Ausstellung zur Geschichte des Schlosspark Theaters im Steglitz-Museum

Eine gut kuratierte Ausstellung im Steglitz-Museum wirft einen interessanten Blick auf die Theatergeschichte  im Berliner Südwesten. Seit bald hundert Jahren  gibt es am Ende der dortigen Schloßstraße das Schlosspark Theater.  Und bereits am 24. Juni 1840 war nicht weit entfernt an der neu gebauten Eisenbahnstrecke nach Potsdam  das „Concessionierte Theater“ eröffnet worden, um der neuen Bahnstrecke mehr Fahrgäste zu verschaffen. Theaterkarten bekam man nur, wenn man auch eine Fahrkarte vorweisen konnte.
Das Schlosspark Theater konnte bereits kurz nach seiner Eröffnung große Erfolge feiern. Seine Glanzzeit erlebte es jedoch nach 1945, als dort unter der Leitung von Boleslaw Barlog Schauspieler wie Hildegard Knef, Martin Held, Klaus Kinski, Marianne Hoppe, Peter Ustinov oder Bernhard Minetti auftraten. Seit wenigen Jahren hat Dieter Hallervorden die Bühne übernommen und wieder belebt.
In der Ausstellung wird nun die ganze Geschichte in sieben Räumen des Steglitz Museums erzählt, mit Fotos, Dokumenten, Requisiten und Kostümen sowie Medienstationen mit Filmen von Aufführungen, Theatertreffen und Interviews.

bis 30. Juni 2019
Mein Schlosspark Theater
Steglitz-Museum,
Drakestraße 64A
12205 Berlin
Di–Fr, So 15 bis 18 Uhr

Ab heute Anmeldung zum 2. Berliner Archivtag möglich

Am 20. November 2018 findet in der Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin, der 2. Berliner Landesarchivtag statt. Mit dem Rahmenthema der Konferenz „Analog zur Wirklichkeit – Mediale Quellen in Archiven“ wird die audiovisuelle Überlieferung in den Blick genommen.
Seit heute ist die Tagungswebsite online und die Anmeldung möglich. Aber auch hier im Blog gibt es auf der Seite Berliner Archivtage die entsprechenden Hinweise.
Der Tagungsflyer mit dem vollständigen Programm bietet weitere Informationen zu Themen und Vortragenden. Anmelden kann man sich bis zum 2. November 2018 mit diesem Anmeldeformular.

Digitales Frauenarchiv gestartet

Am 13. September 2018 ist das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF) online gegangen. Damit sind jetzt rund 500.000 Dokumente zur Frauen- und Lebensgeschichte im Internet frei zugänglich, darunter Tagebücher, Fotos und Zeitschriften. Das DDF ist ein gemeinsames Portal der feministischen Erinnerungseinrichtungen, getragen vom i.d.a.-Dachverband, in dem sich gut 40 Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen zusammengeschlossen haben, die diese wertvollen Dokumente  bewahren. Zu diesen Archiven zählen  auch das Spinnboden Lesbenarchiv und -bibliothek und das Frauenforschungs-, -bildungs- und Informationszentrum (FFBIZ) aus Berlin.
Der Tagesspiegel und die taz haben über den Festakt im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin berichtet und die Hintergründe beleuchtet.

Das Bauhaus-Archiv im Haus Hardenberg

Bauhaus-Archiv Berlin im Haus Hardenberg
Foto: Bauhaus-Archiv, Catrin Schmitt

Seit dem Sommer residiert das Bauhaus-Archiv im Haus Hardenberg in Berlin-Charlottenburg. Es wurde aus seinen bisherigen Räumen im von Walter Gropius entworfenen Museumsgebäude in der Klingelhöferstraße übergangsweise ausquartiert, da dort Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten durchgeführt werden.

Seit dem 30. Juni 2018 bietet das Baushausarchiv am neuen Standort einen Einblick in seine Bestände. Mittels des neuen Formats unter dem Namen »the temporary bauhaus-archiv / Museum für Gestaltung«  kann das Publikum dort historische Fotos und Dokumente zu den Anfängen der Institution und der Entstehung des Stammhauses in der Klingelhöferstraße betrachten. Ebenso sind die Pläne für den Erweiterungsbau zu sehen.

Knesebeckstraße 1-2
10623 Berlin-Charlottenburg
Mo–Sa, 10–18 Uhr
Eintritt frei

Aubrey Pomerance im Deutschlandfunk

Am 04.09.2018 stand Aubrey Pomerance, Leiter des Archivs des Jüdischen Museums, dem Deutschlandfunk Rede und Antwort. Im Interview mit der Journalistin Maja Ellmenreich stellt er Ausstellungsstücke und Dokumente vor. Anhand eines gefalteten Handtuchs erzählt er die Geschichte der einstmaligen Besitzerin dieses Objekts, die Opfer des Holocaust wurde. Außerdem berichtet Pomerance, wie diese Gegenstände, die für die Hinterbliebenen oftmals “ein ungeheuer starkes emotionales Stück von Trennung, von Verlust” verkörpern, in das Archiv gelangten und in der Ausstellung präsentiert werden.

