Das Archiv der DVSG entsteht

Im Jahr 2026 jährt sich die Gründung der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e.  V. (DVSG) zum einhundertsten Mal. Der Zweck der DVSG ist die Förderung der Volks- und Berufsbildung, der Wissenschaft und Forschung sowie des öffentlichen Gesundheitswesens.
Im Rahmen der Vorbereitungen auf das Jubiläum kam die Frage nach der Aufarbeitung der Geschichte des Verbandes auf. Allerdings wurden eigene historische Bestände bis vor kurzem nur bedingt systematisch archiviert und nie wirklich erschlossen. Die DVSG hat deswegen das Jubiläum zum Anlass genommen, jetzt diesen Weg zu gehen und damit mögliche Schritte zu einem Archiv vorbereiten und umsetzen zu können. Seit 2020 nimmt sich eine Projektgruppe dieser Aufgabe an. Katrin Blankenburg  und Thomas Golka, die an dem Projekt mitarbeiten,  haben dazu im Frühjahrsheft 2022 der Zeitschrift „Archiv und Wirtschaft“ einen Artikel über die Entstehung des Archivs der DVSG verfasst. Das Archiv der DVSG entsteht weiterlesen

Aufruf zur Beteiligung an einer Umfrage zu Beständen aus SBZ/DDR-Provenienz in Berlin

Archive haben in den vergangenen drei Jahrzehnten eine wesentliche Grundlage für die Erforschung und Aufarbeitung der SED-Diktatur gelegt. Zur Förderung dieser wichtigen Arbeit und zur Unterstützung von Archiven im Land Berlin bei der Bewältigung der Herausforderungen moderner Archivarbeit hat der Berliner Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Facts & Files mit der Erstellung einer Studie beauftragt. Das Vorhaben ist Teil eines übergeordneten Sachstandsberichts zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Land Berlin, der durch den Beschluss des Abgeordnetenhauses von Berlin Aufarbeitung und Folgen der SED-Diktatur evaluieren (Drucksache Nr. 18/0427) vom 6. Juli 2017 initiiert wurde und dessen Umsetzung dem Berliner Aufarbeitungsbeauftragten vom Berliner Senat übertragen wurde (Drucksache Nr. 18/0717). Die von Facts & Files zu erarbeitende Studie zur Archivierung und Dokumentation von Beständen aus SBZ/DDR-Provenienz im Land Berlin im Zeitraum von 1990 bis 2021 widmet sich unter anderem folgenden Fragen:
– Welche Archivbestände (Schriftgut, Fotografien, Plakate, Filme und audiovisuelles Material) aus SBZ/DDR-Provenienz sind in Berliner Archiven vorhanden? Aufruf zur Beteiligung an einer Umfrage zu Beständen aus SBZ/DDR-Provenienz in Berlin weiterlesen

9. Berliner Archiv-Stammtisch am 2. Juni 2022

Am Donnerstag, den 2. Juni 2022, findet um 16 Uhr der 9. Berliner Archiv-Stammtisch im Archiv des Jüdischen Museums, W. Michael Blumenthal Akademie, Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin, und/oder anschließend ab 18:30 Uhr im Ristorante Sale e Tabacchi, Rudi Dutschke Straße 25, 10969 Berlin, statt.

Archivleiter Aubrey Pomerance und sein Team laden zur Entdeckungsreise durch die Geschichte jüdischen Lebens in Berlin ein. Das Archiv des Jüdischen Museums verwahrt zahlreiche Nachlässe, Familiensammlungen und Einzeldokumente, aus denen sich Rückschlüsse auf das Schicksal jüdischer Familien und Einzelpersonen ziehen lassen. Es dokumentiert die jüdische Geschichte in ihrer ganzen Vielfalt, also das religiöse, kulturelle, politische und wirtschaftliche Leben ebenso wie private Geselligkeiten und persönliche Erfahrungen.

