Vom Kaufhaus zum Tacheles – Fotografien der Friedrichstraßen-Passage im Technikmuseum

Das Tacheles 2017
Das Tacheles 2017

Während aktuell die Gründungsarbeiten für den Neubau auf dem weitläufigen Areal der ehemaligen Friedrichstraßen-Passage an der Oranienburger Straße in Berlin-Mitte voran schreiten, sind Fotos der legendären, 1908 eröffneten,  Passage noch bis zum 4. April in einer Ausstellung in der Fotogalerie des Deutschen Technikmuseums  zu sehen. Die Ausstellung vermittelt einen Eindruck des riesigen Gebäudekomplexes, der einst die Friedrichstraße und die Oranienburger Straße miteinander verband. Zu sehen sind Fotos, die kurz nach der Eröffnung entstanden sind, aus den dreißiger und schließlich aus den frühen neunziger Jahren, als die einzigen verbliebenen Gebäudeteile an der Oranienburger Straße von Künstlern besetzt wurden und das Künstlerhaus Tacheles entstand. Die Fotos, die hier erstmals gezeigt werden, stammen aus dem Historischen Archiv des Technikmuseums. Informationen zur Schau finden sich auf der Website des Technikmuseums, Berichte bei TV Berlin und in der Berliner Zeitung.

12. Oktober 2016 bis 4. April 2017
Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Straße 9
Di–Fr 9–17.30, Sa, So 10–18 Uhr, Eintritt 8/5 Euro

Die Sprache der Stasi – Vortrag und Lesung am 28. Februar 2017

Verbergen, Verdecken, Verschlüsseln

Ein Meer an Abkürzungen, endlose Schachtelsätze, bürokratisch-militärische Wortungetüme: Die DDR-Staatssicherheit arbeitete in einer eigenen Sprache. Sie war Ausdruck des Feind- und Weltbildes der Stasi-Mitarbeiter.

Der Sprachwissenschaftler Dr. Steffen Pappert (Universität Duisburg-Essen) analysiert die besonderen Kennzeichen der Sprache in den Stasi-Akten und liefert so neue Einblicke in das System der DDR-Geheimpolizei. Er zeigt, welchen Einfluss Sprache auf die Gesellschaft haben kann und sieht Sprache als ein Spiegel der Funktionsweise des Ministeriums für Staatssicherheit.

Im Anschluss an den ca. 45-minütigen Impulsvortrag sind die Besucher in das Stasi-Unterlagen-Archiv eingeladen. In einem Magazinraum werden Mitarbeiter des Archivs Auszüge aus den Stasi-Akten vorlesen und können zur Struktur und Arbeitsweise des Ministeriums für Staatssicherheit befragt werden.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe “Quelle: Stasi-Unterlagen-Archiv”. Darin erläutern Archivare, Rechercheure und Forscher die Arbeit mit dem Archivgut der DDR-Geheimpolizei. Sie findet jeden letzten Dienstag im Monat statt.

Termin: Dienstag, 28. Februar 2017, 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen: www.BStU.de

Veranstaltungsort:
Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
Ehemalige Stasi-Zentrale
“Haus 1”, Projektwerkstatt (Raum 418)
Ruschestraße 103
10365 Berlin

Noch freie Plätze beim KBE: Projekte planen und beantragen bei der KEK

Das Kompetenzzentrum Bestandserhaltung bietet am 21. Februar 2017 erneut den Workshop „Projekte planen und beantragen – aktuelle Förderung der KEK“ an. Die Anträge für das aktuelle Förderprogramm 2017 der KEK müssen bis zum 31. März 2017 abgegeben werden. Der Workshop befasst sich daher ganz konkret mit der Planung, der Beantragung und dem Management von Projekten. Eine Expertin des Projektmanagements und die Kolleginnen der KEK helfen, um Projekte zu entwerfen und im besten Fall direkt für eine diesjährige Förderung einzureichen.

Termin: Dienstag,  21.Februar 2017, 9:30 – ca. 16:30 Uhr
Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Breite Str. 30-36, 10178 Berlin, Seminarraum 334 (Eingang: Schlossplatz 7, Durchfahrt der Musikhochschule)

Für den Workshop gibt es noch einige freie Plätze. Interessenten melden sich bitte unter kbe@zlb.de an.

