Archiv der Kategorie: Neuerscheinungen

Forum 2020 – Fachmagazin des Bundesarchivs erschienen: “Die DDR im Archiv”

Ende 2020 erschien das Themenheft mit verschiedenen 

Beiträgen zur komplexen Überlieferungslage,  institutionsgeschichtlichen Betrachtungen sowie Interviews von Mitarbeiter(innen).

Inhalt

Die DDR im Bundesarchiv – eine Einladung (Michael Hollmann)

“Die DDR im Bundesarchiv” – eine Bestandsauswahl

Eine Behörde – zwei Gesetze: Die Zugangsregelungen von Bundesarchivgesetz und Stasi-Unterlagen-Gesetz (Andrea Hänger)

Die Akten der Treuhandanstalt (Maria von Loewenich)

Bemerkungen zur Zukunft der Historischen Kommunismusforschung in Deutschland (Ilko-Sascha Kowalczuk)

Wie kam “die DDR ins Bundesarchiv”? Ein Gespräch zur Überlieferungssicherung (Anette Meiburg / Mirjam Sprau)

Das Bundesarchiv in Zahlen – vor und nach der Wiedervereinigung

Staats- und Parteiorgane der DDR – Archivische Überlieferung und Einrichtungen

Das Stasi-Unterlagen-Archiv – ein Symbol der Friedlichen Revolution auf dem Weg in die Zukunft (Birgit Salamon)

Das Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) und seine Entstehung: Ein Verbotsgesetz mit Erlaubnisvorbehalt (Jörg Pietrkiewicz)

Die Sicherung des Zentralen Parteiarchivs der SED nach 1990 und die Gründung der “Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR” im Bundesarchiv (Christoph Stamm)

“Für einen Archivar echte Abenteuer” – die Wende im Berufsleben gelernter DDR-Archivare (Interviews mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern)

https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Publikationen/Forum/forum-2020.pdf?__blob=publicationFile

Mutige Zeugen: Katholiken zwischen militärischer Pflichterfüllung und Widerstand

Foto: Doreen Bierdel/Katholische Soldatenseelsorge

„Selbst in der Masse muss der Christ auffallen, anstoßen, zum Skandal werden, denn gerade mit diesem skandalösen Schock beginnt das Apostolat.“ Ein Zitat von Abbé Franz Stock, einer von 21 Persönlichkeiten aus dem gerade erschienenen Buch „Mutige Zeugen“. Das Buch vereint die Porträts von historischen Charakteren, die mutig für ihre Überzeugung und für ihre Mitmenschen eingetreten sind. Über Befehl und Gehorsam stellten sie ihr Gewissen – ungeachtet persönlicher Nachteile bis hin zum Tod. Gemeinsam ist ihnen, dass sie katholische Christen waren und auf verschiedene Weise mit dem Militär zu tun hatten, sei es als Soldat, Militärseelsorger, Truppenbetreuerin oder Kriegsdienstverweigerer. Sie müssen nicht allesamt zu Heiligen, Märtyrern oder Widerstandskämpfern verklärt werden. Aber sie können mit gutem Recht als traditionswürdig gelten. Herausgegeben wurde das Buch von Markus Seemann, dem Leiter des Archivs des Katholischen Militärbischofs in Berlin. „Mutige Zeugen“ ist im Miles Verlag erschienen (ISBN 978-3967760057, 9,80 Euro).

Podcast zum Stasi-Unterlagen-Archiv

Was genau machen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Archiv? Wer nutzt die Akten und warum? Wie diskutieren Forschende, Interessierte sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen über die DDR und das Wirken der Stasi? Wie wichtig sind historische Orte für ein historisches Archiv?
Seit April 2020 ist „111 Kilometer Akten. Der offizielle Podcast des Stasi-Unterlagen-Archivs“ auf der Suche nach Antworten auf diese Fragen online. Die Reihe will Einblicke in die Arbeit des Stasi-Unterlagen-Archivs geben und den Dialog mit Nutzerinnen und Nutzern der Akten suchen.
Episoden mit Gesprächen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Nutzerinnen und Nutzern wechseln sich ab mit Veranstaltungsmitschnitten von Events des Stasi-Unterlagen-Archivs. Dabei geht es um historische und aktuelle Themen aus der Beschäftigung mit dem Archiv und seiner Geschichte, die durch eine kurze Diskussion der beiden Moderatoren über die Folge eingeleitet wird. Jede Episode endet mit einem Ton-Beispiel aus dem Archiv, präsentiert von der Dokumentarin Elke Steinbach (BStU).

