5. Berliner Archiv-Stammtisch am 25. März 2021

Wegen der Pandemie musste auch die Veranstaltungsreihe „Berliner Archiv-Stammtisch“ ausfallen. Das ist umso bedauerlicher, da diese Reihe vor allem dem so wichtigen persönlichen Austausch dient. Da die aktuelle Situation auch weiterhin keine Präsenzveranstaltungen zulässt, wird der Stammtisch vorübergehend als Online-Veranstaltung angeboten. Im Mittelpunkt des nächsten Archiv-Stammtisches soll jedoch nicht die Vorstellung eines Archivs oder eines besonderen Projekts stehen, sondern der Austausch über die gegenwärtigen Herausforderungen, Probleme und verschiedenen Lösungsansätze. Die Veranstaltung wird mit dem Konferenzsystem Zoom durchgeführt. Ein eigener Account bei Zoom ist dafür zwar von Vorteil, jedoch nicht Voraussetzung. Bei Interesse bitte hier bis zum 19. März 2021 anmelden.
5. Berliner Archiv-Stammtisch
Donnerstag, den 25. März 2021, um 18:00 Uhr

Aktuelles Hygienekonzept der Kulturverwaltung : Lesesäle können weiter offen bleiben

Auch die Zweite Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 4. März 2021 sowie das aktuelle Hygienerahmenkonzept der Senatsverwaltung für Kultur und Europa bringen für die Archive keine grundlegenden Änderungen. Nach wie vor dürfen Archive ihre Lesesäle, unter Einhaltung der in den jeweiligen Schutz- und Hygienekonzepten festgelegten Schutzmaßnahmen, offenhalten. Neu ist das verpflichtende Tragen einer medizinischen Maske sowie die räumliche Richtzahl von einer Besucherin bzw. einem Besucher je 10 QuadratmeterWeiter wird empfohlen, die maximale Aufenthaltszeit jeweils auf 2 Stunden zu begrenzen.
Die entsprechenden Verordnungen sind auf der Sonderseite der Senatsverwaltung für Kultur und Europa zum Corona-Virus zu finden.

VdA bietet weitere Online-Fortbildungen an

Der VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e. V. bietet im März weitere Online-Fortbildungen an, jeweils mit einer Dauer von zwei Stunden. Teilnehmen können daran auch Nichtmitglieder.

• Online-Fortbildung 1 am Mittwoch, 17. März 2021, 9 bis 11 Uhr
Ein Plan für alle Fälle?! – Notfallpläne für und  in kulturgutbewahrenden Einrichtungen
• Online-Fortbildung 2 am Mittwoch, 17. März 2021, 13 bis 15 Uhr
Last und Luxus? Einblick in die Übernahme-, Bearbeitungs- und Benutzungsgrundsätze von Nachlässen
• Online-Fortbildung 3 am Donnerstag, 18. März 2021, 9 bis 11 Uhr)
Fundament oder Fleißarbeit? Vorarchivische Schriftgutverwaltung
• Online-Fortbildung 4 am Donnerstag, 18. März 2021, 13 bis 15 Uhr
Auf dem Weg zum Digitalen Archiv – An- und Herausforderungen bei der Onlinepräsenz

Alle weiteren Informationen, insbesondere zur Anmeldung,  unter: https://www.vda.archiv.net/online-fortbildungen.

Dokumente schneller analysieren mit KI

Vortrag von Sven Giesselbach (Teamleiter Natural Language Understanding am Fraunhofer-Institut IAIS) am 25. Februar 2021 um 18:30 Uhr

