Nun auch Historikerkommission für das Bundeslandwirtschaftsministerium

Nachdem das Auswärtige Amt, das Bundesfinanzministerium und andere Institutionen Historikerkommissionen zur Erforschung ihrer Rolle während der Zeit des Nationalsozialismus einsetzten, hat nun auch das Bundeslandwirtschaftsministerium eine solche Kommission berufen, die die Geschichte des 1949 gegründeten Ministeriums und seiner Vorgängereinrichtungen untersuchen soll. Einen Teilaspekt der Aufarbeitung werde dabei auch die parallele Entwicklung in der DDR bilden. Zum Vorsitzenden des Gremiums berief Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt den ehemaligen Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in München, Prof. Dr. Horst Möller. Die Vorlage des Abschlussberichts ist für 2019 angekündigt.

Kinder im Exil – Ausstellung in der Akademie der Künste

Exil 2Im Foyer der Akademie der Künste am Hanseatenweg in Berlin-Tiergarten ist noch bis zum 20. Juli 2016 eine kleine, aber sehr interessante Ausstellung zu sehen. An einfachen, rohen Lattengerüsten sind Fotos und Faksimiles von Briefen, Zeichnungen und Ausweisen befestigt. Es sind Zeugnisse der Kinder von Künstlern wie Bertolt Brecht, Paul Dessau, George Grosz, Anna Seghers, Friedrich Wolf oder Stefan Zweig, die gemeinsam mit ihren Eltern vor den Nazis ins Exil fliehen mussten. Die Dokumente stammen aus den Nachlässen der Künstler, die im Archiv Kinder im Exil – Ausstellung in der Akademie der Künste weiterlesen

Risikomanagement beim Urheberrecht

Das 5. Treffen des Arbeitskreises Wissenschaftliche Archive in Berlin fand am 22. Juni 2016 im Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin-Dahlem statt. Auf der Tagesordnung der Veranstaltung, die mit über 40 Gästen gut besucht war, standen Urheberechtsfragen beim Umgang mit Bildern. Als Redner waren Hanns-Peter Frentz (Leiter der bpk Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte) Klimpel und Dr. Paul Klimpel (Rechtsanwalt, Leiter des iRights Lab Kultur) geladen.

Frentz stellte die bpk als öffentlich-rechtliche Lizenzierungsplattform für  digitale Abbildungen von Kunstwerken und Sammlungsgegenständen von Museen, Bibliotheken und Archiven vor. Er betonte die entstehenden Vorteile für die teilnehmenden Institute Risikomanagement beim Urheberrecht weiterlesen

Internationaler Archivtag 2016

IAD 2016Am 9. Juni wird wieder überall auf der Welt der Internationale Archivtag (International Archives Day) gefeiert. Den Tag gibt es noch nicht sehr lang. Er wurde erstmals am 9. Juni 2008 – dem Gründungstag (9. Juni 1948) des Internationalen Archivrats (International Council on Archives) – ausgerufen und soll die Archive in der Öffentlichkeit und bei den Geldgebern bekannter machen. In Deutschland ist der Internationale Archivtag noch nicht so verbreitet, vielleicht auch wegen des hier zweijährlich stattfindenden Tags der Archive. Unter dem diesjährigen Motto „Archiv, Harmonie und Freundschaft“ sollen Archive mit Gesprächsrunden, Filmvorstellungen, Internationaler Archivtag 2016 weiterlesen

Nächstes Treffen des Arbeitskreises Wissenschaftlicher Archive in Berlin

SchnappschussDas nächste Treffen des Arbeitskreises Wissenschaftlicher Archive in Berlin findet am Mittwoch, den 22. Juni 2016, von 9.00 bis 12.30 Uhr im Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin-Dahlem statt. Diesmal geht es um Bildarchivierung und Urheberechtsfragen bei Bildern. Als Gäste wurden eingeladen:  Hanns-Peter Frentz (Leiter der bpk Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte) und Dr. Paul Klimpel (Rechtsanwalt, Leiter des iRights Lab Kultur).

