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„Das Gedächtnis des Sports stärken – den sporthistorischen Diskurs fördern“

Bericht über das 12. DAGS-Symposium vom 30. September bis 2. Oktober 2025 beim Landessportbund Berlin:

Die Gründung des Museums für Leibesübungen vor 100 Jahren war der Anlass für das 12. Symposium der Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen (DAGS) e.V.. Veranstalter waren neben der DAGS das Forum für Sportgeschichte – Förderverein für das Sportmuseum Berlin e.V. (FoS), der Landessportbund (LSB) Berlin sowie als Förderer die Stiftung Hollstein.

Das 1925 von Erich Mindt im Berliner Schloss eingerichtete Museum für Leibesübungen war das erste nationale Sportmuseum in Deutschland, in dessen Nachfolge sich das heute im Deutschen Sportforum beheimatete Deutsche Sportmuseum sieht. Es war aber auch Vorläufer des in Köln am Rheinufer angesiedelten Deutschen Sport- und Olympiamuseums. Die Leiter beider Einrichtungen berichteten auf der Tagung über ihre sportmuseale Arbeit, über die gesammelten und ausgestellten Objekte und ihre Konzepte, Ziele und Wege, mit denen sie Sportgeschichte lebendig und einem breiten Publikum nahezubringen versuchen. Neben diesen zentralen Sportmuseen gibt es inzwischen eine Vielzahl von regionalen und lokalen Sportmuseen, Ausstellungen von Vereinen und Verbänden sowie Organisationen zur Sportgeschichte wie das Niedersächsische Institut für Sportgeschichte e.V. oder das Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V., die sich in Zusammenarbeit mit Sportorganisationen, aber auch Kultureinrichtungen wie staatlichen Archiven, Bibliotheken, öffentlichen Museen und nicht zuletzt auch privaten Sammlungen und Antiquariaten darum bemühen, das „Gedächtnis des Sports“ zu stärken. Die Dachorganisation des deutschen Sports bzw. der in Vereinen und Verbänden in Deutschland organisierten Sportbewegung, der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte vor fast 20 Jahren dieses Motto – „Gedächtnis des Sports“ – erfunden, hat aber selbst nichts Wesentliches beigetragen, um es auch zu stärken. Dies wurde nun in Berlin beim 12. DAGS-Symposium getan, auf dem Vertreterinnen und Vertreter aller wesentlichen Akteure der musealen und archivalischen Arbeit zur Sportgeschichte berichteten und miteinander ins Gespräch kamen.

Neben den interessanten Vorträgen und Diskussionen im Coubertin-Saal des Manfred von Richthofen-Hauses des LSB Berlin trugen die Exkursionen und Führungen zu einigen zentralen sporthistorischen Orten Berlins wesentlich zur Kontaktpflege bei: der Rundgang durch das Deutsche Sportforum im Olympiagelände, der Besuch des Wassersportmuseums in Berlin-Grünau, die Führung durch das Humboldt-Forum in Berlin, wo einst im Berliner Schloss das Museum für Leibesübungen untergebracht war, und nicht zuletzt der Besuch der Max-Schmeling-Halle in Berlin, die aus Anlass der Bewerbung Berlins für die Olympischen Spiele in Berlin 2000 geplant und gebaut wurde.

Der Begriff des Sports ist ebenso offen wie die Begriffe Museen, Ausstellungen, Archive und Sammlungen. Sie alle liefern die Grundlage für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Kulturgut Sport. In den Geschichtswissenschaften ist das Thema Sport inzwischen zwar angekommen, aber leider scheint sich die Sportwissenschaft selbst, deren Aufgabe die Analyse und Reflexion des Phänomens Sports ist, kaum für dessen Geschichte zu interessieren. Während noch zu Zeiten des Kalten Krieges zahlreiche Professuren für Sportgeschichte in Ost- und Westdeutschland von Staats wegen ausgestattet waren, sind diese im vereinten Deutschland bis auf eine Professur an der Deutschen Sporthochschule Köln alle verschwunden.

