Workshop E-Mail-Archivierung

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Das 6. Treffen des Arbeitskreises Wissenschaftliche Archive in Berlin fand am 30. November 2016 statt, dieses Mal als ganztägiger Workshop zum Thema E-Mail-Archivierung, der mit 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr gut besucht war. Eingeladen hatten Birgit Seeliger vom Archiv der International Mathematical Union (IMU), wo der Workshop auch stattfand, und Dr. Kristina Starkloff vom Archiv der Max-Planck-Gesellschaft. Gemeinsam gaben sie eine Einführung in das Thema  und stellten Praxis bzw. Planung der E-Mail-Archivierung in ihren Häusern vor.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten ausgiebig Gelegenheit zur Diskussion. Dabei kamen verschiedene Aspekte zur Sprache, die für die Archivierung von E-Mails von Bedeutung sind. Dazu zählte nicht zuletzt, welche Unterschiede bzw. Parallelen zu analogen Archivalien sowie auch zu anderen digitalen Archivaliengattungen etwa hinsichtlich der Archivwürdigkeit bestehen. Besprochen wurden die Problematik, wie Archive Zugang zu E-Mails Dritter erlangen können, die Haltung der jeweiligen Archivträger, mögliche Vorgehensweisen bei der Bewertung sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen, da die in den Mail-Accounts enthaltenen privaten Mails als ein datenschutzrechtliches Problem angesehen werden. Außerdem diskutiert wurden mögliche Strategien, um zukünftig das Problem der E-Mail-Archivierung anzugehen und nicht erst auf die fertige Lösung zu warten.

Das Protokoll und weitere Materialien zur Veranstaltung finden Sie in Kürze hier im Blog auf den Seiten des Arbeitskreises Wissenschaftliche Archive in Berlin.

Rudi Dutschkes Lebenslauf

Ein ausführliches Portrait des Archivs der Freien Universität findet sich im Tagesspiegel vom 05.12.2016. Vorgestellt werden u.a. die Geschichte des 1968 errichteten Archivs, das sich heute auf dem Geo-Campus in Berlin-Lankwitz befindet, und seine Bestände (z.B. Dutschkes Lebenslauf als Teil seiner Bewerbung um einen Studienplatz 1961, der vermutlich aus seiner Studentenakte stammt). Weitere Themen sind Überlieferungsbildung, Bewertung, sowie Bestandserhaltung und Digitalisierung.

Fotografien von Otto Hagemann im Landesarchiv zu sehen

Das Landesarchiv Berlin präsentiert noch bis zum 26. Februar 2017 eine Auswahl aus dem vier Jahrzehnte umfassenden Werk des Architekturfotografen Otto Hagemann (1884 – 1974). Seine zwischen 1905 und 1960 entstandenen Aufnahmen entfalten ein von altdeutscher Vorkriegsszenerie bis zur Nachkriegsmoderne in West-Berlin reichendes Spektrum. Neben den Fotografen Arthur Köster und Max Krajewsky ist er einer der Chronisten des Neuen Bauens. Otto Hagemann zählt damit zu den großen deutschen Architekturfotografen. Fotografien von Otto Hagemann im Landesarchiv zu sehen weiterlesen

Neue Dauerausstellung zur Geschichte des Zoologischen Gartens

Seit kurzem ist im 1871 errichteten Antilopenhaus des Zoologischen Gartens Berlin eine Dauerausstellung zur 172jährigen Geschichte der Einrichtung zu sehen. Die Verantwortlichen sprechen von einer “schwierigen und längst überfälligen Aufgabe”. Die Ausstellung, in deren Mittelpunkt die Zeit des Nationalsozialismus steht, wurde von Clemens Maier-Wolthausen, mit Unterstützung eines wissenschaftlichen Beirates, kuratiert. Nach über einjähriger Recherche präsentiert er eine Vielzahl von Dokumenten aus dem Archiv des Zoos, das im Beitrag der Berliner Zeitung v.01.12.2016 mehrfach als “verstaubt” charakterisiert wird – vielleicht ein Hinweis darauf, dass das Archivgut bislang noch nicht erschlossen und der Öffentlichkeit damit nicht zugänglich war?

Neuerscheinung: Das Berliner Schloss – Geschichte und Archäologie

Bevor die Bauarbeiten für das Humboldt-Forum begannen, war das Areal des ehemaligen Berliner Schlosses in den Jahren 2008 bis 2012 Gegenstand umfangreicher archäologischer Untersuchungen. Michael Malliaris, der Leiter der Ausgrabungen, und Landesarchäologe Matthias Wemhoff präsentieren nun in ihrer Publikation “Das Berliner Schloss – Geschichte und Archäologie” die dabei gesammelten Erkenntnisse. Neben dem 1443 begonnenen Schlossbau wird dabei auch die südlich davon gelegene Dominikanerklosterkirche  (ab 1536 Sitz des Domstifts) behandelt. Eine ausführliche Rezension erschien am 21.11.2016 in der Berliner Zeitung.

