Bericht über das 12. DAGS-Symposium vom 30. September bis 2. Oktober 2025 beim Landessportbund Berlin:
Die Gründung des Museums für Leibesübungen vor 100 Jahren war der Anlass für das 12. Symposium der Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen (DAGS) e.V.. Veranstalter waren neben der DAGS das Forum für Sportgeschichte – Förderverein für das Sportmuseum Berlin e.V. (FoS), der Landessportbund (LSB) Berlin sowie als Förderer die Stiftung Hollstein.
Archiv der Kategorie: Allgemein
Basketball feat. Tanzsport
Mit Spieler-Legende Henning Harnisch (heute ALBA-Vizepräsident) und Projektmitarbeiter Conrad Ziesch durfte Dirk Ullmann (ehrenamtlicher Archivar des Berliner Landestanzsportverbandes) am 20. Oktober 2025 in der Max-Schmeling-Halle zwei Protagonisten des “28.15 Basketball Museums” von ALBA BERLIN begrüßen. Der Blick ins Tanzsportarchiv sowie die anschließende Führung durch zwei Foto-Ausstellungen rundeten einen konstruktiven wie kurzweiligen Nachmittag ab. Dem ersten archivfachlichen Austausch sollen in absehbarer Zeit weitere Treffen folgen. Der ungewöhnliche, aber einprägsame Museumsname „28.15“ weist übrigens auf die international standardisierten Maße eines Basketballfeldes hin. Fans der Geschichte des ALBA BERLIN Basketballteams können sich im eigenen Instagram-Kanal über das laufende Museumsprojekt informieren.

Conrad Ziesch, Dirk Ullmann und Henning Harnisch (v. l.), Foto: Archiv des LTV Berlin
Erinnerungskonzept zur Kolonialzeit überreicht
Ein Bündnis mehrerer Initiativen hat Berlins Kultursenatorin Wedl-Wilson ein Erinnerungskonzept zur Kolonialzeit überreicht. In „Kolonialismus erinnern“ fordern sie u. a. einen zentralen Gedenkort, eine dezentrale Erinnerungslandschaft sowie eine nachhaltige Erinnerungskultur zu Kolonialismus und Widerstand. Der neue zentrale Gedenkort soll auch eine Bibliothek und ein Archiv umfassen. Das Konzept kann man hier einsehen.
Neue Teamleitung für das ZDF-Studioarchiv in Berlin gesucht
Der Geschäftsbereich Archiv – Information – Dokumentation (AID) des ZDF sucht zum 01.03.2026 eine neue Teamleitung für das Studioarchiv im ZDF-Hauptstadtstudio Berlin. Bewerbung sind bis zum 26.10.2025 möglich.
Details zur Position sowie den Zugang zum Online-Bewerbungsportal finden sich hier.
Förderung von Forschungsprojekten zum Thema „Kulturerbe als Ressource für eine zukunftsfähige Gesellschaft“
Mit dem Rahmenprogramm „Gesellschaft verstehen – Zukunft gestalten“ (2019 bis 2025) fördert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Bereich Kulturerbe unter anderem sammlungsbezogene Forschung an Museen und Hochschulen sowie exemplarisch die Digitalisierung von Kulturerbe.
In der ersten Verfahrensstufe sind dem DLR Projektträger bis spätestens 30. November 2025 zunächst begutachtungsfähige Projektskizzen in schriftlicher und/oder elektronischer Form über das Portal easy-Online vorzulegen.
Am 23. und 25. September 2025 gibt es dafür Beratungstermine.
