Akten deutscher Auslandsvertretungen im Politischen Archiv

Im Politischen Archiv des Auswärtigen Amts (PA AA) werden seit einigen Jahren systematisch die Akten der deutschen Auslandsvertretungen aus der Zeit bis 1945 erschlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die jüngste Zeit konzentrierte sich die wissenschaftliche Benutzung vor allem auf die wichtigeren und weit klarer strukturierten Akten der Zentrale des Auswärtigen Amts. Wo letztere aber Lücken, die in der Regel kriegsbedingt erfolgten, aufweisen, bilden die Akten der Auslandsvertretungen in manchen Fällen eine wichtige Ersatzüberlieferung.

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Tag der Archive 2016 im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz

Das Geheime Staatsarchiv PK beteiligte sich am 6. März am Tag der Archive 2016. Die unter dem Motto „Mobilität im Wandel“ angebotenen Veranstaltungen fanden bereits im Vorfeld des Tags der Archive eine große Resonanz in den Medien. Artikel erschienen in der

Foto: Christine Ziegler/GStA
Foto: Christine Ziegler/GStA

Sonntagsausgabe der Berliner Morgenpost und in der Berliner Woche, Ausgabe Steglitz-Zehlendorf; Kurzinterviews mit dem Direktor des GStA PK
wurden von Kultur-radio (RBB) und von Spreeradio gesendet.
Am Tag der Archive kamen dann ca. 450 Personen in das GStA PK. Die halbstündig angebotenen und für jeweils 25 Personen vorgesehenen Führungen Tag der Archive 2016 im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz weiterlesen

Nächstes Treffen des Gesprächskreises Nachlässe und Autographen

Das nächste Treffen des Gesprächskreises Nachlässe und Autographen findet am 6. Juni 2016 um 14.00 Uhr in der Kunstbibliothek im Kulturforum, Matthäikirchplatz 6,  im dortigen Seminarraum statt (1. OG, bitte zur Kunstbibliothek gehen und dort klingeln).
Thematisch soll über Digitalisierung und Bestandserhaltung von Nachlässen diskutiert werden. Falls jemand vorab Stichpunkte, Fragen, Informationen an den Teilnehmerkreis übermitteln möchte, bitte an Ralf Breslau senden. Er leitet es an alle Beteiligten weiter.

 

“Beliebtes Hobby”: Genealogie

Der Beitrag der Berliner Morgenpost widmet sich dem Thema Familienforschung. Diese erfreue sich immer größeren Interesses und könne sich damit “zur Lieblingsbeschäftigung der Deutschen” entwickeln. Autorin Gerlinde Unverzagt hat festgestellt: “Längst sind nicht mehr nur Rentner, sondern auch jüngere Menschen mit Feuereifer auf den Spuren ihrer Vorfahren unterwegs oder suchen nach dem Ursprung ihres Familiennamens.” Im Beitrag kommt u.a. Bert Buchholz vom Evangelischen Landeskirchlichen Archiv in Berlin zu Wort, der die dortige Kirchenbuchstelle betreut und über Licht und Schatten dieser Entwicklung spricht.

Steinmeier gibt Akten zur Colonia Dignidad frei

Wie die Berliner Zeitung berichtet, gibt Außenminister Frank-Walter Steinmeier Unterlagen des Auswärtigen Amtes zur berüchtigten deutschen Siedlung “Colonia Dignidad” in Chile vor Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist frei. Die 1961 von dem Deutschen Paul Schäfer gegründete Sekte, in der es v.a. während der Pinochet-Diktatur zu Menschenrechtsverletzungen kam, sei “kein Ruhmesblatt in der Geschichte des Auswärtigen Amtes“, wird Steinmeier zitiert. Laut Tagesschau könnten nun”die gesamten Akten der noch wichtigen Jahre von 1986 bis 1996 für die Wissenschaftler und auch für die Medien zugänglich” gemacht werden.

