Weitere Zeitzeugen-Videos zum Holocaust zugänglich

Ab sofort können an der Freien Universität Zeitzeugen-Videos des Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies  eingesehen werden, wie der Focus vor einiger Zeit berichtete. . Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können für ihre Recherchen an einem eigens  dafür in der Universitätsbibliothek bereitgestellten Arbeitsplatz einen neuen Zugang zur Yale University nutzen, wo das Archiv eingerichtet worden war. Damit wird eine weitere wichtige Quelle zur Erforschung des Holocaust zugänglich. Bereits seit einigen Jahren können an der Freien Universität das vom US-Regisseur Steven Spielberg ins Leben gerufene Visual History Archive der USC Shoah Foundation, das Interview-Archiv Zwangsarbeit 1939-1945 sowie das Archiv Refugee Voices eingesehen werden.

Das Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies der Yale University gilt als Wegbereiter der videografierten Oral History. Die Sammlung wurde 1979 begonnen und  umfasst heute rund 4.500 Interviews mit Überlebenden des Holocaust mit einer Gesamtdauer von über 12.000 Stunden.

Automatisierte Rekonstruktion von Stasi-Akten vorerst gestoppt

Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn hat das Pilotprojekt zur automatisierten Rekonstruktion von zerrissenen Stasi-Akten vorerst gestoppt.
Im Herbst 1989 hatten Mitarbeiter der Staatssicherheit begonnen, Akten zu vernichten. Weil die vorhandenen Feuchtschredder dafür nicht ausreichten, wurden viele Akten einfach zerrissen und in gut 16.000 Säcken gesammelt. Seit Jahren wird versucht, den Inhalt dieser Säcke wieder lesbar zu machen. Das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik hat inzwischen eine Software entwickelt, die das Ganze virtuell erledigen könnte. Das Programm setzt vorab gescannte Papierfragmente automatisiert zu vollständigen Seiten zusammen und funktioniert seit vier Jahren einwandfrei. Doch nun stellte sich heraus, dass die derzeit exisitierenden Scanner die Millionen an Schnipseln nicht vollautomatisch verarbeiten können. Diese müssen daher per Hand eingelegt werden, was enorm personal- und kostenintensiv ist. Daher wurde das Projekt vorerst gestoppt, bis entsprechende Scanner auf dem Markt sind und mehr Geld bewilligt wird.
Zum Vergleich: Seit dem Start des Projektes 2007 ist der Inhalt von 23 Säcken virtuell rekonstruiert worden, das sind etwa 91.000 Seiten. Händisch dagegen wurden seit 1995 von Mitarbeitern der BStU 500 Säcke zusammengepuzzelt, etwa 1,6 Millionen Seiten. Diese Tätigkeit wurde inzwischen aber auch eingestellt.
Die DPA-Meldung wurde unter anderem vom Tagesspiegel und der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht.

Archiv des Ethnologischen Museums wird digitalisiert

Mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft soll das historische Archiv im Ethnologischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin digitalisiert werden. Nach Angaben der SMB handelt es sich dabei um Unterlagen zu den größten Sammlungen ethnologischer Kunst- und Kulturobjekte im deutschsprachigen Raum ab 1830, darunter ca. 1300 Akten. Die digitalen Abbilder sollen künftig – ein Termin wurde nicht genannt – über die Deutsche Digitale Bibliothek zugänglich gemacht werden.

PM der Staatlichen Museen v.19.12.2017.

Kalender mit Plakatmotiven aus dem Archiv der Akademie der Künste erschienen

Rechtzeitig vor Weihnachten ist ein Kalender mit Plakatmotiven aus dem Archiv der Akademie der Künste erschienen und wird überall im Handel angeboten. Zwölf Motive aus der insgesamt über 50.000 Stücke umfassenden Plakatsammlung der Akademie der Künste bieten unterhaltsame Einblicke in die wunderbare, witzige und wirksame Welt der DDR-Werbegrafik der 1950er Jahre. Auf überraschende , originelle und effektive Weise wurde damals in der Planwirtschaft für eine doch sehr überschaubare Produktpalette geworben.

Reinhard-Lakomy-Archiv soll eingerichtet werden

Monika Ehrhardt-Lakomy, die Autorin und Witwe des 2013 verstorbenen Liedermachers Reinhard Lakomy, will für ihn ein Archiv einrichten. Grundlage des Traumzauberbaum-Archivs, das in ihrem Wohnhaus entstehen soll, bilden die hinterlassenen Partituren, Fotos, Briefe und verschiedenste Devotionalien. Ehrhardt-Lakomy sieht als Nutzer vor allem Musikstudenten, die dort auch übernachten könnten, und so dem Archiv den Charakter eines lebendigen Archivs geben sollen.
Das Künstlerpaar hat gemeinsam 350 Lieder vor allem für Kinder geschaffen. Zu ihren bekannten Werken zählt das Hörspiel „Traumzauberbaum“ (1980). Lakomy war einer der bekanntesten Komponisten in der DDR. Neben beliebten Kinderlieder schuf er über 200 Film- und Ballettmusiken, elektronische Musik und Rockballaden. Als Jazzer gehörte er zu den Mitbegründern des Günther-Fischer-Quartetts.
Die Märkische Oderzeitung und die Voksstimme berichteten darüber.

Domarchiv geht online

Die Onlinerecherche – der Schlüssel zu den Beständen des Domarchivs

Zum Tag des heiligen Nikolaus bietet das Domarchiv Berlin – Archiv der Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin – erstmals die Onlinerecherche an. Unter www.domarchiv-berlin.findbuch.net stehen die Erschließungsangaben zu den Unterlagen der erschlossenen Bestände zur Verfügung. So kann nun Archivgut strukturiert über den Navigationsbaum oder über die Volltextsuche (einfach oder erweitert) ermittelt werden. Domarchiv geht online weiterlesen

Website zum 9. TAG DER ARCHIVE online

Die Website zum 9. TAG DER ARCHIVE am 3. und 4. März 2018 ist nun vollständig online. Unter www.tagderarchive.de gibt es einen Pool mit Vorschlägen und Anregungen zu möglichen Themen und Veranstaltungsformaten für den bundesweit durchgeführten Tag.

Außerdem können diverse Plakat- und Flyervorlagen in verschiedenen Formaten heruntergeladen werden, um die eigene Veranstaltung zu bewerben. Natürlich gibt es auch eine Veranstaltungsübersicht, wo die eigene Veranstaltung und das Programm eingetragen werden können. Also mitmachen und unbedingt registrieren!