Archiv der Kategorie: Archive

Beschäftigte im Interview

Wie arbeitet eigentlich das Bundesarchiv? Vor allem aber: Wer arbeitet im Bundesarchiv und was genau ist die Tätigkeit? Dieser Frage geht der Newsletter des Bundesarchivs nach, in dem regelmäßig Mitarbeitende vorgestellt werden und in einem Interview über ihre Arbeit und ihre Aufgaben berichten. Bislang gab es so u. a. Gespräche mit der Fotorestauratorin Claudia Caserta-Metzner, dem Filmarchivar Florian Höhensteiger und Sabine Herrmann, die die Archivarsausbildung für den dualen Studiengang (Anwärter) sowie die postgradualen Studien (Referendare) koordiniert: https://www.bundesarchiv.de/presse-und-medien/einblicke-in-unsere-arbeit-beschaeftigte-im-interview

„Wir machen einen Schatz für die Forschung nutzbar“ -Interview mit Birgit Rehse

Birgit Rehse leitet seit fast 20 Jahren das Universitätsarchiv der Freien Universität Berlin. In einem Gespräch mit dem Online-Magazin der Freien Universität „campus.intern“ gibt sie einen Einblick in die Arbeit des Universitätsarchivs. Sie erzählt über Herkunft und Ordnung von Beständen, eine gewisse Ehrfurcht bei der Arbeit und ein schönes Nebenprodukt. Hier geht es zum Interview.

Ein Archiv für Techno-Clubs

Viele der einst bekannten Berliner Techno-Clubs sind inzwischen verschwunden. Andere werden in den nächsten Jahren folgen. Mit jeder Schließung geht ein Stück des Weltkulturerbes Techno verloren. Ein Projekt von Studierenden der Technischen Universität Berlin unter Leitung Steffen Lepas möchte die Erinnerung daran bewahren und diese Kulturorte virtuell erlebbar machen. Sie haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sie die Clubs optisch und akustisch rekonstruieren können, indem sie diese vermessen. rbb-online war meiner dieser Vermessung dabei. Hier geht zum Bericht.

Die neue Direktorin des Bauhaus-Archivs im Interview

Im Interview mit dem „Tagesspiegel“ gibt die neue Direktorin des Bauhaus-Archivs Brigitte Franzen heute erste Einlbicke in ihre Pläne, auch was die Ausgestaltung von Bibliothek und Archiv betrifft. Brigitte Franzen wird ab April als Direktorin des Bauhaus Archivs die Nachfolge von Annemarie Jaeggi antreten.
Die Fertigstellung des Neubaus des Bauhaus-Archivs und der Umzug aus dem Temporary Bauhaus-Archiv in der Knesebeckstraße sind derzeit für Ende 2027 geplant.

Das Digitale Archiv der Freien Darstellenden Künste ist online!

Das Digitale Archiv der Freien Darstellenden Künste ist seit dem 16. Januar 2026 online: performingarchive.org. Dort sollen Objekte und Dokumente zu künstlerischen Produktionen und Arbeitsprozessen von den Anfängen der Freien Szene bis in die Gegenwart versammelt werden. Der Sammlungsprozess ist eine Einladung zum Mitmachen, denn wer entsprechendes Material hat, kann dies in wenigen Schritten hochladen und dem Digitalen Archiv hinzufügen, es anschließend beschreiben und mit den Daten anderer Nutzender verknüpfen: Video-Mitschnitte und Aufführungsfotos ebenso wie Proben-Notizen, Konzepte und Administratives. Unterstützung gibt es mittels Handreichungen. Darin steht alles Wissenswerte zur Digitalisierung und Verwahrung von analogem Material, zu archivgerechter Verschlagwortung sowie zu Urheber- und Persönlichkeitsrechten. Die Handreichungen sind als PDFs unter performingarchive.org/de/tipps abrufbar. Und mit dem „6-Punkte-Plan für Eilige“ sind die ersten Archivierungsschritte schnell geschafft! Die Plattform ist eine Einladung, kollektiv Geschichte zu erforschen. In den kommenden Jahren soll auf diese Weise eine stetig wachsende Materialsammlung von den Anfängen der Freien Szene bis in die Gegenwart entstehen.

Erschließung des Leni-Riefenstahl-Archivs – erste Bilanz

Die Erschließung des Leni-Riefenstahl-Archivs kommt voran und erste Ergebnisse sind zugänglich!
Seit 2018 wird der Riefenstahl-Nachlass von mehreren Berliner Institutionen gemeinsam erschlossen. Inzwischen sind ein Überblick über den Bestand und erste Ergebnisse auf der Webseite Reclaiming Nuba Images (https://nuba-images.smb.museum) zugänglich, u. a. zu den mehr als 10.000 Fotografien, die Riefenstahl in den 1960er und 1970er Jahren von den Nuba im Sudan anfertigte.
Das bislang erschlossene schriftliche Archiv kann auf Kalliope recherchiert (https://t1p.de/rxpl7) und ausgewählte Objekte in den Digitalen Sammlungen (https://t1p.de/jaxna) angesehen werden.
Am 22. Mai 2026 öffnet dann im Museum für Fotografie die Ausstellung „Inside Archives“, die die Auseinandersetzung mit dem Nachlass von Leni Riefenstahl thematisiert. Die ausführliche Pressemitteilung: https://www.preussischer-kulturbesitz.de/pressemitteilung/artikel/2026/01/30/der-nachlass-von-leni-riefenstahl-eine-zwischenbilanz-der-erforschung-1.html

Das Archiv Schreibende ArbeiterInnen hat Berlin verlassen

Das Archiv Schreibende ArbeiterInnen wurde 1997 in Berlin eröffnet. Das Archiv bewahrt Texte und Materialien, die von Mitgliedern der Zirkel schreibender Arbeiter in der DDR verfasst wurden. Die ersten dieser Zirkel gründeten sich Anfang der 1960er Jahre in Volkseigenen Betrieben und Kulturhäusern. Dort schrieben Arbeiterinnen und Arbeiter unter professioneller Anleitung – unter anderem von Heiner Müller, Brigitte Reimann oder Christa Wolf – literarische Texte über ihren Alltag, die Arbeitswelt und gesellschaftliche Themen. Der Trägerverein SchreibArt hatte jedoch zuletzt Schwierigkeiten, das Archiv zu erhalten. Daher entschloss er sich, die Bestände an das Fritz-Hüser-Institut in Dortmund zu geben, das auf deutschsprachige Literatur der Arbeitswelt spezialisiert ist und damit ein ähnliches Sammelkonzept verfolgt.
Am 12. November 2025 wurde das Archiv Schreibende ArbeiterInnen im Industriesalon Schöneweide in Berlin von der langjährigen Vorsitzenden des Vereins SchreibArt Dolores Pieschke verabschiedet und zwei Tage später, am 14. November, im Literaturhaus Dortmund begrüßt: „Mit diesem Umzug wird ein wichtiges Stück Literaturgeschichte des Ostens und des Westens zusammengeführt. Das macht mich als Literaturwissenschaftlerin, aber auch als Privatperson sehr glücklich, denn so können wir hier mehr über die – und aus der – Literatur der DDR lernen und zusätzlich Dinge im Gesamtzusammenhang sehen und erforschen“, freute sich Iuditha Balint, Direktorin des Fritz-Hüser-Instituts.