200 Jahre altes Briefgeheimnis im GStA gelüftet

Francisca Hoyer, die zu ihrem Dissertationsthema “Deutsche in Ostindien und ihre Familien im 18. Jahrhundert” im Geheimen Staatsarchiv PK forschte, stieß während ihrer Recherchen auf einen Brief, der seit über 200 Jahren ungeöffnet “in den Akten” (ein genauer Quellennachweis fehlt leider) überdauerte und nun von Restauratorinnen des GStA geöffnet wurde.

Über den Briefinhalt, aber auch über ihre Forschungsergebnisse berichtet Hoyer im Interview mit Dr. Ingrid Männl vom GStA, das Sie hier lesen können:

https://www.gsta.spk-berlin.de/aktuelles_detail.php?detail=176&PAGE_ID=1554

Auch die BZ berichtete in ihrer Online-Ausgabe vom 14.08.2018 über den nicht gerade alltäglichen Fund:

https://www.bz-berlin.de/berlin/220-jahre-alter-wut-brief-eines-verschollenen-ehemanns-aufgetaucht

Regierender Bürgermeister besucht Lautarchiv

Michael Müller ist am 15.08.2018 auf einer Sommertour, die ihn u.a. in das Lautarchiv der Humboldt-Universität Berlin führt. Müller, der zugleich Senator für Wissenschaft und Forschung ist, interessiert sich dabei insbesondere für Fragen der Digitalisierung. Auf seiner Reise wird er außerdem die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und das Fraunhofer Leistungszentrum Digitale Vernetzung besuchen.

PM der Senatskanzlei vom 10.08.2018

Der Tagesspiegel berichtete am 15.08.2018 online von Müllers Tour:

https://www.tagesspiegel.de/wissen/wissenschaftliche-sommertour-michael-muellers-deja-vu-im-lautarchiv/22916522.html

Wissenschaftspreis 2018 des Vereins für die Geschichte Berlins

Der Verein für die Geschichte Berlins e.V. vergibt in diesem Jahr erstmals einen Wissenschaftspreis für Forschungsarbeiten zur Berliner Geschichte, “insbesondere aus den Bereichen Sozial- und Gesellschaftsgeschichte, Kunst- und Kulturgeschichte, Rechts- und Verfassungsgeschichte, Wirtschafts-, Wissenschafts- und Technikgeschichte. Besonders willkommen sind solche Projekte, in denen die europäischen und globalen Aspekte der Geschichte Berlins berücksichtigt und vermittelt werden.”

Ausschließlich unpublizierte Arbeiten mit hoher wissenschaftlicher Qualität sind zugelassen. Der mit maximal 4000 Euro dotierte Preis wird vom Vereinsvorstand auf der Grundlage einer Juryempfehlung vergeben. Arbeiten können noch bis zum 30.09.2018 eingereicht werden. Weitere Einzelheiten finden Sie im ausführlichen Ausschreibungstext des Vereins für die Geschichte Berlins.

Einblick ins Geheime. Ausstellung zum Stasi-Unterlagen-Archiv

Eröffnung am 16. Juni 2018 um 12 Uhr: https://www.bstu.bund.de/DE/VeranstaltungenAusstellungen/Ausstellungen/EinblickInsGeheime/Texte/20180531_einladung-zur-eroeffnung.html?nn=10449912

„Ein Monument der Überwachung“, so kann man das Stasi-Unterlagen-Archiv beschreiben. Es umfasst 111 Kilometer Unterlagen, in denen massenhaft persönliche Daten über Menschen gespeichert sind – gesammelt vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Heute bewahrt das Stasi-Unterlagen-Archiv diese Dokumente in Berlin-Lichtenberg und 12 regionalen Standorten auf.
Mit einer neuen Dauerausstellung „Einblick ins Geheime“ soll dieses Archiv und seine Bedeutung für die Gegenwart besser begreifbar gemacht werden. Einblick ins Geheime. Ausstellung zum Stasi-Unterlagen-Archiv weiterlesen

Vorgestellt: Das Archiv der Jugendkulturen

In einem Portrait des Tagesspiegels vom 31.05.2017 stellen Gabriele Rohmann und Daniel Schneider das Archiv vor. Neben dem Sammeln und Archivieren stellt die Bildungsarbeit einen wesentlichen Teil der Arbeit des Archivs dar, das nicht nur für Historiker und Kulturwissenschaftler interessant ist, sondern auch für die, die einfach mal die Bravo-Erstausgabe von 1956 sehen möchten. Das Berliner Pop- und Subkulturarchiv als besonderes Projekt der Einrichtung wird ebenfalls vorgestellt.