Im Anschluss wollen wir uns wieder in lockerer Runde im Ristorante Sale e Tabacchi austauschen. Wir freuen uns über Ihre Beteiligung sowie Anregungen und Fragen. Bei Interesse bitten wir um eine verbindliche Rückmeldung mit Kontaktdaten bis zum 31.5.2022 an: lv-berlin@vda.archiv.net. Bitte geben Sie dabei auch an, ob Sie zur Archivführung, ins Restaurant oder zu beidem kommen wollen.

Die Gruppengröße ist auf 15 Personen beschränkt. Es gelten die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Tragen einer FFP 2-Maske) und 3 G. Bitte führen Sie einen Impf- oder tagesaktuellen Testnachweis mit sich.

Möchten Sie gerne eine Führung im Rahmen des Berliner Archivstammtisches durch Ihr Archiv anbieten, gerne auch als Online-Angebot, wenden Sie Sich bitte an Bianca Welzing-Bräutigam (welzing-braeutigam@landesarchiv.berlin.de) oder Rebecca Hernandez-Garcia (r.garcia@havemann-gesellschaft.de).

34. Archivpädagogik-konferenz in Berlin

Am 10. und 11. Juni 2022 findet in Berlin die 34. Archivpädagogikkonferenz statt. Veranstaltet wird sie vom Arbeitskreis Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit im VdA in Zusammenarbeit mit dem Bundesarchiv/Stasi- Unterlagen-Archiv.
Thema diesmal ist die Veränderung der Bildungs- und Vermittlungsarbeit durch die zunehmende Digitalisierung. Lange Zeit waren auch die Angebote der Archivpädagogik stark vom Potenzial und der Authentizität von Quellen in den Archiven geprägt waren. Doch die Digitalisierung von Archivbeständen begünstigt auch die Entwicklung digitaler Angebote von Archiven für die historisch-politische Bildungsarbeit.
Welche Chancen bietet diese Entwicklung für die Erschließung neuer Lerngruppen? Wie gelingen digitale Bildungsangebote? Wie wirkt sich der „Weg ins Digitale“ auf das Selbstverständnis der Archivpädagoginnen und Archivpädagogen aus? Und welchen Eigenwert bewahren oder gewinnen in der archivbezogenen Bildungsarbeit die Originaldokumente?
Diesen und weiteren Fragen möchte die 34. Archivpädagogikkonferenz 2022 nachgehen. Wie immer versteht sich die Konferenz neben der Diskussion inhaltlicher Fragen auch als Forum, um Kontakte zu knüpfen, eigene Projekte zu planen und Kooperationen vorzubereiten. Sie richtet sich an alle, die in Archiven, Museen, Gedenkstätten und Bibliotheken in der Vermittlung historischer Themen tätig sind, an Lehrerinnen und Lehrer sowie an Studierende der Hochschulen und Universitäten.
Veranstaltungsort ist die Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Normannenstraße 20, 10365 Berlin.
Weitere Informationen, das Programm und das Anmeldeformular gibt es auf der Website www.vda.archiv.net/archivpaedagogen.

Tag der Provenienzforschung 2022

Am 13. April 2022 findet zum vierten Mal der Internationale Tag der Provenienzforschung
statt. Bisher haben über 95 Kultureinrichtungen in Deutschland, Frankreich, den
Niederlanden, Österreich, der Schweiz und den USA ihre Teilnahme angemeldet, darunter auch mehrere Archive und Museen aus Berlin.
In diesem Jahr wird es noch einen Mix aus
Präsenzveranstaltungen und OnlineFormaten geben.
Informationen zu allen Aktionen am und zum Tag der Provenienzforschung finden sich auf
der Webseite des Arbeitskreises Provenienzforschung e. V.:
https://www.arbeitskreis
provenienzforschung.org/veranstaltungen
.

