Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Archivcamp am 29. und 30. April 2021


#closedbutopen war das große Thema, unter dem das Jahr 2020 für viele Archive dank Corona stehen musste. Passend zu den damit verbundenen, teils neuen Herausforderungen möchte der Arbeitskreises “Offene Archive” im VdA am 29. und 30. April 2021 dem Thema “Archive – Offen für alle?!” mit der Veranstaltungsform Archivcamp, diesmal als Online-Format, nachgehen. Das Archivcamp ist eine Veranstaltungsreihe des Arbeitskreises “Offene Archive”, die seit 2017 alle zwei Jahre stattfindet. Informationen zum Programm gibt es hier: https://barcamps.eu/archivcamp-2021/ und Fragen zur Anmeldung werden hier beantwortet:  https://archive20.hypotheses.org/10067.

 

Tag der Provenienzforschung 2021

Heute findet der 3. Internationale Tag der Provenienzforschung statt. Mehr als 80 kulturelle Einrichtungen im In- und Ausland stellen ihre Arbeit auf dem Gebiet der Provenienzforschung  vor. Initiator des Aktionstages ist der Arbeiterkreis Provenienzforschung e. V. Auch in Berlin gibt es mehrere Veranstaltungen.
– Unter dem Hashtag #FragtDieProvenienzForscher_innen diskutieren die Provenienzforscherinnen und -forscher des Zentralarchivs der Staatlichen Museen Berlin am 14. Apil 2021 von 18 bis 19 Uhr die vielfältigen Perspektiven, Methoden und Herausforderungen ihrer Forschungsfelder: koloniale Kontexte, NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut sowie das Querschnittsthema der archäologischen Objekte. Im Vorfeld der Veranstaltung wird um Fragen über den Twitter-Kanal @PPR_Dahlem gebeten. Auch während der Veranstaltung können Interessierte über den Live-Chat Fragen stellen. Als Konferenz-Tool wird Webex verwandt. Anmeldung bitte unter provenienzforschung@smb.spk-berlin.de.
– Die Kunstsammlung der Akademie der Künste stellt  ausgewählte Gemälde und deren Besitzgeschichten vor. Wem gehörten sie zuvor? Wer hat sie verkauft, vererbt, vertauscht oder verschenkt? Wem wurden sie möglicherweise unrechtmäßig entzogen? Link: https://digital.adk.de/provenienzforschung.
– Die gemeinsame Online-Ausstellung „Spotlight on the Object“ der Staatlichen Museen zu Berlin und der Staatsbibliothek zu Berlin zeigt knifflige und sensible Beispiele der Provenienzforschung und gibt Einblicke in die Vielfalt dieser Disziplin. Die Biografien von 20 Objekten werden bildreich und in kurzen Texten vorgestellt:
https://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/spotlight-objekte-spk

Dokumente schneller analysieren mit KI

Vortrag von Sven Giesselbach (Teamleiter Natural Language Understanding am Fraunhofer-Institut IAIS) am 25. Februar 2021 um 18:30 Uhr

Künstliche Intelligenz (KI) und natürliches Sprachverstehen (natural language understanding/NLU) verändern viele Aspekte unseres Alltags und unserer Arbeitsweise. Besondere Prominenz erlangte NLU durch Sprachassistenten wie Siri, Alexa und Google Now.
NLU bietet Firmen und Einrichtungen das Potential, Prozesse effizienter zu gestalten und Mehrwert aus textuellen Inhalten zu schöpfen. So sind NLU-Lösungen in der Lage, komplexe, unstrukturierte Dokumente inhaltlich zu erschließen. Für die semantische Textanalyse hat das NLU-Team des IAIS Sprachmodelle entwickelt, die mit Deep-Learning-Verfahren trainiert werden. Die NLU-Suite analysiert Dokumente, extrahiert Eckdaten und erstellt bei Bedarf sogar eine strukturierte Zusammenfassung. Mit diesen Ergebnissen, aber auch über den Inhalt der Dokumente selbst, lassen sich Dokumente vergleichen oder Texte mit ähnlichen Informationen finden. KI-basierten Sprachmodelle sind der klassischen Verschlagwortung deutlich überlegen. Denn sie finden nicht nur Texte mit vordefinierten Schlagwörtern, sondern suchen intelligent nach Begriffen, die in ähnlichem Zusammenhang auftauchen oder als Synonym gebraucht werden.
Der Vortrag, organisiert vom Berliner Arbeitskreis Information (BAK), liefert eine Einordnung der Begriffe „Künstliche Intelligenz“ und „Natural Language Understanding“ und zeigt Möglichkeiten, Grenzen, aktuelle Forschungsrichtungen und Methoden auf. Anhand von Praxisbeispielen wird anschließend demonstriert, wie NLU zur automatisierten Belegverarbeitung, zur Katalogisierung von großen Datenbeständen wie Nachrichten und Patenten und zur automatisierten thematischen Gruppierung von Social Media Beiträgen und Publikationen genutzt werden kann.

