Am 22.10.2024 feiert das Archiv der Akademie der Künste die Eröffnung des Manfred-Krug-Archivs, das private Dokumente des 2016 verstorbenen Künstlers enthält. Es wird Gespräche, Filmausschnitte, Lesungen und Gesang u.a. mit Uschi Brüning, Fanny Krug und Jörg Stempel geben. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr im Hanseatenweg.
Alle Beiträge von Yves A. Pillep
Franz Schwechten zum 100. Todestag
Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, der Anhalter Bahnhof, die Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg gehören wohl zu den bekanntesten Werken des Architekten Franz Schwechten. Sein umfangreiches Oeuvre umfasst Bauten für die Industrie und Verwaltung, Sakralbauten, Privathäuser u.v.a. Aus Anlass seines 100. Todestags präsentiert das Geheime Staatsarchiv am 9. August 2024 ausgewählte Bauzeichnungen des Künstlers.
Uwe Schaper verabschiedet

Bereits am 03.07.2024 wurde der langjährige Direktor des Landesarchivs Berlin, Prof. Dr. Uwe Schaper, in einer Feierstunde verabschiedet. Mit dabei waren u. a. der Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Joe Chialo sowie der ehemalige Regierende Bürgermeister Walter Momper, die das knapp 20jährige Wirken Schapers würdigten.
Anlässlich der Veranstaltung erschien die Festschrift „Zukunftsort Archiv“, die eine Reihe von Aufsätzen Schapers aus seiner langjährigen Tätigkeit als Archivar, Ausbilder, Historiker und Wissenschaftsmanager enthält und open access zugänglich ist (z. B. beim Verlag Duncker & Humblot). Der Nachfolger im Amt des Direktors des Landesarchivs, Sven Kriese, wird sein Amt am 01.08.2024 antreten.
Firmengeschichte während der NS-Zeit
Seit einigen Jahren untersuchen nicht nur öffentliche Einrichtungen, sondern auch Wirtschaftsunternehmen ihre Rolle während der Zeit des Nationalsozialismus. Einen Blick auf den aktuellen Stand wirft das RBB-Inforadio in seinem Beitrag v. 13.07.2024:
Im Fokus steht insbesondere die Berliner Stoffdruckerei, vormals Berliner Fahnenfabrik Geitel & Co., die in der NS-Zeit die Zwangskennzeichen der sogenannten „Judensterne“ produzierte.
Einsatz von KI im Bundesarchiv
Das Bundesarchiv nutzt Künstliche Intelligenz, um die Überlieferung des Reichskolonialamtes durchsuchbar zu machen. Zum Einsatz kommt ein Programm zur Handschriftenerkennung. Die Anwendung, die derzeit im Lesesaal in Berlin-Lichterfelde zur Verfügung steht, soll in etwa 2 Jahren im neuen Digitalen Lesesaal auch für die externe Suche bereitstehen. Damit werde „eine wichtige Quelle für die Erforschung des von der deutschen Kolonialherrschaft begangenen Unrechts“ besser zugänglich gemacht, heißt es in der Pressemitteilung des Bundesarchivs.
Queere Archive sammeln Spenden für Archivzentrum
Die Existenz von FFBIZ, Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft und Spinnboden Lesbenarchiv und Bibliothek ist gefährdet. Um ihren Fortbestand zu sichern, planen die drei Einrichtungen nun ein gemeinsames Archivzentrum in Neukölln:
Queere Geschichte erhalten: Archivzentrum in Berlin geplant (l-mag.de)
Direkt zur Spendenkampagne:
Gebäude des Geheimen Staatsarchivs wird 100 Jahre alt
Der von Eduard Fürstenau errichtete Archivzweckbau in Dahlem wurde 1924 eröffnet. Anlässlich der 100. Wiederkehr dieses Ereignisses fand am 10. Juni 2024 eine Festveranstaltung im GStA statt, über die Birgit Jöbstl vom IWD berichtet:
Ein Geschenk machte sich das GStA mit der Freischaltung einer neuen Archivdatenbank selbst. Diese verbindet nun die eigenen Erschließungsdaten mit denen des Zentralarchivs der Staatlichen Museen:
Weitere Medienberichte:
#ZelleBerlin – 100 Jahre Geheimes Staatsarchiv | rbb (rbb-online.de)
Studie zur Lage der Berliner Archive mit SBZ/DDR-Beständen übergeben
Frank Ebert, Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, hat die zweite Teilstudie des Sachstandsberichts zur Aufarbeitung der SED-Diktatur an die Präsidentin des Abgeordnetenhauses, den Regierenden Bürgermeister und den Kultursenator übergeben. „Es handelt sich um die erste große Untersuchung zur Archivierung und Dokumentation von Beständen mit SBZ/DDR-Provenienz im Land Berlin“, wie es in einer Pressemitteilung vom 18.04.2024 heißt.
Laut Ebert werde eine Förderoffensive für archivfachliche Erschließungsprojekte mit Schwerpunkt auf SBZ/DDR-Beständen empfohlen, „damit auch dieses Archivgut endlich für die Forschung und Rehabilitierung genutzt werden kann. Handlungsbedarf gibt es auch bei der Digitalisierung…Aktuell fehlt es der überwiegenden Zahl der Archive an technischer Ausrüstung, personellen Kapazitäten oder aber finanziellen Mitteln, um die Archivalien zu digitalisieren.“
„Ihren Platz in der Welt finden“
So lautet der Titel einer Wanderausstellung, die ab 19. März 2024 im Kirchlichen Archivzentrum am Bethaniendamm gezeigt wird. Im Einladungstext heißt es:
„Ihren Platz in der Welt finden“ unter diesem Titel ist vom 19. März bis zum 19. April 2024 eine Wanderausstellung im Kirchlichen Archivzentrum Berlin zu sehen. Else Niemöller, Lehrerin, Mutter, Pfarrfrau und Friedensaktivistin hat ihren Platz gefunden. In der Ausstellung kann das Leben der unabhängigen und vielseitigen Frau auf Rollups nachvollzogen werden. Zu den Öffnungszeiten, Montag-Donnerstag 9-14 Uhr kann die Ausstellung im Archivzentrum kostenlos besucht werden. Am Mittwoch, den 20. März findet 12 Uhr eine Führung mit der Ausstellungskuratorin Frau J.Toussaint statt, um Anmeldung dazu wird gebeten (bitte bis 19.3. an archiv@ezab.de).
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Adresse: Bethaniedamm 29, 10997 Berlin, Kontakt: M.Schulenburg 030 2250 4544.
Heute Ausstellungseröffnung
Heute, am 8. Dezember 2023, wird in der Gethsemanekirche die Ausstellung „Gemeinsam sind wir unerträglich“ eröffnet, die die Geschichte der unabhängigen Frauenbewegung in der DDR beschreibt. Die hochkarätig besetzte Vernissage mit der SED-Opferbeauftragen beim Deutschen Bundestag Evelyn Zupke u. a. beginnt um 19.00 Uhr. Die Agentur für Bildung, Geschichte und Politik e. V. hat eine Vielzahl an Dokumenten, Photos und Interviews zusammengetragen, die die Geschichte der Bewegung vom Beginn in den frühen 80er Jahren bis zum Ende der DDR erzählen. Begleitend erscheint ein Ausstellungskatalog mit zusätzlichem Quellenmaterial.

