Im Interview mit dem „Tagesspiegel“ gibt die neue Direktorin des Bauhaus-Archivs Brigitte Franzen heute erste Einlbicke in ihre Pläne, auch was die Ausgestaltung von Bibliothek und Archiv betrifft. Brigitte Franzen wird ab April als Direktorin des Bauhaus Archivs die Nachfolge von Annemarie Jaeggi antreten.
Die Fertigstellung des Neubaus des Bauhaus-Archivs und der Umzug aus dem Temporary Bauhaus-Archiv in der Knesebeckstraße sind derzeit für Ende 2027 geplant.
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Das Digitale Archiv der Freien Darstellenden Künste ist online!
Das Digitale Archiv der Freien Darstellenden Künste ist seit dem 16. Januar 2026 online: performingarchive.org. Dort sollen Objekte und Dokumente zu künstlerischen Produktionen und Arbeitsprozessen von den Anfängen der Freien Szene bis in die Gegenwart versammelt werden. Der Sammlungsprozess ist eine Einladung zum Mitmachen, denn wer entsprechendes Material hat, kann dies in wenigen Schritten hochladen und dem Digitalen Archiv hinzufügen, es anschließend beschreiben und mit den Daten anderer Nutzender verknüpfen: Video-Mitschnitte und Aufführungsfotos ebenso wie Proben-Notizen, Konzepte und Administratives. Unterstützung gibt es mittels Handreichungen. Darin steht alles Wissenswerte zur Digitalisierung und Verwahrung von analogem Material, zu archivgerechter Verschlagwortung sowie zu Urheber- und Persönlichkeitsrechten. Die Handreichungen sind als PDFs unter performingarchive.org/de/tipps abrufbar. Und mit dem „6-Punkte-Plan für Eilige“ sind die ersten Archivierungsschritte schnell geschafft! Die Plattform ist eine Einladung, kollektiv Geschichte zu erforschen. In den kommenden Jahren soll auf diese Weise eine stetig wachsende Materialsammlung von den Anfängen der Freien Szene bis in die Gegenwart entstehen.
Erschließung des Leni-Riefenstahl-Archivs – erste Bilanz
Die Erschließung des Leni-Riefenstahl-Archivs kommt voran und erste Ergebnisse sind zugänglich!
Seit 2018 wird der Riefenstahl-Nachlass von mehreren Berliner Institutionen gemeinsam erschlossen. Inzwischen sind ein Überblick über den Bestand und erste Ergebnisse auf der Webseite Reclaiming Nuba Images (https://nuba-images.smb.museum) zugänglich, u. a. zu den mehr als 10.000 Fotografien, die Riefenstahl in den 1960er und 1970er Jahren von den Nuba im Sudan anfertigte.
Das bislang erschlossene schriftliche Archiv kann auf Kalliope recherchiert (https://t1p.de/rxpl7) und ausgewählte Objekte in den Digitalen Sammlungen (https://t1p.de/jaxna) angesehen werden.
Am 22. Mai 2026 öffnet dann im Museum für Fotografie die Ausstellung „Inside Archives“, die die Auseinandersetzung mit dem Nachlass von Leni Riefenstahl thematisiert. Die ausführliche Pressemitteilung: https://www.preussischer-kulturbesitz.de/pressemitteilung/artikel/2026/01/30/der-nachlass-von-leni-riefenstahl-eine-zwischenbilanz-der-erforschung-1.html
Das Archiv Schreibende ArbeiterInnen hat Berlin verlassen
Das Archiv Schreibende ArbeiterInnen wurde 1997 in Berlin eröffnet. Das Archiv bewahrt Texte und Materialien, die von Mitgliedern der Zirkel schreibender Arbeiter in der DDR verfasst wurden. Die ersten dieser Zirkel gründeten sich Anfang der 1960er Jahre in Volkseigenen Betrieben und Kulturhäusern. Dort schrieben Arbeiterinnen und Arbeiter unter professioneller Anleitung – unter anderem von Heiner Müller, Brigitte Reimann oder Christa Wolf – literarische Texte über ihren Alltag, die Arbeitswelt und gesellschaftliche Themen. Der Trägerverein SchreibArt hatte jedoch zuletzt Schwierigkeiten, das Archiv zu erhalten. Daher entschloss er sich, die Bestände an das Fritz-Hüser-Institut in Dortmund zu geben, das auf deutschsprachige Literatur der Arbeitswelt spezialisiert ist und damit ein ähnliches Sammelkonzept verfolgt.
