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Archive unter Druck – Forum am 18. Mai 2026

Das partizipative Forum „Archive unter Druck“ lädt zu einem praxisnahen Austausch am 18. Mai 2026 von 13:30 bis 15:30 Uhr in die Bodo-Uhse-Bibliothek ein (Erich-Kurz-Straße. 9, 10319 Berlin). Ausgehend von kurzen Impulsvorträgen zur aktuellen Situation von Archiven und anderen Gedächtnisorganisationen unter Druck bietet das Forum Raum für Diskussionen, Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Frage, wie Archive und engagierte Aktive unterstützt und vernetzt werden können.
Hier geht es zur Veranstaltungsseite: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/blog/archive-unter-druck-einladung-zum-gemeinsamen-forum#no-back.
Da die Plätze begrenzt sind, wird um eine Anmeldung bis zum 10. Mai 2026 gebeten: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/blog/archive-unter-druck-einladung-zum-gemeinsamen-forum#no-back).
Das Forum „Archive unter Druck“ wird von der Ausstellung „Resonant Archives: Fragility and Resilience of Dissonant Heritage“ begleitet, die am 18. Mai 2026 um 16 Uhr ebenfalls in der Bodo-Uhse-Bibliothek in Lichtenberg eröffnet wird. Die Ausstellung vertieft zentrale Fragen des Forums und ist über einen längeren Zeitraum zu sehen.

digiS-Infotag am 17. März 2026

Sie möchten Kulturgut digital zugänglich machen und planen ein entsprechendes Projekt? Das „Förderprogramm zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes Berlin“ bietet vorbehaltlich zur Verfügung stehender Haushaltsmittel auch 2027 für interessierte Kulturerbeinstitutionen wieder die Möglichkeit, Fördermittel für Digitalisierungsprojekte zu beantragen. Um Sie bestmöglich auf die Antragstellung vorzubereiten, laden wir Sie herzlich ein zum alljährlichen digiS-Infotag

Termin: Dienstag 17. März 2026
Zeit: 10:00 – 12:00 Uhr 
ONLINE (ZOOM-Link folgt einen Tag vorab)
Anmeldung bis 13.03. unter: https://terminplaner6.dfn.de/en/b/68a6d10993bd63abbfb4bbd878c19f5b-1584202

Agenda: Überblick über das Förderprogramm und die Antragstellung (Anja Müller, digiS und Caroline Reck, Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt) und Zeit für Fragen

Im Anschluss sind 30-minütige Einzelberatungen möglich zur Klärung spezifischer Fragen zu Ihrer Projektidee – Wenn Sie eine Einzelberatung wünschen, senden Sie uns bitte bis spätestens 13.03. eine kurze, formlose Projektskizze per E-Mail an digis@zib.de und melden sich damit für ein individuelles Beratungsgespräch an. Nach Eingang Ihrer Skizze und Ihrer Anmeldung vereinbaren wir einen individuellen Beratungstermin mit Ihnen. Dieser findet ebenfalls online statt.

Workshop Retrodigitalisierung

8. Workshop Retrodigitalisierung – Digitalisierung für die Ewigkeit? – Datenqualität in der Praxis

Die 8. Ausgabe der Reihe „Workshop Retrodigitalisierung“ findet in diesem Jahr in der Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Unter den Linden, und unter dem Oberthema „Digitalisierung für die Ewigkeit? – Datenqualität in der Praxis“ statt.

Bei der Erzeugung von Retrodigitalisaten und den zugehörigen Metadaten kann einiges schieflaufen. Sind Masterdaten erst einmal fehlerhaft, verursacht ihre Korrektur großen Aufwand oder ist manchmal sogar unmöglich. Der Workshop Retrodigitalisierung befasst sich in diesem Jahr mit der Erzeugung, Validierung und Speicherung von möglichst optimalen Retrodigitalisaten, mit den Wegen zum Digitalisat im optimalen Format und den Möglichkeiten, mit Fehlern und Fallstricken umzugehen. In welchem Format komme ich in Bezug auf Images, Metadaten und Volltexte am besten zum Ziel? Welchen Einfluss haben sie auf Kompatibilität, Qualität, Dateigröße und Langzeitarchivierung?

Praktiker:innen der Retrodigitalisierung  und Mitarbeiter:innen aus Bibliotheken, Wissenschafts- und weiteren Gedächtnisorganisationen stellen in neun 20-minütigen Beiträgen mit anschließender Diskussion gelöste und ungelöste Fragen aus dem Bereich der Retrodigitalisierung vor. Auf einem Best Practise Marketplace werden erstmalig zwei Softwaretools aus der Community live vorgestellt.