Ausgabe 2018-1 der Berliner Archivrundschau erschienen

Die neue Ausgabe der Berliner Archivrundschau ist schon vor mehreren Wochen erschienen und druckfrisch ausgeliefert worden.
Mit dem Hauptthema des aktuellen Heftes “Archivpädagogik in Berliner Archiven” wurde das Thema eines gut besuchten Panels des letztjährigen Berliner Archivtages aufgegriffen und um Beiträge aus weiteren Archiven erweitert. Dazu gibt es einen ausführlichen Bericht über diesen Archivtag. Weiterhin gibt es Interviews mit Ulrike Höroldt und Christoph Becker-Schaum, aktuelle Berichte aus den Archiven und die gewohnten Rubriken Ausstellungs-Reviews und Neuerscheinungen.
Das Magazin kann nun auch in digitaler Form gelesen werden. Es kann hier im Blog (www.berlinerarchive.de/archivrundschau) oder auf der Seite des Landesverbands auf der VdA-Website gelesen oder als PDF heruntergeladen werden.
Sollten sich Kolleginnen oder Kollegen durch das Heft angeregt fühlen, auch selbst einen kleinen Text zu schreiben: Texte und Fotos nimmt die Redaktion gern entgegen unter lv-berlin@vda.archiv.net oder über das Kontaktformular des Blogs. Die Redaktion ist auf neue Beiträge gespannt!

Kunstprojekt im Archiv der DDR-Opposition

Derzeit forschen mehrere Künstlerinnen wie  die Gestalterin Elsa Westreicher, die Performancekünstlerin Nadia Tsulukidze und Henrike Naumann, die mit Installation und Video arbeitet, für das Kunstprojekt „Künstlerische Forschung im Archiv der DDR-Opposition“. Die Ergebnisse des Projekts, einer Kooperation zwischen District Berlin und dem Archiv der DDR-Opposition / Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., sollen ab November in einer Ausstellung, einer Publikation und in mehreren Veranstaltungen präsentiert werden. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Seite von District Berlin. Ebenso berichtet die taz darüber.

200 Jahre altes Briefgeheimnis im GStA gelüftet

Francisca Hoyer, die zu ihrem Dissertationsthema “Deutsche in Ostindien und ihre Familien im 18. Jahrhundert” im Geheimen Staatsarchiv PK forschte, stieß während ihrer Recherchen auf einen Brief, der seit über 200 Jahren ungeöffnet “in den Akten” (ein genauer Quellennachweis fehlt leider) überdauerte und nun von Restauratorinnen des GStA geöffnet wurde.

Über den Briefinhalt, aber auch über ihre Forschungsergebnisse berichtet Hoyer im Interview mit Dr. Ingrid Männl vom GStA, das Sie hier lesen können:

https://www.gsta.spk-berlin.de/aktuelles_detail.php?detail=176&PAGE_ID=1554

Auch die BZ berichtete in ihrer Online-Ausgabe vom 14.08.2018 über den nicht gerade alltäglichen Fund:

https://www.bz-berlin.de/berlin/220-jahre-alter-wut-brief-eines-verschollenen-ehemanns-aufgetaucht

Regierender Bürgermeister besucht Lautarchiv

Michael Müller ist am 15.08.2018 auf einer Sommertour, die ihn u.a. in das Lautarchiv der Humboldt-Universität Berlin führt. Müller, der zugleich Senator für Wissenschaft und Forschung ist, interessiert sich dabei insbesondere für Fragen der Digitalisierung. Auf seiner Reise wird er außerdem die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und das Fraunhofer Leistungszentrum Digitale Vernetzung besuchen.

PM der Senatskanzlei vom 10.08.2018

Der Tagesspiegel berichtete am 15.08.2018 online von Müllers Tour:

https://www.tagesspiegel.de/wissen/wissenschaftliche-sommertour-michael-muellers-deja-vu-im-lautarchiv/22916522.html

Wissenschaftspreis 2018 des Vereins für die Geschichte Berlins

Der Verein für die Geschichte Berlins e.V. vergibt in diesem Jahr erstmals einen Wissenschaftspreis für Forschungsarbeiten zur Berliner Geschichte, “insbesondere aus den Bereichen Sozial- und Gesellschaftsgeschichte, Kunst- und Kulturgeschichte, Rechts- und Verfassungsgeschichte, Wirtschafts-, Wissenschafts- und Technikgeschichte. Besonders willkommen sind solche Projekte, in denen die europäischen und globalen Aspekte der Geschichte Berlins berücksichtigt und vermittelt werden.”

Ausschließlich unpublizierte Arbeiten mit hoher wissenschaftlicher Qualität sind zugelassen. Der mit maximal 4000 Euro dotierte Preis wird vom Vereinsvorstand auf der Grundlage einer Juryempfehlung vergeben. Arbeiten können noch bis zum 30.09.2018 eingereicht werden. Weitere Einzelheiten finden Sie im ausführlichen Ausschreibungstext des Vereins für die Geschichte Berlins.