Das Symposium stand unter dem Motto „Das Gedächtnis des Sports stärken – den sporthistorischen Diskurs fördern“. Diesem Ziel sieht sich die DAGS als Dachorganisation von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen besonders verpflichtet. In Berlin ging es darum, sich über die Arbeit der jeweiligen Einrichtungen auszutauschen und Kontakte zu vertiefen, um am Ende dazu beizutragen, dass der Sport, wie er sich in seinen vielfältigen Inhalten und Erscheinungen entwickelt hat, als ein gesellschaftliches und kulturelles Phänomen unserer Zeit wahrgenommen und anerkannt wird.

Das Programm verdeutlichte die Breite und Vielfalt, aber auch die Heterogenität, der sportkulturellen und sporthistorischen Szene. Alle Referentinnen und Referenten sowie die Veranstalter und Ausrichter waren sich einig, dass der in Berlin geführte Diskurs zur Sportgeschichte fortgeführt und intensiviert werden muss, um die kulturelle, gesellschaftliche und auch politische Bedeutung des Sports in der „klassischen Moderne“, wie es in einem Vortrag hieß, noch deutlicher ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Den Veranstaltern des Forums für Sportgeschichte um Martina Behrendt und Gerd Steins sowie dem Landessportbund Berlin ist neben den Referentinnen und Referenten besonders für die gelungene Planung und Durchführung des 12. DAGS-Symposiums zu danken.

Prof. i.R. Dr. Michael Krüger

Basketball feat. Tanzsport

Mit Spieler-Legende Henning Harnisch (heute ALBA-Vizepräsident) und Projektmitarbeiter Conrad Ziesch durfte Dirk Ullmann (ehrenamtlicher Archivar des Berliner Landestanzsportverbandes) am 20. Oktober 2025 in der Max-Schmeling-Halle zwei Protagonisten des “28.15 Basketball Museums” von ALBA BERLIN begrüßen. Der Blick ins Tanzsportarchiv sowie die anschließende Führung durch zwei Foto-Ausstellungen rundeten einen konstruktiven wie kurzweiligen Nachmittag ab. Dem ersten archivfachlichen Austausch sollen in absehbarer Zeit weitere Treffen folgen. Der ungewöhnliche, aber einprägsame Museumsname „28.15“ weist übrigens auf die international standardisierten Maße eines Basketballfeldes hin. Fans der Geschichte des ALBA BERLIN Basketballteams können sich im eigenen Instagram-Kanal über das laufende Museumsprojekt informieren.

Conrad Ziesch, Dirk Ullmann und Henning Harnisch (v. l.), Foto: Archiv des LTV Berlin

12. DAGS-Symposium vom 30.9. bis 2.10.2025 in Berlin: „Das Gedächtnis des Sports stärken – den sporthistorischen Diskurs fördern“

Vor 100 Jahren wurde in der damaligen Reichshauptstadt das „Museum für Leibesübungen zu Berlin“ gegründet. Die Initiatoren wiesen den materiellen Überlieferungen des Sports wie der Sport-Kunst erstmals Kulturgut-Charakter zu. Gleichzeitig erkannten sie Wissensvermittlung und Bildung über Sport bzw. Leibesübungen als wichtige Aufgaben. Das Symposium nähert sich der Frage, wie weit Deutschland heute bei der Bewahrung seiner Sportüberlieferung als Basis für die sporthistorische Forschung und als Voraussetzung für eine vielgestaltige wie attraktive Bildungsarbeit vorangekommen ist. Im Mittelpunkt steht die große Bandbreite sportbezogener Archive, Bibliotheken, Museen und Sammlungen mit all ihren Herausforderungen, flankiert von einem interdisziplinären Erfahrungsaustausch zum vielfältigen Spektrum der Vermittlungsarbeit.