Ein Überblick über die bisher veröffentlichten Folgen: Podcast zum Stasi-Unterlagen-Archiv weiterlesen

20 Jahre Archiv Demokratischer Sozialismus

Vor 20 Jahren, im Dezember 1999, wurde das Archiv Demokratischer Sozialismus gegründet, nachdem bereits über das ganze Jahr  hinweg Akten zusammen getragen worden waren. Aus Anlass des runden Jubiläums ist gerade der Sammelband “Ohne Gedächtnis keine Zukunft. Oder: Archive brauchen Gegenwart. Eine Bilanz zu 20 Jahren Archiv Demokratischer Sozialismus” erschienen. Das PDF kann man hier lesen.

Neuerscheinung: Jahrbuch des Landesarchivs Berlin 2018

Der von Werner Breunig und Uwe Schaper herausgegebene neueste Band der Reihe “Berlin in Geschichte und Gegenwart” vereint eine Vielzahl von Beiträgen zur Berliner Landesgeschichte. Unter anderem schreibt Michael Haben über die bisher wenig bekannten Vorkriegsarbeiten des Architekten Paul Schwebes, der nach 1945 mit dem Haus Hardenberg und dem Bikini-Haus am Zoo zu einem herausragenden Vertreter der Nachkriegsmoderne avancierte. Der Beitrag von Michèle Matetschk und Jens Schöne widmet sich dem Besuch von US-Präsident Ronald Reagan 1982 in Westberlin.

Das im Gebr. Mann Verlag Berlin erschienene Werk umfasst 397 Seiten und kostet 29,90 Euro.

Weitere Informationen.

 

 

Neuerscheinung: Erfahrungen mit Oral History

Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sind in Archiven politischer Parteien und sozialer Bewegungen nicht ungewöhnlich. Als archivische Quellengattung werden sie allerdings kaum genutzt. Nicht selten führen Historikerinnen und Historiker, die Ökologiearchive nutzen, im Rahmen ihrer Forschungen ebenfalls Interviews.
Vor diesem Hintergrund hatte das Archiv Grünes Gedächtnis zusammen mit dem IEAN zu einem interdisziplinären Oral History Workshop eingeladen. Der Austausch über die Praxis der Archive und der Historikerinnen sollte zur Reflexion der Arbeitsweisen und last but not least zu einer verbesserten Nutzung der in den Archiven vorliegenden Interviews anregen. Es beteiligten sich Archive und Zeithistorikerinnen aus den Niederlanden, Österreich, Belgien, Frankreich, Italien und Deutschland.
Nun ist der Tagungsreader erschienen unter dem Titel “Erfahrungen mit Oral History.
Zeitzeuginnen- und Zeitzeugengespräche in Archiven und zeithistorischer Forschung”. Er versammelt die Selbstdarstellungen der am IEAN beteiligten Archive und die Präsentationen ihrer Interviewprojekte. Praxisberichte der Historikerinnen und Beiträge, die ihre Ansätze reflektieren, schließen sich an. Im Anhang finden sich detaillierte Angaben zu den in Archiven befindlichen Interviewbeständen. Der Reader ist als E-Paper in englischer Sprache geschrieben.

Link: https://www.boell.de/de/2018/10/31/erfahrungen-mit-oral-history

Anne Vechtel

Jahrbuch des Landesarchivs 2017 erschienen

Das vor Kurzem erschienene Buch enthält u.a. den Beitrag von Christiane Schuchard “Stiftspersonen. Das Personal des „Domstifts“ oder „Neuen Stifts“ zu Cölln an der Spree (1536–1608)” in Fortsetzung ihres im JB 2015 erschienenen Aufsatzes über das Domstift, sowie Matthias Sträßners Beitrag “Chefdirigent für hundert Tage. Wie das Besatzungslastenamt in Berlin 1952 den Status des erschossenen Philharmoniker-Dirigenten Leo Borchard (1899–1945) zu bewerten versuchte”.