Die Registrierung zum Workshop ist bis zum 05.03.2026 möglich. Die Teilnahmegebühr für den zweitägigen Workshop beträgt 130 Euro.
https://blog.sbb.berlin/termin/8-ws-retrodigitalisierung/

Zentrales Depot für Berlins Kultur

Seit einiger Zeit ist geplant, ein zentrales Depot für die Berliner Landes-Museen einzurichten, da deren Lager übervoll sind. Zuletzt wurde ein Standort in Vogelsdorf favorisiert. Wie die „Berliner Morgenpost“ berichtet, zeichnet sich nun aber eine kostengünstigere Lösung ab. Durch Geschäftsaufgabe wird eine landeseigen Fabrikhalle an der Goerzallee in Lichterfelde am Stadtrand frei.
Neben der Nutzung durch das Deutsche Technikmuseum und die Berlinische Galerie soll auch geprüft werden, ob sich der Ort auch als Lager für die großen Sprechtheater eignet, wodurch ein zentrales Depot für Berlins Kultur entstünde.

Das Digitale Deutsche Frauenarchiv sucht neue Geschäftsführung

Das Digitale Deutsche Frauenarchiv sucht für seine Geschäftsstelle in Berlin zum 1. August 2026 eine Geschäftsführung. Das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF) ist ein bundesweit etabliertes Fachportal zur Geschichte der feministischen Bewegungen im deutschsprachigen Raum. Es macht Quellen und Wissen zur Frauen- und Lesbenbewegung in den Einrichtungen des i.d.a.-Dachverbands digital zugänglich und trägt damit zur Sichtbarkeit feministischer Geschichte in Wissenschaft, Bildung und Öffentlichkeit bei. Zusammen mit dem dazugehörenden META-Katalog bietet es eine zentrale Informationsinfrastruktur für die Forschung. Näheres zur Ausschreibung gibt es hier: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/blog/stellenausschreibung-ddf-geschaeftsfuehrung

Ausstellungsfinissage im Landesarchiv am 19.2.2026

Am 19. Februar findet die Finissage der Ausstellung „Widerstand – Verfolgung – Deportation. Frauen aus Frankreich im KZ Ravensbrück (1942-1945)“ im Landesarchiv Berlin statt mit einer Führung und einem Vortrag mit anschließendem Gespräch.
– 16:00 Uhr: Führung mit der Kuratorin der Ausstellung Hannah Sprute (Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück),
– 18:00 Uhr   Vortrag und Gespräch: Französische Zwangsarbeiterinnen in Deutschland (1940–1945): Quellen und Erinnerungen. Mit der Historikerin Dr. Camille Fauroux (Université Toulouse II Jean Jaurès) und Dr. Roland Borchers (Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin),
– Anschließend Diskussion und kleiner Empfang.
Der Eintritt ist frei. Bei Interesse bitte anmelden bis zum 18. Februar unter info@landesarchiv.berlin.de. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Landesarchivs.

Tag der Archive 2026

Am 7. und 8. März 2026 wird der 13. Tag der Archive stattfinden, an dem die Öffentlichkeit eingeladen ist, hinter die Kulissen der Arbeit der Archiv zu schauen. Mittlerweile haben neun Berliner Archive ihre Teilnahme bekannt gegeben und überwiegend auch schon das geplante Programm online gestellt. Mit dabei sind bislang diese Archive:
– Archiv des Bundesrates,
– Archiv vom Deutschlandradio und RIAS- Archiv der DDR-Opposition,
– Baukunstarchiv der Akademie der Künste,
– Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv,
– Bundesarchiv,
– Geheimes Staatsarchiv,
– Landesarchiv,
– Politische Archiv des Auswärtigen Amts,
– Museum Charlottenburg-Wilmersdorf.
Alle Archive laden für den 7. März ein, das Bundesarchiv auch für den 8. März.