Veranstalter des sporthistorischen Symposiums sind das Forum für Sportgeschichte – Fördererverein  für das Sportmuseum Berlin e.V. (FoS), die Deutsche Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen e.V. (DAGS) sowie der Landessportbund Berlin (LSB).

Das Tagungsprogramm mit Anmeldeformular ist hier verfügbar.

Weitere Informationen gibt es ebenso auf der DAGS-Webseite: https://www.dags-ev.de.

Podcast zur Geschichte des Landestanzsportverbandes Berlin e.V.

Zum 70jährigen Bestehen des Landestanzsportverbandes Berlin e.V. lädt der ehrenamtliche Archivbeauftragte Dirk Ullmann monatlich zur entspannten Plauderei rund um die Geschichte des hauptstädtischen Tanzsports und damit zum indirekten Blick ins Verbandsarchiv ein. Die Spannbreite seiner Gäste reicht von aktiven wie ehemaligen Tänzern über Tanzsportfunktionäre bis hin zu Persönlichkeiten der Berliner Sportmetropole. Ebenso kommt mit Dr. Jutta Braun eine Sporthistorikerin zu Wort, die als externe Expertin auf den Tanzsport blickt. Bislang sind vier Folgen mit Franz Allert (Ehrenpräsident des Berliner wie Deutschen Tanzsportverbandes), Annalena Franke u. Vinzent Gollmann (Tanzsportjugend), Thomas Härtel (Präsident des Landessportbundes) sowie Deutschlands bester Breakerin Jilou (zweifache WM-Dritte) online. Weitere schon aufgenommene Interviews (u. a. mit Formationsweltmeister Axel Zechlin oder Rock’n’Roll-Trainer Peter Herrmann) stehen in Kürze zur Verfügung. Alle Folgen werden über mehrere Streamingdienste bereitgestellt. Hier geht es zum Trailer: https://www.ltv-berlin.de/de/aktuell/news/beitrag/ankuendigung-jubilaeumspodcast.

Neue Ausstellung des Archivs der Berliner Philharmonie

In Erinnerung an den kürzlich verstorbenen Seiji Ozawa (1.9.1935 – 6.2.2024) und seine 50jährige Verbundenheit mit der Berliner Philharmonie sind vom Archiv beeindruckende Exponate mit einem erläuternden Text von Dr. Nicole Restle zusammengestellt worden. Die kleine Ausstellung im Südfoyer des Scharoun-Baus kann vor Konzertbeginn oder während der Konzertpause besichtigt werden.

Der weltbekannte japanische Dirigent Seiji Ozawa gab nahezu zeitgleich mit Claudio Abbado sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern. Beide waren Entdeckungen Herbert v. Karajans. Der als „Hunderttausend-Volt-Dirigent“ bekannte Ozawa wurde 2016 von den Berliner Philharmonikern anlässlich des 50jährigen Jubiläums ihrer Zusammenarbeit zum Ehrenmitglied ernannt.

Wer darüber hinaus mehr über das Archiv der Berliner Philharmoniker sowie deren langjährige ehrenamtliche Betreuerin Jutta March erfahren möchte, kann dies mit dem online verfügbaren Beitrag „Giftzwerge, bockspringende Philharmoniker und andere Schätze“ tun.

https://berliner-philharmoniker.de/stories/archiv-der-berliner-philharmoniker/

Zum Gedenken an Siegward Lönnendonker (18.4.1939 – 3.9.2022)

In der aktuellen Ausgabe der „Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat“ (50/2023, S. 149 – 151) erinnert Jochen Staadt an den im September 2022 verstorbenen Gründer des sogenannten APO-Archivs. Seit Mitte der 1960er Jahre sammelte Siegward Lönnendonker Flugblätter von den Mensa-Tischen der Freien Universität Berlin. Damit legte er den Grundstock eines Archivs an, das sich später zu einer historisch einzigartigen Überlieferung zur 68er Studentenbewegung resp. Außerparlamentarischen Opposition entwickelte. Heute bildet diese Sammlung ein eigenes Archiv im FU-Universitätsarchiv. Ein seinerzeitiger Nachruf der Archivleiterin Birgit Rehse ist hier erschienen: https://www.fu-berlin.de/sites/uniarchiv/fugeschichte/archivschaufenster/Loennendonker/index.html.