Jüdische Frauen im Ersten Weltkrieg

Unter diesem Titel portraitieren die Buchautoren Sabine und Uwe Hank das Leben von Paula Glück (Bürovorsteherin des Verbandes der deutschen Juden), Juliane Herrmann (Krankenschwester im Ersten Weltkrieg), und Helene Meyer (erste Vorsitzende der Kriegshilfskommission der Jüdischen Gemeinde und Vorstandsmitglied des Jüdischen Frauenbundes). Das Buch, das sich vor allem auf die schriftliche Überlieferung im Archiv des Centrum Judaicum stützt, wird von den Autoren, gemeinsam mit dem Herausgeber Hermann Simon, heute, am 24.11.2016, um 18.00 Uhr  in der Katholischen Akademie, Hannoversche Straße 5, vorgestellt (s. Veranstaltungshinweis). Die Publikation erscheint als Band 192 der Reihe “Jüdische Miniaturen” voraussichtlich Anfang 2017. Über Inhalte sowie die Arbeit im Archiv berichtet die Berliner Zeitung v.24.11.2016.

Preis für Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsgeschichte ausgelobt

Das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv lobt nach 2015 zum zweiten Mal den Preis für Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsgeschichte aus.  Das Wirtschaftsarchiv möchte mit dieser Aktion die Erforschung der regionalen Wirtschaftsgeschichte Berlins und Brandenburgs anregen. Zur Teilnahme aufgerufen sind Studenten oder Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen, die sich in wirtschafts-, unternehmens- oder gesellschaftsgeschichtlichen Studien mit dem Thema befassen.  Als Preis winken 500 Euro sowie die Veröffentlichung der prämierten Arbeit. Einsendeschluss ist der 30. April 2017. Die Ausschreibungsunterlagenen finden sich hier. Die Preis wird dann im November 2017 verliehen.
Hervorzuheben: Arbeiten, die Archivquellen auswerten, sind besonders willkommen.

Workshop zur Digitalisierung theatraler Objekte

Die Theaterhistorischen Sammlungen der Freien Universität Berlin beteiligen sich auch in diesem Jahr mit einem Projekt am Digitalisierungsprogramm des Landes Berlin. In erneuter Kooperation mit dem Runden Tisch der Berliner Theaterarchive ist es diesmal das Regiebuch Max Reinhardts zu seiner Inszenierung von „Dantons Tod“ am Deutschen Theater in Berlin 1916.

In diesem Rahmen findet am 15. Dezember 2015 ab 14 Uhr im Hörsaal am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin, Grunewaldstr. 35, 12165 Berlin,
ein Workshop statt. Workshop zur Digitalisierung theatraler Objekte weiterlesen

Weiterbildung mit Zertifikat – Kurse an der FU Berlin

fu-weiterbildungArchive im Informationszeitalter – unter diesem Titel startet ab Januar 2017 das neue Angebot des Weiterbildungszentrums der FU Berlin.

In Kooperation mit dem Fachbereich Informationswissenschaften der Fachhochschule Potsdam wurden zwei- bis dreitägigen Module konzipiert, die Theorie mit Praxisberichten und Übungen verbinden. Das Programm richtet sich an interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Archiven und verwandten Einrichtungen. Erstmals 2008 aufgelegt, wird dieses Weiterbildungsprogramm nun bereits zum fünften Mal angeboten und bietet die Möglichkeit der Zertifizierung.

Diesmal liegen die Schwerpunkte des Programms auf Bestandserhaltung, digitale Archivierung, Urheberrecht und Öffentlichkeitsarbeit. Das Programm kann man hier einsehen. Weitere Informationen und die Ansprechpartner findet man hier. Die Anmeldung ist hier online möglich.

Buchpräsentation im Archiv der Akademie der Künste

baukunst-im-archiv-deutschAm Sonntag, d. 13. November 2016, um 11.00 Uhr, wird im Plenarsaal der Akademie der Künste am Pariser Platz die Neuerscheinung “Baukunst im Archiv” vorgestellt. Die Herausgeberin Eva-Maria Barkhofen präsentiert damit “das erste Überblickswerk über alle im Baukunstarchiv der Akademie der Künste bewahrten Archive und Sammlungen”. Den Schwerpunkt der Überlieferung, die bis ins Ende des 18. Jahrhunderts zurückreicht, bildet die klassische Moderne (Bruno und Max Taut, Hans Scharoun u.a.), aber auch Nachlässe von DDR-Architekten, wie Hermann Henselmann und Heinz Graffunder. Die mit 906 Abbildungen auf 560 Seiten reich bebilderte Publikation wird im Verlag DOM publishers zum Preis von 68 Euro erscheinen (49 Euro im Buchladen der Akademie).

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.