Das 428 Seiten umfassende Werk wurde von Werner Breunig und Uwe Schaper herausgegeben und kostet 29,90 €.

Kalender mit Plakatmotiven aus dem Archiv der Akademie der Künste erschienen

Rechtzeitig vor Weihnachten ist ein Kalender mit Plakatmotiven aus dem Archiv der Akademie der Künste erschienen und wird überall im Handel angeboten. Zwölf Motive aus der insgesamt über 50.000 Stücke umfassenden Plakatsammlung der Akademie der Künste bieten unterhaltsame Einblicke in die wunderbare, witzige und wirksame Welt der DDR-Werbegrafik der 1950er Jahre. Auf überraschende , originelle und effektive Weise wurde damals in der Planwirtschaft für eine doch sehr überschaubare Produktpalette geworben.

Neue Ausgabe der Berliner Archivrundschau erschienen

Gerade ist die neue Ausgabe der Berliner Archivrundschau fertig gestellt worden. In der nächsten Woche wird sie druckfrisch angeliefert. Druckfrisch, denn die Berliner Archivrundschau wird ab jetzt in gedruckter Form erschienen.
Hauptthemen des aktuellen Heftes sind 200 Jahre Fahrrad in Berlin und 500 Jahre Reformation im Spiegel Berliner Archive. Weiterhin gibt es Interviews mit Jürgen Kloosterhuis und Sabine Wolf, aktuelle Berichte aus den Archiven und die gewohnten Rubriken Ausstellungs-Reviews und Neuerscheinungen.
Das Magazin kann aber auch wie gewohnt in digitaler Form gelesen werden. Es kann hier im Blog (www.berlinerarchive.de/archivrundschau) oder auf der Seite des Landesverbands auf der VdA-Website gelesen oder als PDF heruntergeladen werden.
Sollten sich Kolleginnen oder Kollegen durch das Heft angeregt fühlen, auch selbst einen kleinen Text zu schreiben: Texte und Fotos nimmt die Redaktion gern entgegen unter lv-berlin@vda.archiv.net oder über das Kontaktformular des Blogs. Die Redaktion ist auf neue Beiträge gespannt!

Neuerscheinung zur Geschichte der Berliner Secession

Die Berliner Secession, als deren wesentlichen Exponenten Max Liebermann, Walter Leistikow, Lovis Corinth und Max Slevogt, gelten, spaltete sich 1913.
Über ihr Wirken danach ist bislang wenig bekannt. Diese Lücke schließt die soeben im Schweizer Nimbus Verlag erschienene Studie von Anke Matelowski auf eindrucksvolle Art. Mit einer großen Zahl weitgehend unbekannter Quellen beleuchtet sie detailliert alle Aspekte dieser wechselvollen Geschichte: die Ausstellungstätigkeit, die Mitgliederstruktur, die Gebäude und Räumlichkeiten, welche der Vereinigung zur Verfügung standen, das Verhältnis zu den lokalen Behörden und zur offiziellen Kunstpolitik, die Kooperationen mit anderen Künstlervereinigungen, die Strategien zur Bewältigung der politischen und wirtschaftlichen Krisen etc.
Ergänzt wird die Darstellung durch umfangreiche Verzeichnisse zu Mitgliedern, Vorständen und Ausstellungen. Die Arbeit basiert wesentlich auf den Quellen im Archiv der Akademie der Künste, Berlin.

Die Buchpremiere findet am 4. Oktober 2017 um 19 Uhr in der Akademie der Künste am Pariser Platz statt. Eine weitere Veranstaltung mit Vortrag und Lesung gibt es am 8. Dezember 2017 um 19 Uhr in der Galerie Mutter Fourage.