Workshop Technische Grundlagen der Digitalisierung

Die Servicestelle Digitalisierung  veranstaltet am 6. März 2017 einen Workshop zu den technischen Grundlagen der Digitalisierung. Ziel der Veranstaltung ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr in die technische Seite der Digitalisierung einzuführen. Dadurch sollen diese in die Lage versetzt werden , die Qualität beauftragter Digitalisierungsdienstleistungen zu bewerten.
Der Workshop findet von 10 bis max. 16 Uhr im Seminarraum des Zuse Institute Berlin, Takustraße 7, 14195 Berlin, Eingang Rundbau, Erdgeschoss, Raum 2006 statt.  Um eine verbindliche Anmeldung bis zum 26.02.2017  über digis@zib.de wird gebeten.

Catalogus Professorum der TU Berlin

CP_TUBAm Freitag, 20.01.2017 wurde der Catalogus Professorum der Technischen Universität Berlin auf dem Neujahrsempfang des Präsidenten der TU Berlin der Öffentlichkeit übergeben. Aufbau und Pflege dieser prosopographischen Datenbank sind Aufgaben des Universitätsarchivs der TU. Es handelt es sich um einen online zugänglichen Katalog aller Professorinnen, Professoren sowie Lehrbeauftragten der TU Berlin einschließlich ihrer Vorgängereinrichtungen. Bisher sind ca. 2500 Personen mit ihren biografischen Eckdaten sowie Angaben zu ihrer Lehrtätigkeit einschließlich ihrer universitären Ämter erfasst. Vollständig enthalten sind die Lehrenden der Bauakademie, der Gewerbeakademie, der Bergakademie sowie der Technischen Hochschule Berlin (Ende 18. Jh. bis 1945). Derzeit wird an der Eingabe der Daten zur TU Berlin für den Zeitraum von 1945 bis 1970 gearbeitet. Ebenfalls enthalten sind Listen zu den Dekanen der TH (1879-1945), zu den Dekanen und Prodekanen der TU (1946/47-aktuell), zu den Rektoren und später Präsidenten der TH bzw. der TU (1879-aktuell) sowie zu den in der NS-Zeit vertriebenen Angehörigen des Lehrkörpers der TH (1933-1945).

Planung und Einrichtung einer solchen Datenbank erfolgte bereits im Jahr 2001 unter der Leitung von Karl Schwarz. Die zugehörige Projektgruppe nahm ihre Tätigkeit 2002/03. Leider ruhte das Projekt zwischenzeitlich über viele Jahre bis es im Universitätsarchiv weitergeführt werden konnte.

Dokumentation der Konferenz “Zugang gestalten!” 2016 online

zugang-gestalten-logoDie Dokumentation der letztjährigen Konferenz “Zugang gestalten!” am 17. und 18. November 2016 im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart in Berlin ist online. Wer nicht selbst dabei sein konnte, kann sich nun auf der Website der Konferenz einzelne Konferenzbeiträge ansehen oder anhören. Ergänzt wird das Angebot durch Fotos und einen Medienspiegel.
Die nächste Konferenz “Zugang gestalten!” findet am 19. und 20. Oktober 2017 in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main statt.

Entwurf des Bundesarchivgesetzes heute in zweiter und dritter Lesung

Heute nachmittag gegen 16 Uhr wird der Deutsche Bundestag nach zweiter und dritter Lesung über den Gesetzentwurf zur Neuregelung des Bundesarchivrechts abstimmen.  Neben zahlreichen positiven Änderungen enthält der Entwurf auch Passagen, die von zahlreichen Experten wie Historikern, Wissenschaftlern und Archivaren, dem Netzwerk Recherche, den Journalistengewerkschaften DJV und DJU und der Opposition stark kritisiert werden. Erst in den letzten Tagen gab es wieder zahlreiche Äußerungen in den Medien wie der Süddeutschen Zeitung, der FAZ, bei Bild, im Deutschlandradio und im SWR. Neben der Tatsache, dass der Gesetzentwurf in mehreren Punkten hinter die geltenden Landesarchivgesetze zurückfällt, geht es dabei hauptsächlich um die geplante Ausnahmeregelung für Geheimdienste. Diese bräuchten dem Bundesarchiv danach  nur noch Akten zu übergeben, wenn ihrer Meinung nach „zwingende Gründe des nachrichtendienstlichen Quellen- und Methodenschutzes sowie der Schutz der Identität der bei ihnen beschäftigten Personen einer Abgabe nicht entgegenstehen.“

Trotz der starken Kritik auch aus den eigenen Reihen, wie von der Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Andrea Voßhoff (CDU), halten CDU/CSU und SPD an an den umstrittenen Passagen im Gesetz fest. Wer die Debatte live verfolgen will, hat dazu im Parlamentsfernsehen ab 15.55 Uhr die Möglichkeit.

