Berliner Archivrundschau 2018 Heft 2 erschienen

Gerade erschienen und noch ganz druckfrisch: Die aktuelle Ausgabe der “Berliner Archivrundschau”, das zweite Heft dieses Jahres, ist da. Hauptthema sind Geschichten und Dokumente aus Berliner Archiven zum Jahr 1968. Des weiteren gibt es u. a.  eine Vorschau auf den 2. Berliner Landesarchivtag, ein Gespräch mit Wiebke Winkler, der Leiterin des Grünen Gedächtnisses, und Nachrichten aus Berliner Archiven. Abgerundet wird die Ausgabe wie gewohnt mit den Rubriken Ausstellungen und Neuerscheinungen.
Das Heft wird beim Landesarchivtag in der Tagungstasche sein, aber demnächst auch in vielen Archiven ausliegen. Natürlich kann es auch wie gewohnt hier online gelesen werden.

Neuerscheinung: Erfahrungen mit Oral History

Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sind in Archiven politischer Parteien und sozialer Bewegungen nicht ungewöhnlich. Als archivische Quellengattung werden sie allerdings kaum genutzt. Nicht selten führen Historikerinnen und Historiker, die Ökologiearchive nutzen, im Rahmen ihrer Forschungen ebenfalls Interviews.
Vor diesem Hintergrund hatte das Archiv Grünes Gedächtnis zusammen mit dem IEAN zu einem interdisziplinären Oral History Workshop eingeladen. Der Austausch über die Praxis der Archive und der Historikerinnen sollte zur Reflexion der Arbeitsweisen und last but not least zu einer verbesserten Nutzung der in den Archiven vorliegenden Interviews anregen. Es beteiligten sich Archive und Zeithistorikerinnen aus den Niederlanden, Österreich, Belgien, Frankreich, Italien und Deutschland.
Nun ist der Tagungsreader erschienen unter dem Titel “Erfahrungen mit Oral History.
Zeitzeuginnen- und Zeitzeugengespräche in Archiven und zeithistorischer Forschung”. Er versammelt die Selbstdarstellungen der am IEAN beteiligten Archive und die Präsentationen ihrer Interviewprojekte. Praxisberichte der Historikerinnen und Beiträge, die ihre Ansätze reflektieren, schließen sich an. Im Anhang finden sich detaillierte Angaben zu den in Archiven befindlichen Interviewbeständen. Der Reader ist als E-Paper in englischer Sprache geschrieben.

Link: https://www.boell.de/de/2018/10/31/erfahrungen-mit-oral-history

Anne Vechtel

Weiterbildung „Archive im Informationszeitalter” beginnt wieder im Januar 2019

Am 24. Januar 2019 wird das gemeinsam von der Fachhochschule Potsdam und der Freien Universität Berlin veranstaltete Weiterbildungsprogramm “Archive im Informationszeitalter” fortgesetzt. Der Kurs richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Archiven und verwandten Einrichtungen.
In insgesamt zehn Modulen vermitteln Lehrende der beteiligten Hochschulen sowie ausgewiesene Expertinnen und Experten aus der beruflichen Praxis aktuelles Fachwissen und Methodenkenntnisse zu den Schwerpunkten Öffentlichkeitsarbeit, Digitale Langzeitarchivierung, Bestandserhaltung und Recht. Ergänzend dazu soll das erste Modul eine Orientierung und Prioritätensetzung für anstehende Projekte geben. In einem Workshop ermitteln die Teilnehmenden die Leistungsfähigkeit ihrer eigenen Archive  und leiten daraus Handlungsschwerpunkte und Ziele für die archivische Praxis ab. Die Module können einzeln oder im Gesamtpaket belegt werden. Die Weiterbildung schließt mit einem Hochschulzertifikat ab.

Weitere Informationen, die Programmbroschüre zum Download sowie den Link zur Online-Anmeldung finden Sie hier.

“Macht das Tor auf!” – Ausstellung im Landesarchiv

Vom 18.10.2018 bis 29.03.2019 zeigt das Landesarchiv Berlin unter dem Titel “Macht das Tor auf!” eine Ausstellung mit Photographien, auf denen das Brandenburger Tor im Mittelpunkt der Betrachtung steht. Zu sehen sind dabei “Streifzüge durch die Fotogeschichte des wohl bedeutendsten Wahrzeichens der Stadt”, wie es in der Ankündigung heißt.

Die Ausstellungseröffnung findet am 18.10.2018, um 18.00 Uhr im Landesarchiv Berlin, Eichborndamm 115 – 121, statt.

Weitere Informationen im Ausstellungsflyer und unter www.landesarchiv-berlin.de.