Künstliche Intelligenz (KI) und natürliches Sprachverstehen (natural language understanding/NLU) verändern viele Aspekte unseres Alltags und unserer Arbeitsweise. Besondere Prominenz erlangte NLU durch Sprachassistenten wie Siri, Alexa und Google Now.
NLU bietet Firmen und Einrichtungen das Potential, Prozesse effizienter zu gestalten und Mehrwert aus textuellen Inhalten zu schöpfen. So sind NLU-Lösungen in der Lage, komplexe, unstrukturierte Dokumente inhaltlich zu erschließen. Für die semantische Textanalyse hat das NLU-Team des IAIS Sprachmodelle entwickelt, die mit Deep-Learning-Verfahren trainiert werden. Die NLU-Suite analysiert Dokumente, extrahiert Eckdaten und erstellt bei Bedarf sogar eine strukturierte Zusammenfassung. Mit diesen Ergebnissen, aber auch über den Inhalt der Dokumente selbst, lassen sich Dokumente vergleichen oder Texte mit ähnlichen Informationen finden. KI-basierten Sprachmodelle sind der klassischen Verschlagwortung deutlich überlegen. Denn sie finden nicht nur Texte mit vordefinierten Schlagwörtern, sondern suchen intelligent nach Begriffen, die in ähnlichem Zusammenhang auftauchen oder als Synonym gebraucht werden.
Der Vortrag, organisiert vom Berliner Arbeitskreis Information (BAK), liefert eine Einordnung der Begriffe „Künstliche Intelligenz“ und „Natural Language Understanding“ und zeigt Möglichkeiten, Grenzen, aktuelle Forschungsrichtungen und Methoden auf. Anhand von Praxisbeispielen wird anschließend demonstriert, wie NLU zur automatisierten Belegverarbeitung, zur Katalogisierung von großen Datenbeständen wie Nachrichten und Patenten und zur automatisierten thematischen Gruppierung von Social Media Beiträgen und Publikationen genutzt werden kann.

Termin: 25. Februar 2021, 18:30 Uhr per Zoom
Die Teilnahme ist kostenlos
Bitte melden Sie sich bis zum 24. Februar 2021 unter bak@ub.tu-berlin.de an. Die Zugangsdaten erhalten Sie einen Tag vor der Veranstaltung per Mail.

Forum 2020 – Fachmagazin des Bundesarchivs erschienen: “Die DDR im Archiv”

Ende 2020 erschien das Themenheft mit verschiedenen 

Beiträgen zur komplexen Überlieferungslage,  institutionsgeschichtlichen Betrachtungen sowie Interviews von Mitarbeiter(innen).

Inhalt

Die DDR im Bundesarchiv – eine Einladung (Michael Hollmann)

“Die DDR im Bundesarchiv” – eine Bestandsauswahl

Eine Behörde – zwei Gesetze: Die Zugangsregelungen von Bundesarchivgesetz und Stasi-Unterlagen-Gesetz (Andrea Hänger)

Die Akten der Treuhandanstalt (Maria von Loewenich)

Bemerkungen zur Zukunft der Historischen Kommunismusforschung in Deutschland (Ilko-Sascha Kowalczuk)

Wie kam “die DDR ins Bundesarchiv”? Ein Gespräch zur Überlieferungssicherung (Anette Meiburg / Mirjam Sprau)

Das Bundesarchiv in Zahlen – vor und nach der Wiedervereinigung

Staats- und Parteiorgane der DDR – Archivische Überlieferung und Einrichtungen

Das Stasi-Unterlagen-Archiv – ein Symbol der Friedlichen Revolution auf dem Weg in die Zukunft (Birgit Salamon)

Das Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) und seine Entstehung: Ein Verbotsgesetz mit Erlaubnisvorbehalt (Jörg Pietrkiewicz)

Die Sicherung des Zentralen Parteiarchivs der SED nach 1990 und die Gründung der “Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR” im Bundesarchiv (Christoph Stamm)

“Für einen Archivar echte Abenteuer” – die Wende im Berufsleben gelernter DDR-Archivare (Interviews mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern)

https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Publikationen/Forum/forum-2020.pdf?__blob=publicationFile