Am 12. November 2025 wurde das Archiv Schreibende ArbeiterInnen im Industriesalon Schöneweide in Berlin von der langjährigen Vorsitzenden des Vereins SchreibArt Dolores Pieschke verabschiedet und zwei Tage später, am 14. November, im Literaturhaus Dortmund begrüßt: „Mit diesem Umzug wird ein wichtiges Stück Literaturgeschichte des Ostens und des Westens zusammengeführt. Das macht mich als Literaturwissenschaftlerin, aber auch als Privatperson sehr glücklich, denn so können wir hier mehr über die – und aus der – Literatur der DDR lernen und zusätzlich Dinge im Gesamtzusammenhang sehen und erforschen“, freute sich Iuditha Balint, Direktorin des Fritz-Hüser-Instituts.
Neue Archivleitung im Schwulen Museum
Anfang des Jahres hat Julia Hartung die Archiv- und Sammlungsleitung des Schwulen Museums übernommen. Im mJuni gab sie der Zeitschrift „Siegessäule“ ein Interview.
500 Jahre Herzogtum Preußen

Anlässlich der Umwandlung Preußens in ein weltliches Herzogtum vor 500 Jahren zeigt das Geheime Staatsarchiv im Rahmen einer Präsentation historische Quellen, u. a. die Urkunde König Sigismunds I. von Polen zur Belehnung Albrechts von Brandenburg vom 10. April 1525.
Für die Veranstaltung am 27.08.2025, 18.00 Uhr in Dahlem ist eine Anmeldung erforderlich.
Petra Winter im Interview
Die Leiterin des Zentralarchivs der Staatlichen Museen zu Berlin stellt die Ergebnisse der Provenienzforschung im Fall des Berliner Bankiers Jakob Goldschmidt vor:
Bundesarchiv erinnert an Kriegsende
Mit einem Online-Schwerpunkt erinnert das Bundesarchiv an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren. In einer Chronologie werden anhand ausgewählter Dokumente und Bilder die letzten Kriegstage dargestellt. Ein Beitrag widmet sich der deutschen Kapitulation.
Bildarchiv Foto Marburg gibt seine Fotos frei
Das Bildarchiv Foto Marburg zählt zu den größten Fotoarchiven zur europäischen Kunst und Architektur. Seit Anfang 2025 können die in der Datenbank „Bildindex der Kunst und Architektur“ verfügbaren 1,2 Millionen Bilder gebührenfrei mit einer Creative Commons Lizenz verwendet werden. Damit folgt das Archiv der weltweiten OpenGLAM-Bewegung, welche sich für eine uneingeschränkte Verfügbarkeit digitalisierter Kulturgüter im Internet einsetzt. Erreichbar ist die Datenbank unter www.bildindex.de.
Kurt-Schwaen-Archiv geht nach Dresden
Kurt Schwaen (1909-2007) gehörte zu den bekanntesten Komponisten der DDR. Nach seinem Tod betreute seine Frau Ina Iske-Schwaen den künstlerischen Nachlass in dem gemeinsamen Haus in Berlin-Mahlsdorf. Da Gespräche mit dem Berliner Stadtmuseum, der Staatsbibliothek oder der Akademie der Künste wegen einer Übernahme des Kurt-Schwaen-Archivs ohne Erfolg blieben, hat sich Iske-Schwaen nun entschieden, die Dokumente nach Dresden zu geben. Neue Heimstatt soll das Archiv für zeitgenössische Kompositionen an der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) werden. Tonbänder sind schon im November nach Dresden umgezogen, Filmaufnahmen sollen demnächst folgen.