Revolte-Show in der Heinrich-Böll-Bibliothek

Wer die Revolte-Show von Michael Sontheimer und Peter Wensierski  noch nicht gesehen hat, dem bietet sich am 17. Oktober um 20 Uhr noch einmal die Möglichkeit dazu. Im Prenzlauer Berg, in der Heinrich-Böll-Bibliothek, Greifswalder Str. 87, 10409 Berlin, lesen die beiden Autoren aus ihrem Buch “Berlin – Stadt der Revolte”, zeigen Videos und sprechen über das Revolte-Gen im geteilten Berlin. Vom Rolling-Stones-Konzert 1965, als die West-Berliner Waldbühne in Bruch gin; bis zur Räumung der besetzten Häuser in der Ost-Berliner Mainzerstraße im November 1990.
Aus dem Pressetext zum Buch:
Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt
Überall in Berlin finden sich Orte, die Schauplätze von Revolten waren: der Studentenbewegung im Westen, der Oppositionellen im Osten, der Feministinnen, Hausbesetzer und Punks in beiden Teilen der Stadt. So sehr sich die Reaktionen der jeweiligen Staatsmacht auf die jungen Rebellen beiderseits der Mauer auch unterschieden, überraschend ähnlich waren die Motive und der Mut der Menschen, die gegen überholte Ordnungen und Autoritäten aufbegehrten. Michael Sontheimer und Peter Wensierski erzählen die jüngere Geschichte einer aufsässigen Metropole anhand von Wohnungen, Häusern, Straßen und Plätzen. Gestützt auf umfassende Recherchen und Gespräche mit den Beteiligten, lassen sie eine Topographie der Revolte entstehen, die zum Flanieren, Entdecken und Staunen einlädt.
                                                                                                                                           Bianca Welzing-Bräutigam

Heinrich-Böll-Bibliothek
Greifswalder Str. 87
10409 Berlin
20 Uhr

Flucht im Ballon – Dokumente zu einem aktuellen Kinofilm

Aktuell läuft in den Kinos mit Ballon ein sehenswerter Film über die spektakuläre Flucht von zwei Familien aus der DDR mittels eines Ballons.  Der Film beruht auf tatsächlichen Vorgängen aus dem Jahr 1979. Auf der Internet-Seite des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR werden aktuell dazu die Hintergründe in einer lesenswerten Darstellung auf der Grundlage der im BStU befindlichen Akten erläutert.

Ausstellung zur Geschichte des Schlosspark Theaters im Steglitz-Museum

Eine gut kuratierte Ausstellung im Steglitz-Museum wirft einen interessanten Blick auf die Theatergeschichte  im Berliner Südwesten. Seit bald hundert Jahren  gibt es am Ende der dortigen Schloßstraße das Schlosspark Theater.  Und bereits am 24. Juni 1840 war nicht weit entfernt an der neu gebauten Eisenbahnstrecke nach Potsdam  das „Concessionierte Theater“ eröffnet worden, um der neuen Bahnstrecke mehr Fahrgäste zu verschaffen. Theaterkarten bekam man nur, wenn man auch eine Fahrkarte vorweisen konnte.
Das Schlosspark Theater konnte bereits kurz nach seiner Eröffnung große Erfolge feiern. Seine Glanzzeit erlebte es jedoch nach 1945, als dort unter der Leitung von Boleslaw Barlog Schauspieler wie Hildegard Knef, Martin Held, Klaus Kinski, Marianne Hoppe, Peter Ustinov oder Bernhard Minetti auftraten. Seit wenigen Jahren hat Dieter Hallervorden die Bühne übernommen und wieder belebt.
In der Ausstellung wird nun die ganze Geschichte in sieben Räumen des Steglitz Museums erzählt, mit Fotos, Dokumenten, Requisiten und Kostümen sowie Medienstationen mit Filmen von Aufführungen, Theatertreffen und Interviews.

bis 30. Juni 2019
Mein Schlosspark Theater
Steglitz-Museum,
Drakestraße 64A
12205 Berlin
Di–Fr, So 15 bis 18 Uhr

Ab heute Anmeldung zum 2. Berliner Archivtag möglich

Am 20. November 2018 findet in der Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin, der 2. Berliner Landesarchivtag statt. Mit dem Rahmenthema der Konferenz „Analog zur Wirklichkeit – Mediale Quellen in Archiven“ wird die audiovisuelle Überlieferung in den Blick genommen.
Seit heute ist die Tagungswebsite online und die Anmeldung möglich. Aber auch hier im Blog gibt es auf der Seite Berliner Archivtage die entsprechenden Hinweise.
Der Tagungsflyer mit dem vollständigen Programm bietet weitere Informationen zu Themen und Vortragenden. Anmelden kann man sich bis zum 2. November 2018 mit diesem Anmeldeformular.