Online-Vortrag zu Transkribus am 3. Mai 2022

Dr. Günter Mühlberger (Leiter des Forschungszentrum Digital Humanities der Universität Innsbruck, Verwaltungsratsvorsitzener READ-COOP SCE) stellt in einer Online-Veranstaltung des Berliner Arbeitskreises Information (BAK) die Handschriftenerkennungs-Plattform Transkribus vor. Anschließend erläutert Dirk Alvermann (Leiter des Universitätsarchivs Greifswald) den Einsatz von Transkribus im Universitätsarchiv Greifswald. Im Rahmen des DFG geförderten Projekts Rechtssprechung im Ostseeraum wurden rund 240.000 Seiten mit Gerichtsakten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert mittels Transkribus erschlossen.
Mit Transkribus können historische Dokumente aller Art automatisch erkannt und bearbeitet werden. Die Plattform wird von tausenden Benutzerinnen und Benutzern weltweit in Forschung und Lehre, Bibliothek und Archiv eingesetzt. Transkribus bietet mittels KI auch die Möglichkeit spezielle Erkennungsmodelle für eigene Dokumente zu trainieren.
Transkribus wird seit 2019 von der Europäischen Genossenschaft READ-COOP SCE  betrieben. Die Grundlagen wurden in einem Horizon 2020 Projekt der Universität Innsbruck geschaffen. Mehr als 100 Institutionen und Privatpersonen aus aller Welt haben sich inzwischen der Genossenschaft angeschlossen, deren Ziel es ist, die Transkribus-Plattform zu betreiben und weiter zu entwickeln.
Der Vortrag findet am 3. Mai 2022 um 18:00 Uhr per Zoom statt. Die Veranstaltung ist kostenlos. Bitte melden Sie sich bis zum 2. Mai 2022 unter bak@ub.tu-berlin.de an.

8. Berliner Archiv-Stammtisch am 7. April 2022

Am Donnerstag, den 7. April 2022, findet um 16:30 Uhr der 8. Berliner Archiv-Stammtisch im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Stresemannstraße 90, 10963 Berlin, und anschließend ab 18:30 Uhr im Restaurant Stadtklause, Bernburger Str. 35, 10963 Berlin http://www.stadtklause.de/index.html statt.

Die Menschen mit ihren Geschichten und Erinnerungen stehen im Zentrum des Zeitzeugenarchivs Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung. Unsere umfassende Sammlung ist der Multiperspektivität verpflichtet und steht der interessierten Öffentlichkeit sowie der Wissenschaft zur Verfügung. Im Archiv werden Dokumente zu den Themen Flucht, Vertreibung und Zwangsmigration gesammelt. Im Mittelpunkt stehen persönliche Zeugnisse Ego-Dokumente. Dazu gehören Fluchtberichte, Tagebücher, Briefe, Heimatchroniken, Ortsdokumentationen, Fotos, Kartenmaterial, Tonaufnahmen, Filme sowie Vor- und Nachlässe.

Im Anschluss wollen wir uns wieder in lockerer Runde im Lokal „Stadtklause“ austauschen. Wir freuen uns über Ihre Beteiligung sowie Anregungen und Fragen. Bei Interesse bitten wir um eine verbindliche Rückmeldung mit Kontaktdaten bis zum 31.3.2022 an lv-berlin@vda.archiv.net.  Die Gruppengröße auf 15 Personen beschränkt. Es gelten die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Tragen einer medizinischen Maske). Bitte beachten Sie, dass an der Führung und dem Restaurantbesuch nur geimpfte, genese oder getestete Personen teilnehmen können.

Möchten Sie gerne eine Führung im Rahmen des Archivstammtisches durch Ihr Archiv anbieten, gerne auch als Online-Angebot, wenden Sie Sich bitte an Bianca Welzing-Bräutigam (welzing-braeutigam@landesarchiv.berlin.de) oder Rebecca Hernandez-Garcia (r.garcia@havemann-gesellschaft.de).

