen in Syrien und Irak detailgenau untersucht, um für die Familien der Verschwundenen über das Geschehene aufzuklären und Strafverfolgung zu ermöglichen. Sie ist Aufsichtsratsmitglied und Gesellschafterin bei Correctiv. Seit 2024 und noch bis 2027 ist sie Lehrbeauftragte am Irischen Zentrum für Menschenrechte der Universität Galway.

Berliner Archivtag 2025: Die Vortragenden (3)

Lambert Kansy wird über die Erfahrungen des Staatsarchivs Basel-Stadt mit dem digitalen Lesesaal sprechen.
Lambert Kansy ist seit 2008 Leiter der Abteilung Informatik und Reprodienst am Staatsarchiv Basel-Stadt. In dieser Funktion verantwortet er den Aufbau von Infrastrukturen zur digitalen Archivierung – von der Übernahme bis zur Nutzung – und die Digitalisierung analogen Archivguts. Seit 2015 ist er zusätzlich Projektleiter des Staatsarchiv für den Neubau des Staatsarchivs, der 2021 begonnen wurde und 2026/27 bezugsfertig sein soll.

Berliner Archivtag 2025: Die Vortragenden (2)

Dr. Laura Scherr spricht über Anforderungen an Archivgebäude, insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels .
Laura Scherr ist Referentin für Bestandserhaltung in der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns und leitet die Abteilung 3 (Archivbau, Bestandserhaltung, Veröffentlichungen, Öffentlichkeitsarbeit). Daneben ist sie Lehrbeauftragte für Archivbau, Bestandserhaltung, Öffentlichkeitsarbeit an der Bayerischen Archivschule und der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern. Sie ist Mitglied im Bestandserhaltungsausschuss der Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Archivverwaltungen des Bundes und der Länder (KLA) und im Fachbeirat der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK).

Berliner Archivtag 2025: Die Vortragenden (1)

Im Vorfeld des Berliner Archivtages sollen die Vortragenden kurz vorgestellt werden. Heute: Dr. Max Passmann. Er wird sich im Eröffnungsvortrag mit der Resilienz von Archiven befassen, insbesondere den dafür ausschlaggebenden Faktoren.
Max Plassmann leitet am Historischen Archiv der Stadt Köln das Sachgebiet Alte Bestände, ist Ausstellungskurator und forscht und publiziert zur Kölner und Rheinischen Geschichte. Zuletzt u. a. „Eine Stadt als Feldherr. Studien zur Kriegsführung Kölns“ (2020) und „Achtung Brauchtumszone – Beiträge zur Kölner Karnevalsgeschichte“ (2023). Daneben wirkt er im Arbeitskreis Archivische Bewertung des VdA mit und war an der Herausgabe von dessen letzter Publikation „Überlieferung und archivische Bewertung“ (2025) beteiligt.

Workshop Webarchivierung in der ZLB

Am 3. und 4. Dezember findet in der Amerika Gedenkbibliothek ein kostenloser Workshop zur Webarchivierung statt. Zwei Tage lang zeigen Mona Ulrich und Claus-Michael Schlesinger allen Interessierten, wie sie selber mit den Tools des Webrecorder-Projekts eine Homepage archivieren können. Der Workshop ist offen für alle und es sind keine Vorkenntnisse notwendig. Bitte bringen Sie Ihren eigenen Laptop mit.
Am 5. Dezember findet dann wieder ein Stammtisch Webarchivierung statt. Hier wird Raum für Austausch und Vernetzung geboten: Alle Webarchiv-Interessierten können Knowhow teilen, Probleme und Lösungen besprechen, Kooperationen eingehen und Bedarfe formulieren. Zum Auftakt gibt Markus Schnöpf einen Einblick in seiner Arbeit in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaft. Im Anschluss ist noch viel Zeit für Fragen und Gespräche.

Workshop Webarchivierung
3.12.2025 9:00–16:30 Uhr und 4.12. 9:00–13:30 Uhr
Stammtisch Webarchivierung
5.12.2025 15:30–18 Uhr
Amerika-Gedenkbibliothek, Pop-Up Gebäude, Blücherplatz 1, 10961 Berlin

Workshop-Anmeldung bitte per Mail an: mailto:landesbibliothek-digital@zlb.de
Stammtisch-Anmeldung unter diesem Link: https://doo.net/veranstaltung/200869/buchung

Fachforum „Kunsthandel der Moderne in Berlin“

Bereits zum dritten Mal findet das Fachforum „Kunsthandel der Moderne in Berlin“ statt, diesmal am 14. November 2025 in der Berlinischen Galerie. Dokumente aus dem Kunsthandel der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählen zu den wichtigsten Quellen der Provenienzforschung. Sie können den NS -verfolgungsbedingten Entzug von Kunstwerken belegen, tragen zur Rekonstruktion von Sammlungen bei und ermöglichen die Erforschung ehemals gültiger Geschäftspraktiken. Das Fachforum widmet sich der Bedeutung kunsthandelsbezogener Dokumente für die Provenienzforschung, insbesondere im Hinblick auf den neuen Bewertungsrahmen der Schiedsgerichtsbarkeit NS-Raubgut, der ab Dezember 2025 gilt.
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Basketball feat. Tanzsport

Mit Spieler-Legende Henning Harnisch (heute ALBA-Vizepräsident) und Projektmitarbeiter Conrad Ziesch durfte Dirk Ullmann (ehrenamtlicher Archivar des Berliner Landestanzsportverbandes) am 20. Oktober 2025 in der Max-Schmeling-Halle zwei Protagonisten des “28.15 Basketball Museums” von ALBA BERLIN begrüßen. Der Blick ins Tanzsportarchiv sowie die anschließende Führung durch zwei Foto-Ausstellungen rundeten einen konstruktiven wie kurzweiligen Nachmittag ab. Dem ersten archivfachlichen Austausch sollen in absehbarer Zeit weitere Treffen folgen. Der ungewöhnliche, aber einprägsame Museumsname „28.15“ weist übrigens auf die international standardisierten Maße eines Basketballfeldes hin. Fans der Geschichte des ALBA BERLIN Basketballteams können sich im eigenen Instagram-Kanal über das laufende Museumsprojekt informieren.

Conrad Ziesch, Dirk Ullmann und Henning Harnisch (v. l.), Foto: Archiv des LTV Berlin