Termin: 25. Februar 2021, 18:30 Uhr per Zoom
Die Teilnahme ist kostenlos
Bitte melden Sie sich bis zum 24. Februar 2021 unter bak@ub.tu-berlin.de an. Die Zugangsdaten erhalten Sie einen Tag vor der Veranstaltung per Mail.

Konferenz Zugang gestalten! findet online statt

Die diesjährige Konferenz Zugang gestalten! – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe wird online am 29. und 30. Oktober stattfinden. Insgesamt sind vier Themenblöcke mit folgenden Schwerpunkten geplant:
– Innovation in der Krise
– Urheberrecht in der Krise
– Gemeinfreiheit in der Krise und
– Datenschutz in der Krise.

Das vorläufige Programm mit derzeit 20 Vorträgen finden Sie hier.
Bereits jetzt kann man sich auf der Website Zugang gestalten! anmelden.

Vortragsreihe zur Treuhand gestartet

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat eine neue Vortragsreihe zur Treuhand gestartet. Der erste Vortrag am 6. Juli 2020 widmete sich konkret den Treuhandakten. Frau Dr. Maria von Loewenich vom Bundesarchiv berichtete unter dem Titel „Fakten, Fakten, Fakten? – Die Akten der Treuhandanstalt im Bundesarchiv“ u. a. über die Zugangsmöglichkeiten, Bewertungsfragen und die Struktur der Überlieferung. Einen Mitschnitt dieser Veranstaltung kann man hier ansehen.

Am 20. Juli 2020 sprach Rainer Karlsch vom Institut für Zeitgeschichte über das Versprechen des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl am 10. Mai 1991 in Schkopau, die Werke des mitteldeutschen Chemiedreiecks zu erhalten und die Eierwürfe auf ihn Stunden später in Halle. Beide Ereignisse markierten die Spannweite zwischen Hoffnung und Enttäuschung in Ostdeutschland. Ein erster Schritt zur Restrukturierung der chemischen Industrie stellte der Leuna-Minol-Vertrag vom Januar 1992 dar. Es handelte sich um die größte Investition eines französischen Unternehmens in Ostdeutschland. Der Neubau der Raffinerie war höchst umstritten, wurde von einer Schmiergeldaffäre überschattet und von der Konkurrenz bekämpft. Ohne es offen zu sagen, betrieb die Treuhandanstalt in diesem Fall aktive Strukturpolitik. Inzwischen gehört der Chemiepark Leuna zu den modernsten Standorten in Europa.  Auch diesen Vortrag kann man sich hier ansehen.

Als nächster wird am 3. August 2020 Christian Rau vom Institut für Zeitgeschichte sprechen. Sein Vortrag trägt den Titel “Natürliche Gegner? Die Treuhand und die Gewerkschaften in der Geschichte des ostdeutschen Transformationsprozesses”.

Das Gesamtprogramm der Veranstaltungsreihe finden Sie hier, einen Livestream unter www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/treuhand-live.

Matthias Buchholz

 

 

Wo ist meine Akte?

Unter diesem Titel findet am 15. Januar 2020, um 18.30 Uhr in der Stasi-Zentrale, Ruschestr.103, eine Podiumsdiskussion mit den Zeitzeugen Gabriele Stötzer, Stephan Konopatzky und dem Historiker Dr. Roger Engelmann statt, die die Kontroversen über den Umgang mit den Stasi-Unterlagen behandelt, als vor 30 Jahren das Gelände an der Normannenstraße besetzt wurde. Der Eintritt ist frei.

Das Rahmenprogramm beginnt bereits um 11.00 Uhr mit einem Tag der offenen Tür im Stasimuseum, Führungen über das Gelände, Filmvorführungen u.v.a.

Veranstaltungshinweis des BStU:

https://www.bstu.de/ueber-uns/termin/wo-ist-meine-akte-berlin-15-01-2020/

Open Memory Box – digitalisierte Schmalfilme aus der DDR

Ab dem 23. September 2019 wird ein digitales Archiv mit 425 Stunden DDR-Alltag auf 8mm-Schmalfilm  online abrufbar sein: www.open-memory-box.de. Die Privataufnahmen von 149 Familien entstanden zwischen 1947 und 1990. Es handelt sich um die bisher umfassendste digitalisierte Sammlung von Heimfilmen aus der DDR, die für die historische Forschung und die politische Bildung wie auch für zeithistorisch Interessierte spannend ist. 
Das Archivprojekt wurde 2013 vom schwedisch-deutschen Filmproduzenten Alberto Herskovits und dem kanadischen Politikwissenschaftler Laurence McFalls initiiert. Mehr als 30 Mitarbeiter waren zeitweilig mit Sichtung, Digitalisierung und Verschlagwortung der eingesandten Schmalfilme beschäftigt. Andererseits bietet die OMB eine Serie von Kurzfilmen an, die anhand von dem Schmalfilmmaterial und von Interviews mit den einreichenden Familien produziert wurden.
Das Projekt entstand im Forschungsverbund „Das mediale Erbe der DDR“, an dem auch das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) beteiligt ist, und wurde unter anderem von der Bundesstiftung Aufarbeitung und dem kanadischen Social Sciences and Humanities Research Council gefördert.