Unterstützung von Archiven in der Ukraine

Die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien und das Auswärtige Amt haben eine Initiative für ein Netzwerk Kulturgutschutz Ukraine gestartet, bei dem ICOM Deutschland als spartenübergreifender Ansprechpartner fungiert. Für das schriftliche Kulturgut hat zunächst die Deutsche Nationalbibliothek die Koordinierung übernommen. In Absprache mit dem VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e. V. wird es dabei vom Bundesarchiv unterstützt, indem dieses die Unterstützungsleistungen von und für Archive koordiniert.
Vornehmlich sollen konkrete Bitten um Unterstützung von Archiven aus der Ukraine entgegen genommen und entsprechende Unterstützung organisiert werden, sofern das Archiv, bei dem das Hilfeersuchen eingegangen ist, dieses nicht selbst übernehmen kann. Im Fokus stehen derzeit Verpackungsmaterial und Schutzkleidung.
Falls in Ihrem Archiv Hilfeersuchen aus der Ukraine eingehen, können Sie diese sehr gerne an das Bundesarchiv übermitteln. Ansprechpartner ist Dr. Niederhut (at1@bundesarchiv.de). Das Bundesarchiv freut sich natürlich auch, falls Verpackungsmaterial und/oder Schutzkleidung in größerem Umfang zur Verfügung gestellt werden kann

Bitte um Unterstützung für den Kulturgutschutz in der Ukraine

Sehr kurzfristig unterstützen wir als Teil eines Teams, das aus einer Initiative des Verbands deutscher Kunsthistoriker entstanden ist, unsere Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine, die in Kultureinrichtungen arbeiten. Sie benötigen dringend verschiedene Dinge/Materialien, um Kulturgut zu schützen, d. h. um Kunstwerke, Bibliotheks- und Archivgut für die Evakuierung vorzubereiten, Plastiken oder Kirchenfenster einzuhausen etc.
Der erste Transport geht voraussichtlich am Montag, 21.3., als Beiladung – zunächst nach Lviv (Lemberg), von dort aus wird ggf. weiterverteilt. Als zentrale Sammelstelle (Mo-Fr 9:30 bis 17:00) für u. g. Materialien dient ab sofort das Archiv der Akademie der Künste, Standort Luisenstr. 60, 10117 Berlin.
Wenn jemand noch etwas von den folgenden Dingen spenden möchte, möge er diese bitte bei Anna Schultz in der Luisenstr. 60 abgeben (gern vorher kurz anmelden: schultz@adk.de; Tel: 030-200574040, insbesondere wenn es sich um größere Lieferungen handelt!).

Gebraucht werden:
– starke Pappen, Kartons, Kästen
– Luftpolsterfolie (sehr wichtig, so viel wie möglich!)
– Paketband, Gaffer-Tape
– Bauschaum
– Holz zur Verschalung von Skulpturen und Fenstern
– Folien (Stretchfolie, Alufolie)
– Museumskarton
– Mineralwolle
– Feuerdecken, Feuerlöscher, Rettungsfolie
– Werkzeug (Hammer, Nägel, Schrauben (verschiedene Größen), Schraubendreher, Akkuschrauber (aufgeladen))
– Powerbanks (möglichst solarbetrieben, bitte unbedingt aufgeladen)
– Taschenlampen und Stirnlampen mit AA-Batterien
– Seile und Schnüre
– Tablet mit Fotofunktion oder Digitalkamera mit SB-Karte und Ladekabel zur Dokumentation

Bitte geben Sie die Spenden sortiert in beschrifteten Kartons ab. Kleidung, Medikamente o. ä. nehmen wir nicht entgegen, da sich unsere Initiative speziell dem Schutz musealer Objekte, von Archiv- und Bibliotheksgut widmet. Wer lieber gezielt Geld spenden möchte, um zur Rettung von Kulturgut beizutragen, dem möchte ich die folgende Adresse empfehlen:
Deutsch-Ukrainische Gesellschaft für Wirtschaft und Wissenschaft
Kennwort: Ukraine-Hilfe/Museen
IBAN: DE49 5519 0000 0653 9900 10
Für eine Spendenquittung vermerken Sie bitte die Adresse auf der Banküberweisung.