Gedenk-Website zum Sportfotografen Heinrich von der Becke (1913 – 1997)

Der Berliner Heinrich von der Becke (1913 – 1997) gilt unbestritten bis heute zu den profiliertesten Sportfotografen. Anlässlich seines 110. Geburtstages macht der in Halle (Westfalen) lebende Sohn Ludwig etwa 400 bedeutende Sportfotografien seines Vaters im Internet zugänglich (www.vonderbecke.de). Überdies sind lesenswerte Beiträge über Leben und Werk Heinrich von der Beckes (u. a. aus der Feder des renommierten Berliner Sporthistorikers Manfred Nippe) hinterlegt. Als akkreditierter Fotograf nahm er an 15 Olympischen Sommer- und Winterspielen sowie unzähligen weiteren herausragenden Sportveranstaltungen teil. Das fotografische Vermächtnis Heinrich von der Beckes setzt sich aus etwa 1,2 Millionen Negativen sowie ca. 65.000 s/w-Abzügen zusammen. Der Nachlass wird im Sportmuseum Berlin verwahrt. Eine Rezension hat Detlef Kuhlmann in der “DOSB-PRESSE. Der Artikel- und Informationsdienst des Deutschen Olympischen Sportbundes” Nr. 20 vom 16. Mai 2023 (S. 27f.) verfasst.

„Gläserne“ Tanzgeschichte nun digital

Durch eine Schenkung des Archivs des Dokumentationszentrums Flucht, Vertreibung, Versöhnung der gleichnamigen Bundestiftung kamen im August 2022 69 Glasplatten (überwiegend Glaspositive) mit einzigartigen tanzgeschichtlichen Motiven ins Archiv des Landestanzsportverbandes Berlin. Sie waren lange Jahre Bestandteil der Sammlung der Stiftung Deutschlandhaus, die sich bis 1999 am heutigen Standort des Dokumentationszentrums befand. Diese Glasplatten bildeten – gemäß der handschriftlichen Beschriftung auf dem ursprünglichen Karton – die illustrierte Grundlage eines Vortrages von Elsa Schwahn mit dem Titel „Der Tanz im Wandel der Zeiten“. Bislang ist über das Leben der Referentin wenig bekannt. Nachweisbar sind lediglich einige Beiträge in den Zeitschriften „Der Tanz“ bzw. „Die elegante Dame“ aus den 1930er Jahren. Zeitlich eingrenzen lässt sich die vorliegende Glasplatten-Sammlung gemäß Poststempel auf den 13. Oktober 1946. Deren ursprüngliche Provenienz scheint das Institut für wissenschaftliche Projektion in Berlin (Universitätsstraße 36) gewesen zu sein. Ein Archiv-Dienstleister aus dem Berliner Umland übernahm im September 2022 die fachgerechte Verpackung der 10 x 8,5 cm großen Glasplatten, während das Mannheimer Partner-Unternehmen den Bestand digitalisierte. Das Archiv des Dokumentationszentrums Flucht, Vertreibung, Versöhnung kann nun ebenso auf die Digitalisate zugreifen.

„Archivkultur. Bausteine zu ihrer Begründung“

Der Leiter des Archivs der Universität der Künste Berlin, Dr. Dietmar Schenk, hat nach seiner „Kleinen Theorie des Archivs“ (2. überarbeitete Aufl. 2014) eine weitere archivwissenschaftliche Abhandlung im Franz Steiner Verlag vorgelegt. Sie trägt den Titel „Archivkultur. Bausteine zu ihrer Begründung“.