Pünktlich zum Lutherjahr: Bundesarchiv restauriert Lutherfilm von 1927

Auf eine Initiative des Berliner Dompredigers Bruno Doehring und des Evangelischen Bundes zurückgehend, war der 1927 entstandene Stummfilm “Luther” (Buch und Regie: Hans Kyser, in der Hauptrolle: Eugen Klöpfer) bereits zu seiner Zeit heftig umstritten. Aufgrund seiner nationalkonservativen, v.a. aber seiner dezidiert antikatholischen Grundtendenz konnte der Film nur in gekürzter Fassung erscheinen und geriet mit dem Aufkommen des Tonfilms schließlich in Vergessenheit.

Nun hat das Bundesarchiv die Originalfassung rekonstruiert, die am 14.01.2017 in der Berliner Passionskirche zu sehen war. Weitere Aufführungstermine in Berlin sind der 25. März und der 25. Mai (hier freier Eintritt anlässlich des Kirchentags), jeweils in der Berliner Emmauskirche. Die musikalische Neubarbeitung, die live zu hören sein wird, stammt von Stephan von Bothmer.

Einen ausführlichen Beitrag hierzu brachte das Sonntagsblatt in seiner Online-Ausgabe v.17.01.2017.

Werbeprospekt, mit dem die “Zentralstelle für die Schaffung eines Lutherfilms e.V.” um finanzielle Spenden bat.

 

Nachlass von Alexander von Humboldt digitalisiert und online zugänglich

Der Nachlass des Naturforschers und Entdeckers Alexander von Humboldt ist jetzt digitalisiert und online zugänglich. In einem dreijährigen Forschungsprojekt wurden von der Berliner Staatsbibliothek sämtliche Unterlagen in rund 75.000 Bildern digital erfasst. Dazu gehören auch die 2013 angekauften berühmten amerikanischen Tagebücher Humboldts, in denen er während seiner Entdeckungsreise durch Mittel- und Südamerika zwischen 1799 und 1804 auf 4.000 eng beschriebenen Seiten seine Notizen  schrieb.
Das Digitalisierungsprojekt ist eine Kooperation mit der Universität Potsdam. Auch die Biblioteka Jagiellońska in Krakau stellte dafür ihren Teil des Nachlasses zur Verfügung, der etwa die Hälfte aller Materialen umfasst. Diese befinden sich seit der Auslagerung nach Schlesien während des Zweiten Weltkrieges in Polen.
Die Materialien sind auch im Verbundkatalog für Nachlässe und Autographen Kalliope  recherchierbar.
Am 17. und 18. Januar wird das Projekt in einer Abschlusskonferenz in Berlin vorgestellt.

 

Veranstaltung in der BStU: Recherche für einen Dokumentarfilm

DVD_Im Namen_außen.inddBluesmessen in Ost-Berlin, kritische Liedermacher und Punk-Konzerte unter dem schützenden Dach der Kirche – der Film „Im Namen des Herrn – Kirche, Pop und Sozialismus“ (2013) geht der Frage nach,  wie weit Popmusik und Kirche in der DDR verflochten waren. Der Film basiert ganz wesentlich auf Recherchen im Stasi-Unterlagen-Archiv.
Am Dienstag, den 31. Januar 2017, um 18.00 Uhr spricht Dagmar Hovestädt (BStU) mit dem Dokumentarfilmer Tom Franke (armadaFilm) über den Weg von der Antragsstellung über die Recherche zum fertigen Film.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe “Quelle: Stasi-Unterlagen-Archiv”. Darin erläutern Archivare, Rechercheure und Forscher die Arbeit mit dem Archivgut der DDR-Geheimpolizei.
Veranstaltungsort: Ehemalige Stasi-Zentrale, Ruschestraße 103, 10365 Berlin. Der Eintritt ist frei. Der Film ist auch auf DVD erschienen und kann bei der Stiftung Aufarbeitung erworben werden.