Fake News – vom Perspektivenwechsel der Gatekeeper lernen

Information Overload, Algorithmen in der Black Box, gezielte Desinformation … oft merken wir es gar nicht: der Umgang mit Information wird zunehmend riskant und unsicher. Geschickt platziert beeinflussen Lügen und Halbwahrheiten unsere Wahrnehmung und Entscheidungen, sowohl bei geschäftlichen als auch bei gesellschaftlichen Anlässen.
Am 7. Juni wird daher Stefan Zillich in einer Veranstaltung des BAK Information Beobachtungen und Ideen beim Umgang mit Information und Content zusammenfassen. Mit Blick auf aktuelle Entwicklungen empfiehlt er: „Damit wir beim Umgang mit Information weiterhin selbstbestimmt, verantwortlich und zielgerichtet entscheiden und handeln, ist ein Perspektivenwechsel notwendig. Die Rolle des Gatekeepers und dessen Know-how und Methoden bieten praxisnahe Ansätze.“ Das Ziel: Transparenz und Verantwortung beim Umgang mit Information. Dazu entwickelt Stefan Zillich vor dem Hintergrund seiner beruflichen Praxis Handlungsempfehlungen für den beruflichen und privaten Alltag. In der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, sich in fachlicher Runde über Fragen und eigene Beobachtungen auszutauschen.

7. Juni 2018, 18:00 Uhr
Universitätsbibliothek der TU, Fasanenstr. 88, 10623 Berlin, Hörsaal 14

Die Veranstaltung ist kostenlos. Dennoch wird um Anmeldung gebeten:
Tel: 755 183 66, E-Mail: bak@ub.tu-berlin.de

Wer macht Kulturerbe?

Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 findet zu dieser Frage eine Podiumsdiskussion am 23. Mai 2018, um 18.00 Uhr im Nicolaihaus, Brüderstraße 13, statt.

Auf Einladung des Vereins für die Geschichte Berlins e. V. diskutieren der Kultursenator Dr. Klaus Lederer, der Vorsitzende des VdA-Landesverbands Berlin und Leiter des Archivs Film- und Medienkunst der Akademie der Künste Dr. Torsten Musial, der Direktor des Stadtmuseums Paul Spies, der Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte und Berliner Landesarchäologe Prof. Dr. Matthias Wemhoff, Prof. Dr. Susanne Kähler (HTW Berlin), Prof. Dr. Ingrid Scheuermann (TU Dortmund) und Dr. Manfred Uhlitz, Vorsitzender des Vereins für die Geschichte Berlins.

Einladung

Alltag in Berliner One-Person-Libraries

Manchmal lohnt auch ein Blick über die engen Archivgrenzen hinweg. Dabei zeigen sich ähnliche Probleme, wie es sie in Archiven gibt, die nur mit einer Fachkraft besetzt sind, auch in Bibliotheken, die nur von einer Person geführt werden. Einige von ihnen haben sich vor 20 Jahren zu einem Arbeitskreis der One-Person Libraries von Berlin/Brandenburg zusammengefunden.In einem “kollektiven Tagebuch” berichten Berliner One-Person Libraries über ihren Alltag. Hier geht es zu diesem Tagebuch.

Kultursenator zu Besuch im Landesarchiv

Für Klaus Lederer war das vielleicht der “Antrittsbesuch” im Landesarchiv. In diesen zwei Stunden ging es in einem “straffen Besuchsprogramm” unter anderem um die geplante Beteiligung des Landesarchivs am Länderübergreifenden “Digitalen Archiv Nord“, die Digitalisierung der Filmbestände der ehemaligen Landesbildstelle Berlin u. v. a.

http://landesarchiv-berlin.de/senator-fuer-kultur-und-europa-zu-besuch-im-landesarchiv-berlin

Tag der Archive in Berlin Nr. 4: Stasi-Unterlagen-Archiv

Foto: BStU

Die Verfassung der DDR garantierte zwar die Bürgerrechte, die Realität sah jedoch anders aus. Jahrzehntelang griff das Ministerium für Staatssicherheit im Auftrag der SED massiv in die Rechte der DDR-Bürgerinnen und Bürger ein oder setzte sie ganz außer Kraft. Unter dem bundesweiten Motto „Demokratie und Bürgerrechte“ trug das Stasi-Unterlagen-Archiv daher am Tag der Archive dem besonderen Wert der Überlieferung der DDR-Geheimpolizei Rechnung.
Seit der Öffnung der Akten der DDR-Geheimpolizei 1990 hilft das Stasi-Unterlagen-Archiv bei der Aufklärung über das begangene Unrecht. In der „Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie“ am Standort Berlin besuchten circa 250 interessierte Besucherinnen und Besucher das vielseitige Angebot. Von den insgesamt 13 angebotenen Führungen galten Karteisaal, Magazin und Restaurierungswerkstatt das größte Interesse. Hier wurde z. B. die klassische Restaurierung von zerrissenen Karteikarten mittels Japanpapier illustriert und die Reinigung von mit Schimmel kontaminierten Dokumenten erläutert. Tag der Archive in Berlin Nr. 4: Stasi-Unterlagen-Archiv weiterlesen