Im Verlagsprospekt heißt es:

„Dietmar Schenk misst den Erfahrungs- und Handlungsspielraum des Archivierens in seiner ganzen Weite aus. Dabei finden neben den institutionellen Archiven auch die zahlreichen, eher kleinen persönlichen Archive Beachtung, in denen Spuren vergangenen Lebens wie Briefe, Tagebücher und Fotoalben bewahrt werden. Außerdem fragt Schenk, was eine ‚gute‘ Praxis des Archivierens ausmacht. Denn Archivkultur ist eine Wirklichkeit, verbindet sich aber auch mit einem Anspruch.“

ISBN 978-3-515-13164-3 kartoniert, 2022, 214 Seiten, 42 €

https://usercontent.one/wp/www.berlinerarchive.de/wp-content/uploads/2022/08/Archivkultur.pdf

Ebenso machte Dietmar Schenk 2018 die originalen Manuskripte von Adolf Brenneke (1875 – 1946) unter dem Titel „Gestalten des Archivs. Nachgelassene Schriften zur Archivwissenschaft“ zugänglich.

https://hup.sub.uni-hamburg.de/oa-pub/catalog/book/159

Fünf weitere Berliner Archive vernetzen sich zur Notfallvorsorge – Bericht zum ersten Treffen

Das Archiv der DDR-Opposition der Robert-Havemann-Gesellschaft lud am 6. Juli 2022 Kolleginnen und Kollegen vier nichtstaatlicher Häuser (Archiv der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung, Archiv für Diakonie und Entwicklung, Archiv Grünes Gedächtnis der Heinrich-Böll-Stiftung und Archiv des Schwulen Museums) zum ersten Gedankenaustausch „Planung eines Notfallverbundes“ in die Ruschestraße 103. Eine entsprechende Initiative liegt schon über zwei Jahre zurück. Aufgrund der pandemischen Lage mussten jedoch mehrere organisatorische Anläufe genommen werden. Freilich ist dies nicht der erste Notfallverbund-Ansatz in der Bundeshauptstadt. So existiert neben zwei Notfallverbünden („Berlin-Brandenburg“, „Kulturgut des Landesverbandes der Museen Berlin e.V.“) seit 2018 eine „Notfallgruppe Berliner Archive“, bestehend aus dem Archiv des Katholischen Militärbischofs, den Universitätsarchiven der Freien Universität sowie der Technischen Universität Berlin, dem Archiv der Max-Planck-Gesellschaft und dem Archiv der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Doch zurück zur neuen, organisatorisch noch am Anfang stehenden Allianz: Rebecca Hernandez Garcia, Leiterin des Archivs der DDR-Opposition der Robert-Havemann-Gesellschaft, führte zunächst gemeinsam mit Christoph Stamm die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch verschiedene Etagen und Räume des Archivs, um gleich den praktischen Eindruck vor Ort zu vermitteln. Anschließend gab es einen dreistündigen Austausch. Im Mittelpunkt stand die Präsentation und Diskussion von Fragebögen. Sie beinhalteten allgemeine Informationen zu den beteiligten fünf Archiven, deren Lage, Struktur und Ausstattung, Angaben zu Beständen und bereits vorhandene Vorsichtsmaßnahmen (bspw. Notfallboxen, Thermohygrometer oder Notfallpläne).

Wie geht es nun weiter? Das Archiv für Diakonie und Entwicklung wird am 8. November 2022 das zweite Treffen veranstalten. Die Palette der in der Diskussion angesprochenen Themen bietet genügend Anknüpfungspunkte. Spannend bleibt in diesem Zusammenhang die grundsätzliche Frage, wie sich Notfallverbände aufstellen sollten, d. h. nach geografischem oder inhaltlichem Bezug.