In zwei Veranstaltungen wird das Projekt vorgestellt:
24.9.2019 um 18 Uhr
Bundesstiftung Aufarbeitung
Kronenstraße 5, 10117 Berlin
Eintritt frei
Mit:
Prof. Dr. Frank Bösch (Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, ZZF)
Marion Brasch (Journalistin und Schriftstellerin)
Alberto Herskovits (Co-Projektleiter, Altofilm, Stockholm/Berlin)
Barbara Langerwisch (Zeitzeugin und Filmeinreicherin)
Prof. Dr. Laurence McFalls (Co-Projektleiter, Université de Montréal)
Sabine Rennefanz (Journalistin und Autorin)

26.9.19 um 16:30 Uhr
Thalia Programmkino
Rudolf-Breitscheid-Straße 50, 14482 Potsdam
Eintritt frei
Mit.
Prof. Dr. Laurence McFalls (Université de Montréal) und
Alberto Herskovits (Altofilm AB, Stockholm)

 

 

Präsentation des Archivs der Versöhnungsgemeinde

Das Archiv der Evangelischen Versöhnungsgemeinde in der Bernauer Straße präsentiert am 04.09.2019, um 19.00 Uhr, erstmals besondere Objekte aus seinen Beständen, insbesondere Photo- und Filmaufnahmen. Die Veranstaltung unter dem Titel “Geteilte Gemeinde – Gemeinsame Erinnerung” findet im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße 119, statt und ist Teil einer Vielzahl von Veranstaltung im Rahmen des 30. Jahrestags des Mauerfalls.

Die Versöhnungskirche stand jahrelang im Grenzstreifen und wurde 1985 gesprengt.  Diese besondere Situation und ihre historische Entwicklung wird durch die Überlieferung im Archiv der Gemeinde dokumentiert. Auf der Veranstaltung sprechen Prof. Dr. Axel Klausmeier (Stiftung Berliner Mauer), Dr. Ulrich Mählert (Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) und der Leiter des Evangelischen Landeskirchlichen Archivs Berlin, Dr. Wolfgang Krogel.

Einladung

8. September 2019: Rundgang durch das Gedächtnis des Deutschen Bundestages

Beim Tag der Ein- und Ausblicke des Deutschen Bundestages können Besucherinnen und Besucher erstmals das Archiv, die Bibliothek und die Pressedokumentation selbst erkunden. Einzelne Magazine und Funktionsräume sind Teil des offiziellen Rundgangs. In den Jahren zuvor war eine Besichtigung nur im Rahmen von Führungen möglich. Schautafeln erläutern, wie Archivgut erhalten wird und wie ein Magazin funktioniert. Zudem sind zwei der wichtigsten Dokumente zur Geschichte der Bundesrepublik zu sehen: der Beschluss des Parlamentarischen Rates zur Annahme des Grundgesetzes am 8. Mai 1949 und das Schreiben der Präsidentin der Volkskammer der DDR vom 25. August 1990, in dem sie der Präsidentin des Deutschen Bundestages den Beschluss der Volkskammer über den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes mitteilt.
Das komplette Programm ist hier abrufbar.

2. Berliner Archiv-Stammtisch am 13. Juni 2019

Nach dem gelungenen Auftakt im Archiv der DDR-Opposition lädt der Vorstand des Landesverbandes Berlin im VdA zum zweiten Berliner Archiv-Stammtisch in das Landesarchiv Berlin ein:

2. Berliner Archiv-Stammtisch
Donnerstag, den 13. Juni 2019, um 16:30 Uhr
Landesarchiv Berlin
Eichborndamm 115 – 121, 13403 Berlin
und anschließend ab ca. 18:00 Uhr
Landhaus Schupke
Alt-Wittenau 66/Ecke Eichborndamm, 13403 Berlin

Neben dem Rundgang durch das 2001 bezogene denkmalgeschützte und archivgerecht umgebaute Fabrikgebäude der ehemaligen Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken (DWM) gibt es auch einen Einblick in die Werkstatt der Bundessicherungsverfilmung im Land Berlin. Im Anschluss kann sich wieder in lockerer Runde im Landhaus Schupke ausgetauscht werden.
Bei Interesse wird um eine kurze Rückmeldung bis zum 7. Juni 2019 an welzing-braeutigam@landesarchiv.berlin.de gebeten, da nur 30 Personen teilnehmen können. Dabei bitte auch angeben, ob man mit ins Landhaus Schupke geht, damit dort reserviert werden kann.