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Akten deutscher Auslandsvertretungen im Politischen Archiv

Im Politischen Archiv des Auswärtigen Amts (PA AA) werden seit einigen Jahren systematisch die Akten der deutschen Auslandsvertretungen aus der Zeit bis 1945 erschlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die jüngste Zeit konzentrierte sich die wissenschaftliche Benutzung vor allem auf die wichtigeren und weit klarer strukturierten Akten der Zentrale des Auswärtigen Amts. Wo letztere aber Lücken, die in der Regel kriegsbedingt erfolgten, aufweisen, bilden die Akten der Auslandsvertretungen in manchen Fällen eine wichtige Ersatzüberlieferung.

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Tag der Archive 2016 im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz

Das Geheime Staatsarchiv PK beteiligte sich am 6. März am Tag der Archive 2016. Die unter dem Motto „Mobilität im Wandel“ angebotenen Veranstaltungen fanden bereits im Vorfeld des Tags der Archive eine große Resonanz in den Medien. Artikel erschienen in der

Foto: Christine Ziegler/GStA
Foto: Christine Ziegler/GStA

Sonntagsausgabe der Berliner Morgenpost und in der Berliner Woche, Ausgabe Steglitz-Zehlendorf; Kurzinterviews mit dem Direktor des GStA PK
wurden von Kultur-radio (RBB) und von Spreeradio gesendet.
Am Tag der Archive kamen dann ca. 450 Personen in das GStA PK. Die halbstündig angebotenen und für jeweils 25 Personen vorgesehenen Führungen Tag der Archive 2016 im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz weiterlesen

Nächstes Treffen des Gesprächskreises Nachlässe und Autographen

Das nächste Treffen des Gesprächskreises Nachlässe und Autographen findet am 6. Juni 2016 um 14.00 Uhr in der Kunstbibliothek im Kulturforum, Matthäikirchplatz 6,  im dortigen Seminarraum statt (1. OG, bitte zur Kunstbibliothek gehen und dort klingeln).
Thematisch soll über Digitalisierung und Bestandserhaltung von Nachlässen diskutiert werden. Falls jemand vorab Stichpunkte, Fragen, Informationen an den Teilnehmerkreis übermitteln möchte, bitte an Ralf Breslau senden. Er leitet es an alle Beteiligten weiter.

 

“Beliebtes Hobby”: Genealogie

Der Beitrag der Berliner Morgenpost widmet sich dem Thema Familienforschung. Diese erfreue sich immer größeren Interesses und könne sich damit “zur Lieblingsbeschäftigung der Deutschen” entwickeln. Autorin Gerlinde Unverzagt hat festgestellt: “Längst sind nicht mehr nur Rentner, sondern auch jüngere Menschen mit Feuereifer auf den Spuren ihrer Vorfahren unterwegs oder suchen nach dem Ursprung ihres Familiennamens.” Im Beitrag kommt u.a. Bert Buchholz vom Evangelischen Landeskirchlichen Archiv in Berlin zu Wort, der die dortige Kirchenbuchstelle betreut und über Licht und Schatten dieser Entwicklung spricht.

Steinmeier gibt Akten zur Colonia Dignidad frei

Wie die Berliner Zeitung berichtet, gibt Außenminister Frank-Walter Steinmeier Unterlagen des Auswärtigen Amtes zur berüchtigten deutschen Siedlung “Colonia Dignidad” in Chile vor Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist frei. Die 1961 von dem Deutschen Paul Schäfer gegründete Sekte, in der es v.a. während der Pinochet-Diktatur zu Menschenrechtsverletzungen kam, sei “kein Ruhmesblatt in der Geschichte des Auswärtigen Amtes“, wird Steinmeier zitiert. Laut Tagesschau könnten nun”die gesamten Akten der noch wichtigen Jahre von 1986 bis 1996 für die Wissenschaftler und auch für die Medien zugänglich” gemacht werden.