Seit 1884 verbindet die „Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg“ Gesellschaft und Wissenschaft mit dem Ziel, die Geschichte der Metropolregion Berlin-Brandenburg zu erkunden, zu erforschen und zu vermitteln. Als gemeinnütziger Verein mit Sitz in der Bundeshauptstadt stehen seine Aktivitäten allen Interessierten offen – Mitgliedern wie Bürgerinnen und Bürgern gleichermaßen. Nun hat die Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin der Vereinigung zum 31. Dezember 2027 den seit 1954 bestehenden Mietvertrag gekündigt. Archiv, Bibliothek und Veranstaltungsort sind damit gefährdet. Gesucht werden neben einem Veranstaltungsraum geeignete Bibliotheks- und Archivmagazine mit ca. 350 m². Zum Sammlungsprofil zählen u. a. 150 Nachlässe bedeutender Forscherinnen und Forscher sowie eine wissenschaftliche Spezialbibliothek mit über 80.000 Nachweisen. Weitere Informationen zu dieser unerwarteten wie enormen Herausforderung sind hier hinterlegt.
Mauergedenken: Landesarchiv zeigt Unbekanntes

Am 07.08.2026 ab 18.00 Uhr zeigt das Landesarchiv Berlin anlässlich des 65. Jahrestags des Mauerbaus unter dem Titel „Grenzgeschichten“ Ausschnitte aus seiner Filmsammlung, darunter bislang unveröffentlichte Aufnahmen:
Grenzgeschichten – Landesarchiv Berlinhttps://landesarchiv-berlin.de/grenzgeschichten
Beschäftigte im Interview
Wie arbeitet eigentlich das Bundesarchiv? Vor allem aber: Wer arbeitet im Bundesarchiv und was genau ist die Tätigkeit? Dieser Frage geht der Newsletter des Bundesarchivs nach, in dem regelmäßig Mitarbeitende vorgestellt werden und in einem Interview über ihre Arbeit und ihre Aufgaben berichten. Bislang gab es so u. a. Gespräche mit der Fotorestauratorin Claudia Caserta-Metzner, dem Filmarchivar Florian Höhensteiger und Sabine Herrmann, die die Archivarsausbildung für den dualen Studiengang (Anwärter) sowie die postgradualen Studien (Referendare) koordiniert: https://www.bundesarchiv.de/presse-und-medien/einblicke-in-unsere-arbeit-beschaeftigte-im-interview
Vom Ehrenamt im Sportarchiv
Seit 2012 betreue ich ehrenamtlich das Archiv des Berliner Landestanzsportverbandes. Nun hat unser Medienpartner SPORTFANAT einen Kurzfilm über meine Tätigkeit im Sportarchiv produziert. Herzlichen Dank an Johannes Heine! Ich wünsche viel Vergnügen!
Campus-Kino auch 2026
Vom 3. bis 27. August 2026 verwandelt sich der Innenhof der Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie erneut in ein Open-Air-Kino. Vier Wochen lang werden dort ausgewählte Filme rund um die Themen DDR-Geschichte, Staatssicherheit, Widerstand und Aufarbeitung gezeigt. Ob Kinoneuheiten wie „Wilma will mehr“, Filmklassiker wie „Good bye, Lenin!“ oder Kultfilme wie „flüstern & SCHREIEN“ – auch 2026 stehen wieder zahlreiche filmische Highlights auf dem Spielplan. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Beratungen zur Einsicht in Stasi-Unterlagen, Ausstellungs- und Archivführungen sowie Filmgesprächen vertieft die filmischen Eindrücke.
Der Eintritt ist frei. Alle Termine und Detailsgibt es unter www.bundesarchiv.de/campus-kino.
„Wir machen einen Schatz für die Forschung nutzbar“ -Interview mit Birgit Rehse
Birgit Rehse leitet seit fast 20 Jahren das Universitätsarchiv der Freien Universität Berlin. In einem Gespräch mit dem Online-Magazin der Freien Universität „campus.intern“ gibt sie einen Einblick in die Arbeit des Universitätsarchivs. Sie erzählt über Herkunft und Ordnung von Beständen, eine gewisse Ehrfurcht bei der Arbeit und ein schönes Nebenprodukt. Hier geht es zum Interview.
