Gebäude des Geheimen Staatsarchivs wird 100 Jahre alt

Der von Eduard Fürstenau errichtete Archivzweckbau in Dahlem wurde 1924 eröffnet. Anlässlich der 100. Wiederkehr dieses Ereignisses fand am 10. Juni 2024 eine Festveranstaltung im GStA statt, über die Birgit Jöbstl vom IWD berichtet:

Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz:100 Jahre, europäisch und kein bisschen geheim (idw-online.de)

Ein Geschenk machte sich das GStA mit der Freischaltung einer neuen Archivdatenbank selbst. Diese verbindet nun die eigenen Erschließungsdaten mit denen des Zentralarchivs der Staatlichen Museen:

Archivdatenbank – Hinweise und Benutzung – Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (preussischer-kulturbesitz.de)

Weitere Medienberichte:

Aktenstudium spart Millionen: Das Geheime Staatsarchiv feiert seinen 100. Geburtstag fast geheim (tagesspiegel.de)

#ZelleBerlin – 100 Jahre Geheimes Staatsarchiv | rbb (rbb-online.de)

Fachforum am 13. Juni 2024 im Bundesarchiv: Digitalisierung und Zugänglichmachung

Foyer des Bundesarchivs.
Foto: Bundesarchiv / Christian Körner

Am 13. Juni 2024 veranstaltet die Fachgruppe 7 im VdA im Bundesarchiv in Berlin von 9 bis 16 Uhr ein für alle offenes Fachforum. Damit soll der Austausch und die Diskussion über aktuelle Themen angeregt werden. Diesmal geht es um Digitalisierung und Zugänglichmachung von Archivgut: Wie können Erschließungsdaten möglichst einfach und kundenorientiert zugänglich gemacht werden? Wie kann man diese, statt sie isoliert anzubieten, miteinander vernetzen? Wie können sich aber auch Archive untereinander vernetzen und welche Formate, Kanäle und Plattformen sind dafür prädestiniert? Hier geht es zum Programm.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung erwünscht.

Aufruf für das Newcomer-Forum

Ihr seid Newcomer im Archiv, Studierende oder Auszubildende? Dann seid Ihr herzlich eingeladen, Eure aktuellen Arbeiten, Studien oder Projekte in einer kurzen Präsentation von 5-10 Minuten einem interessierten Fachpublikum vorzustellen.
Bei Interesse bitte eine kurze E-Mail senden an: archivfilmundmedienkunst@adk.de.

Urschrift des Grundgesetzes, aufgeschlagen auf der Seite der Unterschriften, gehalten in Händen mit weißen Handschuhen

Urschrift des Grundgesetzes wird beim “Fest der Demokratie” ausgestellt

Beim Fest der Demokratie vom 24. bis 26. Mai 2024 kann die Urschrift des Grundgesetzes im Reichstagsgebäude besichtigt werden. Bislang wurde sie der Öffentlichkeit nur im Jahre 1969 anlässlich des 20jährigen Bestehens der Bundesrepublik Deutschland präsentiert.

© Bild DBT/Inga Haar

Neue Quellen-Reihe des Bundesarchivs

Das Bundesarchiv hat eine neue Reihe mit Quellensammlungen gestartet. Die erste Ausgabe der Reihe „Im Fokus“ widmet sich der Unterdrückung und dem Widerstand in den deutschen Kolonien. Das Bundesarchiv präsentiert eine Auswahl von Dokumenten (Schriftstücke, geografische Karten und zahlreiche Fotos), die dazu einlädt, sich selbst ein Bild dieser Zeit und ihrer Machtstrukturen zu verschaffen. Die meisten der Unterlagen stammen aus dem Bestand R 1001 Reichskolonialamt. Das Heft thematisiert die Widerstandsbestrebungen in drei ehemaligen deutschen Kolonien: Deutsch-Südwestafrika (das heutige Namibia), Ponape (Inselgruppe im Pazifik) und Kamerun. Ergänzt werden die historischen Dokumente durch Infokästen und Online-Links zu geschichtlichen Hintergründen sowie zur Arbeitsweise des Bundesarchivs.
Die Heft können als PDF heruntergeladen oder als gedruckte Exemplare kostenlos bestellt werden.
Im Juni erscheint die zweite Ausgabe der Reihe „Im Fokus“ zum Thema „Spiel der Systeme“ – Die Fußball-WM 1974 in Deutschland.

Urschrift des Grundgesetzes erstmals im Fernsehen

In einer Dokumentation der ARD “Wie gut ist unser Grundgesetz?” schauen Sandra Maischberger und Frank Bräutigam gemeinsam mit der Bundestagspräsidenten Bärbel Bas in die Urschrift des Grundgesetzes. Die Urschrift befindet sich im Parlamentsarchiv des Bundestages.

Die Dokumentation wird am 13. Mai um 20.15 Uhr in der ARD gesendet.

Studie zur Lage der Berliner Archive mit SBZ/DDR-Beständen übergeben

Frank Ebert, Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, hat die zweite Teilstudie des Sachstandsberichts zur Aufarbeitung der SED-Diktatur an die Präsidentin des Abgeordnetenhauses, den Regierenden Bürgermeister und den Kultursenator übergeben. “Es handelt sich um die erste große Untersuchung zur Archivierung und Dokumentation von Beständen mit SBZ/DDR-Provenienz im Land Berlin”, wie es in einer Pressemitteilung vom 18.04.2024 heißt.

Laut Ebert werde eine Förderoffensive für archivfachliche Erschließungsprojekte mit Schwerpunkt auf SBZ/DDR-Beständen empfohlen, “damit auch dieses Archivgut endlich für die Forschung und Rehabilitierung genutzt werden kann. Handlungsbedarf gibt es auch bei der Digitalisierung…Aktuell fehlt es der überwiegenden Zahl der Archive an technischer Ausrüstung, personellen Kapazitäten oder aber finanziellen Mitteln, um die Archivalien zu digitalisieren.”

Link zu den Ergebnissen der Studie.