Ausgabe 2020-2 der Berliner Archivrundschau erschienen

Gerade ist die neue Ausgabe der Berliner Archivrundschau erschienen. Auch diesmal sind die Themen vielfältig. So gibt es einen Rückblick auf die Vereinigung vieler Berliner Archive wie das Landes- und das Stadtarchiv oder die Archive der Akademien der Künste in Ost und West als Folge der Wiedervereinigung Deutschlands vor dreißig Jahren.
Ein weiteres Thema ist die Verabschiedung des Groß-Berlin-Gesetzes und die damit beschlossene Vergrößerung Berlins vor einhundert Jahren, deren Auswirkungen bis heute zu spüren sind. Aus der Sicht der damals eingemeindeten Städte wie Charlottenburg, Coepenick oder Spandau, die keineswegs mit fliegenden Fahnen zu Berlin gehören wollten, wird auf dieses Ereignis geblickt. Die Archive der seinerzeit neu gebildeten Bezirke verwahren dazu spannende Dokumente.
Die Schließung der Lesesäle im Frühjahr verstärkte die Bestrebungen der Archive, mehr
digitale Angebote bereit zu stellen. Vieles, was bislang nur in der Schublade lag, ließ sich nun einfacher umsetzen. Dabei ist viel Interessantes entstanden, das zur Nachahmung einlädt. Einige der Projekte, die nun dauerhaft bestehen bleiben, werden vorgestellt.
Das Heft kann man hier online lesen.

IASA-Tagung am 14. November 2020 als Online-Veranstaltung

Die diesjährige IASA-Tagung der Ländergruppe Deutschland/Schweiz e.  V. wird am 14. November 2020 online als “Zoom”-Veranstaltung stattfinden. Auf dem Programm stehen u. a. Beiträge über die Digitalisierung und Langzeitarchivierung audiovisueller Medien. Das Tagungsprogramm ist hier zu finden.
Die Teilnahme an der Tagung ist in diesem Jahr kostenlos. Die Tagung ist offen für alle, jedoch ist eine Anmeldung erforderlich. Den Zugangslink zu Tagung erhält man nach Anmeldung per E-Mail an: sekretariat@iasa-online.de.

Mutige Zeugen: Katholiken zwischen militärischer Pflichterfüllung und Widerstand

Foto: Doreen Bierdel/Katholische Soldatenseelsorge

„Selbst in der Masse muss der Christ auffallen, anstoßen, zum Skandal werden, denn gerade mit diesem skandalösen Schock beginnt das Apostolat.“ Ein Zitat von Abbé Franz Stock, einer von 21 Persönlichkeiten aus dem gerade erschienenen Buch „Mutige Zeugen“. Das Buch vereint die Porträts von historischen Charakteren, die mutig für ihre Überzeugung und für ihre Mitmenschen eingetreten sind. Über Befehl und Gehorsam stellten sie ihr Gewissen – ungeachtet persönlicher Nachteile bis hin zum Tod. Gemeinsam ist ihnen, dass sie katholische Christen waren und auf verschiedene Weise mit dem Militär zu tun hatten, sei es als Soldat, Militärseelsorger, Truppenbetreuerin oder Kriegsdienstverweigerer. Sie müssen nicht allesamt zu Heiligen, Märtyrern oder Widerstandskämpfern verklärt werden. Aber sie können mit gutem Recht als traditionswürdig gelten. Herausgegeben wurde das Buch von Markus Seemann, dem Leiter des Archivs des Katholischen Militärbischofs in Berlin. „Mutige Zeugen“ ist im Miles Verlag erschienen (ISBN 978-3967760057, 9,80 Euro).

Archivlesesäle dürfen weiter geöffnet bleiben

Die mit dem heutigen Tage in Kraft tretende Zehnte Verordnung zur SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung des Senats von Berlin verfügt viele Schließungen von kulturellen Veranstaltungsstätten für den Publikumsverkehr.  Auch die öffentlichen Bibliotheken müssen ihren Publikumsverkehr  einschränken.
Dagegen sind die Archive im Land Berlin davon nicht betroffen und können ihre Lesesäle – unter Einhaltung der in den jeweiligen Schutz- und Hygienekonzepten festgelegten Schutzmaßnahmen und der Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung – weiterhin für Nutzerinnen und Nutzer öffnen.