Ein Archiv für Techno-Clubs
Viele der einst bekannten Berliner Techno-Clubs sind inzwischen verschwunden. Andere werden in den nächsten Jahren folgen. Mit jeder Schließung geht ein Stück des Weltkulturerbes Techno verloren. Ein Projekt von Studierenden der Technischen Universität Berlin unter Leitung Steffen Lepas möchte die Erinnerung daran bewahren und diese Kulturorte virtuell erlebbar machen. Sie haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sie die Clubs optisch und akustisch rekonstruieren können, indem sie diese vermessen. rbb-online war meiner dieser Vermessung dabei. Hier geht zum Bericht.
Verdi macht sich für das Bundesarchiv stark
Unter dem Motto „Aufarbeitung ist kein Sparposten“ macht Verdi auf die Unterfinanzierung im Bundesarchiv aufmerksam.
Bundesarchiv startet die Online-Audio-Edition „Töne der Repression“

Am 17. Juni 2026 startet das Bundesarchiv die Online-Audio-Edition „Töne der Repression“. Damit macht das Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv erstmals Tonaufnahmen aus Spionageprozessen der DDR systematisch zugänglich.
Die Aufzeichnungen geben Einblick in Abläufe politischer Strafjustiz. Damit dokumentieren sie nicht nur Inhalte, sondern auch Sprache, Tonfall und Dynamiken im Gerichtssaal. Die Aufnahmen eröffnen so neue Perspektiven auf die Inszenierung von Gerichtsprozessen und die Arbeit der Geheimdienste im Kalten Krieg. Der Start erfolgt öffentlich am 17. Juni 2026 mit der Vorstellung des Projekts und einer Diskussion.
Programm:
– Begrüßung durch Prof. Dr. Michael Hollmann (Präsident Bundesarchiv)
– Vorstellung der Online Audio Edition und Podiums gespräch mit Prof. Dr. Daniela Münkel, Dr. Mark Laux und Dr. Ronald Funke (Bundesarchiv – Stasi Unterlagen-Archiv) moderiert von Korbinian Frenzel (Deutschlandfunk).
Im Anschluss gibt es einen kleinen Empfang.
Anmeldung bitte unter campus@bundesarchiv.de oder 030-186656770.
17. Juni 2026, 17:30 Uhr
Bundesarchiv, Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Ruschestraße 103, Haus 22, 10365 Berlin
Nächste Veranstaltung BBFSofa am 17.6.2026
Anlässlich ihres 150-jährigen Jubiläums hat die BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF die neue Veranstaltungsreihe „BBFSofa“ gestartet und lädt herzlich zu anregenden Gesprächen in informellem Rahmen ein. An fünf Mittwochabenden, jeweils um 18:30 Uhr, stehen spannende, zentrale und auch überraschende Themen aus der Bildungsgeschichte sowie aus der Arbeit der BBF auf dem Programm. Expertinnen und Experten sowie Gäste aus unterschiedlichen Bereichen bringen dabei ihre verschiedenen Perspektiven ein und eröffnen neue Blickwinkel. Jeder Abend beginnt mit einer etwa einstündigen Präsentation. Im Anschluss ist Zeit für Fragen, Diskussionen und persönlichen Austausch – bei kleinen Snacks und Getränken in entspannter Runde.
Am 17. Juni 2026 findet die dritte Veranstaltung von 18:30 bis 21:00 in der BBF statt. Thema ist diesmal: History in Context: Schulwissen sammeln und verbreiten. Schulmuseen im 19. Jahrhundert. Als Berliner Lehrer im Jahr 1876 ihre Vorgängereinrichtung – das Deutsche Schulmuseum – gründeten, schufen sie keinen neuartigen Ort, sondern sie folgten einem europäischen, wenn nicht globalen Trend: So gab es um 1900 weltweit fast hundert Schulmuseen und Lehrmittelausstellungen. Am Beispiel des Deutschen Schulmuseums und des Niederländischen Schulmuseums in Amsterdam (seit 1877) nehmen Monika Mattes und Jacques Dane das Publikum mit in die Welt des Lehrer-Wissens vor 150 Jahren, als Schulmuseen eine innovative Idee der Wissensorganisation wurden. Sie beleuchten das Phänomen des pädagogischen Sammelfiebers im Zeitalter der Weltausstellungen und fragen nach Ähnlichkeiten und Unterschieden zwischen Berlin und Amsterdam. Im Anschluss freuen wir uns auf Gespräche und Austausch bei Snacks & Getränken.
Um Anmeldung wird gebeten bis zum 15.06.2026 per Email an sekretariat-bbf@dipf.de.
17. Juni 2026, 18:30 bis 21:00 Uhr
BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF
Warschauer Str. 34, 10243 Berlin, 1. OG, Atelier