Berliner Landesverband im VdA gegründet

Blick in das Auditorium Foto: Thomas Platow/LA Berlin
Blick in das Auditorium
Foto: Thomas Platow/LA Berlin

Am 14. April 2016 war es soweit und der Berliner Landesverband im VdA wurde gegründet, der erste Landesverband in einem Stadtstaat. Die Gründungsversammlung im Veranstaltungssaal der Stiftung Aufarbeitung war mit knapp 50 Kolleginnen und Kollegen gut besucht. Sie repräsentierten rund 200 Berliner Verbandsmitglieder. Grußworte kamen vom Vorsitzenden des VdA  Ralf Jacob, zugleich auch Vorsitzender des Landesverbands Sachsen-Anhalt,  und dem Vorsitzenden des benachbarten Landesverbandes Brandenburg Wolfgang Krogel.
In der anschließenden lebhaften Diskussion wurden verschiedene Erwartungen an den neuen Landesverband  formuliert und diskutiert wie z. B. intensive Öffentlichkeitsarbeit,

Wolfgang Krogel in der Diskussion Foto: Thomas Platow/LA Berlin
Wolfgang Krogel in der Diskussion
Foto: Thomas Platow/LA Berlin

Engagement für Fortbildungsveranstaltungen, Kooperation mit den Vertretern von Museen, Bibliotheken und Dokumentationen in Berlin oder auch die Unterstützung von ehrenamtlich bzw. nicht fachlich geführten Archiven.
Danach erfolgte die Wahl für den Vorstand, zunächst für die Zeit von 2016 bis 2018. Zur Wahl hatten sich zehn Kandidatinnen und Kandidaten gestellt, die repräsentativ das breite Spektrum der Berliner Archivlandschaft Stimmzettelvertreten. Alle zehn wurden einstimmig gewählt, so dass dem Vorstand jetzt folgende  Kolleginnen und Kollegen angehören:  Dr. Matthias Buchholz, Gabriele Giwan, Philip Gorki, Dr. Ines Oberling, Dr. Torsten Musial, Gwyn
Pietsch, Yves A. Pillep, Karl Sand, Dr. Irina Schwab und Bianca Welzing-Bräutigam. In der anschließenden kurzen konstituierenden Sitzung wählte der Vorstand aus seiner Mitte Torsten Musial zum Vorsitzenden, Yves A. Pillep zum stellvertretenden Vorsitzenden, Karl Sand zum Finanzreferenten und Philip Gorki zum Schriftführer.

Abstimmung Foto: Thomas Platow/LA Berlin
Abstimmung
Foto: Thomas Platow/LA Berlin

Die nächsten Vorstandssitzungen sowie die Aktivitäten des Vorstands allgemein sollen regelmäßig in diesem Blog dokumentiert werden. Ein ausführlicher Bericht über die Gründungs-versammlung wird in der nächsten Ausgabe des “Archivar” im Mai 2016 erscheinen.

Archivarbeit bei der Staatssicherheit

Quelle: Vandenhoeck & Ruprecht
Quelle: Vandenhoeck & Ruprecht

2015 ist der Sammelband “Das Gedächtnis der Staatssicherheit. Die Kartei- und Archivabteilung des MfS” erschienen, eine systematische wissenschaftliche Analyse der Archivabteilung des MfS.In den darin versammelten Aufsätzen wird akribisch und detailliert die Archivierung, Datenerfassung und elektronische Speicherung sowie der Arbeitsalltag der Archivmitarbeiter geschildert. Am 26. April 2016 um 19 Uhr stellt Philipp Springer, einer der Herausgeber, das Buch im Besucherzentrum des DDR-Museums in Berlin-Mitte in der Karl-Liebknecht-Str. 1, direkt an der Spree gegenüber vom Berliner Dom, vor.

Filmarchiv im “silent green”

Seit kurzem ist das “Living archive”, die Filmsammlung des “Arsenal-Instituts für Film und Videokunst e.V.” im “silent green” zu finden, einem neuen Kulturquartier in den historischen Räumen des ehemaligen Krematoriums Wedding in der Gerichtstraße.

Über das Archiv berichten Anke Leweke auf Deutschlandradio Kultur und Thomas Abeltshauser in der Berliner Morgenpost und das Arsenal selbst.

Präsentation des B.-K.-Tragelehn-Archivs

Die Vorstellung des Buches B. K. Tragelehn “13 x Heiner Müller” von Carsten und Gerhard Ahrens (Hg. in Kooperation mit der Akademie der Künste) ist Anlass für eine Veranstaltung in der Akademie der Künste. Am 20. April 2016 um 19 Uhr werden sich im Studiofoyer am Hanseatenweg 10 B.K. Tragelehn, Kazuko Watanabe und Stephan Suschke  anhand von Filmausschnitten über die Stationen der Zusammenarbeit und Freundschaft der beiden Theatermänner Tragelehn und Müller austauschen.  Präsentation des B.-K.-Tragelehn-Archivs weiterlesen