Die Programme sind vielfältig. So gibt es im Deutschlandradio eine Führung durch die Archive sowie eine Ausstellung zum 80. Geburtstag des RIAS. Erstmalig öffnet das Archiv des Bundesrates seine Magazine, um sich und seine Arbeit einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim widmet sich der sogenannten Bewegungsgeschichte – in den 1970er und 1980er Jahren entfaltete West-Berlin als Zentrum der Neuen Sozialen Bewegungen wie Friedensbewegung, diverse Solidaritätsbewegungen und Frauenbewegung eine Sogwirkung auf verschiedenste Menschen – und der Frage, wie diese eigentlich ins Archiv kommt.
Das Politische Archiv des Auswärtigen Amts zeigt Dokumente zur Unterstützung von Deutschen im Ausland wie auch von Ausländern in Deutschland: Auslandschulwesen, Ausbürgerungen, Migration …
Das Archiv der DDR-Opposition gibt dem Thema eine doppelte Bedeutung durch seinen bevorstehenden Umzug von Lichtenberg nach Mitte und das Baukunstarchiv der Akademie der Künste, Berlin, bietet Führungen durch Magazin und Schaudepot an mit einem Schwerpunkt auf architekturgeschichtlichen Facetten der „Neuen Heimat“.
Informationen zu allen Veranstaltungen sind auf der Website zum Tag der Archive gelistet. Dort ist auch eine Visualisierung auf einer interaktiven Deutschlandkarte möglich und eine Filterung nach Veranstaltungsdatum und Veranstaltungsorten suchen.

Die neue Direktorin des Bauhaus-Archivs im Interview

Im Interview mit dem „Tagesspiegel“ gibt die neue Direktorin des Bauhaus-Archivs Brigitte Franzen heute erste Einlbicke in ihre Pläne, auch was die Ausgestaltung von Bibliothek und Archiv betrifft. Brigitte Franzen wird ab April als Direktorin des Bauhaus Archivs die Nachfolge von Annemarie Jaeggi antreten.
Die Fertigstellung des Neubaus des Bauhaus-Archivs und der Umzug aus dem Temporary Bauhaus-Archiv in der Knesebeckstraße sind derzeit für Ende 2027 geplant.

Arbeitskreis Mentoring hat die Arbeit aufgenommen

Der 2025 neu gegründete Arbeitskreis Mentoring im VdA hat ein Mentoring-Programm für VdA-Mitglieder entwickelt, bei dem erfahrene Personen weniger erfahrene Personen über einen festgelegten Zeitraum bei ihrer Archivtätigkeit begleiten, bei fachlichen Fragestellungen unterstützen und Einblicke in berufliche Zusammenhänge geben. Der Arbeitskreis Mentoring will diese Form der Unterstützung vor allem für Berufsneulinge anbieten. Insbesondere berufserfahrene VdA-Mitglieder werden gebeten, sich als potenzielle MentorInnen zu bewerben. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. Mai 2026. Im Sommer 2026 werden dann geeignete Paare zusammengestellt und im Herbst 2026 soll die Kommunikation über individuell vereinbarte Themen starten. Das Mentoring-Programm dauert ein Jahr. Weitere Informationen zum VdA-Mentoring-Programm und die Bewerbungsformulare gibt es hier: https://www.vda.archiv.net/arbeitskreise/arbeitskreis-mentoring/ueber-den-arbeitskreis.html.
Bei Fragen zum Mentoringprogramm kann man sich auch direkt an den Arbeitskreis wenden: akmentoring@vda.archiv.net.

Das Digitale Archiv der Freien Darstellenden Künste ist online!

Das Digitale Archiv der Freien Darstellenden Künste ist seit dem 16. Januar 2026 online: performingarchive.org. Dort sollen Objekte und Dokumente zu künstlerischen Produktionen und Arbeitsprozessen von den Anfängen der Freien Szene bis in die Gegenwart versammelt werden. Der Sammlungsprozess ist eine Einladung zum Mitmachen, denn wer entsprechendes Material hat, kann dies in wenigen Schritten hochladen und dem Digitalen Archiv hinzufügen, es anschließend beschreiben und mit den Daten anderer Nutzender verknüpfen: Video-Mitschnitte und Aufführungsfotos ebenso wie Proben-Notizen, Konzepte und Administratives. Unterstützung gibt es mittels Handreichungen. Darin steht alles Wissenswerte zur Digitalisierung und Verwahrung von analogem Material, zu archivgerechter Verschlagwortung sowie zu Urheber- und Persönlichkeitsrechten. Die Handreichungen sind als PDFs unter performingarchive.org/de/tipps abrufbar. Und mit dem „6-Punkte-Plan für Eilige“ sind die ersten Archivierungsschritte schnell geschafft! Die Plattform ist eine Einladung, kollektiv Geschichte zu erforschen. In den kommenden Jahren soll auf diese Weise eine stetig wachsende Materialsammlung von den Anfängen der Freien Szene bis in die Gegenwart entstehen.