Neues Portal zu jüdischen Autorinnen und Autoren in Berlin 1933–1945
Am 7. Juli 2025 hat die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) das Portal „Digitales Archiv jüdischer Autorinnen und Autoren in Berlin 1933–1945 (DAjAB)“ eröffnet. Das Archiv erfasst in über 1.000 Bio-Bibliographien Schriftstellerinnen und Schriftsteller jüdischer Herkunft, die seit 1933 unter den besonderen Bedingungen antisemitischer Ausgrenzung und Verfolgung durch die nationalsozialistische Politik und Kulturpolitik in Berlin lebten und arbeiteten. Es stellt darüber hinaus seltene, nach 1945 nicht wieder aufgelegte, zeitgenössische Primärtexte sowie Originaldokumente, Fotos und Interviews für Forschung, Lehre und eine größere Öffentlichkeit bereit. Darüber hinaus befinden sich bereits mehr als 4.000 digitalisierte Werke aus den Jahren 1933 bis 1945 sowie Originaldokumente und Nachlassmaterialien, Fotografien und Interviews in dem Portal. Hinzu kommen mehr als 1.000 kulturelle Veranstaltungen, Aktivitäten von etwa 2.200 Organisationen sowie Informationen über nahezu 2.800 Orte jüdischen Lebens in Berlin und dem Berliner Umfeld. Link: https://dajab.de/
Radio drei hat ein Gespräch mit Kerstin Schoor geführt, der Initiatorin des Projekts:
70 Jahre Tierpark Berlin
Am 2. Juli 1955 öffnete der Tierpark in Berlin-Friedrichsfelde erstmals eine Tore. Nach der kriegsbedingten Teilung Berlins gab es in beiden Stadtteilen ein Ungleichgewicht an verschiedenen kulturellen Einrichtungen. Im Westteil der Stadt fehlten gewachsene Museumsstrukturen wie die Museumsinsel und im Ostteil gab es keinen Tierpark wie den Zoo in Charlottenburg. Da Zoologische Gärten schon immer beliebte Naherholungsziele waren, beschloss der Magistrat in Ost-Berlin am 27. August 1954 die Errichtung eines Tierparks in Friedrichsfelde. Er wurde als „Tierpark für den Sozialismus“ konzipiert und sollte sich durch eine größere Fläche und eine größere Artenvielfalt vom Zoologischen Garten abheben.
Das Bundesarchiv hat dazu eine Story online gestellt und das DDR-Museum einen Blog-Beitrag.
Das Archiv der Zoologischen Gärten Berlin ist das gemeinsame Archiv des Zoologischen Gartens Berlin AG (mit dem Aquarium Berlin) und der Tierpark Berlin-Friedrichsfelde GmbH und wurde erst 2015 gegründet.
Neue digiS-Übersichtsseite für Berliner OpenGLAM-Daten
Die Servicestelle Digitalisierung digiS vereinfacht mit einer Übersichtsseite das Auffinden von offenen Berliner Kulturdaten. Kulturgutdigitalisierung macht die Bestände von Museen, Bibliotheken, Archiven, Gedenkstätten und anderen Sammlungen überall, jederzeit, kostenfrei und für möglichst alle zugänglich. Die Kulturerbeeinrichtungen beschreiben mit ihrer umfassenden Fachexpertise die Objekte möglichst präzise, damit sie leichter gefunden und in ihrem Kontext besser verstanden werden. Doch der Nutzen dieser so entstehenden Metadaten geht weit über die verbesserte Auffindbarkeit hinaus. Um den Zugriff auf diese Daten zu vereinfachen und die Berliner Kulturerbedatenangebote sichbarer zu machen, stellt digiS ab jetzt offen lizenzierte Metadatenabzüge zur Verfügung, die verschiedene Berliner Kulturerbeeinrichtungen an die Deutsche Digitale Bibliothek, das zentrale Nachweisportal für Kulturerbe in Deutschland, geliefert haben. Diese Daten werden regelmäßig über die Schnittstelle auf der Übersichtseite mit aktuellen Daten angereichert und als ZIP-Dateien zum Download angeboten.
Podcast zur Geschichte des Landestanzsportverbandes Berlin e.V.
Zum 70jährigen Bestehen des Landestanzsportverbandes Berlin e.V. lädt der ehrenamtliche Archivbeauftragte Dirk Ullmann monatlich zur entspannten Plauderei rund um die Geschichte des hauptstädtischen Tanzsports und damit zum indirekten Blick ins Verbandsarchiv ein. Die Spannbreite seiner Gäste reicht von aktiven wie ehemaligen Tänzern über Tanzsportfunktionäre bis hin zu Persönlichkeiten der Berliner Sportmetropole. Ebenso kommt mit Dr. Jutta Braun eine Sporthistorikerin zu Wort, die als externe Expertin auf den Tanzsport blickt. Bislang sind vier Folgen mit Franz Allert (Ehrenpräsident des Berliner wie Deutschen Tanzsportverbandes), Annalena Franke u. Vinzent Gollmann (Tanzsportjugend), Thomas Härtel (Präsident des Landessportbundes) sowie Deutschlands bester Breakerin Jilou (zweifache WM-Dritte) online. Weitere schon aufgenommene Interviews (u. a. mit Formationsweltmeister Axel Zechlin oder Rock’n’Roll-Trainer Peter Herrmann) stehen in Kürze zur Verfügung. Alle Folgen werden über mehrere Streamingdienste bereitgestellt. Hier geht es zum Trailer: https://www.ltv-berlin.de/de/aktuell/news/beitrag/ankuendigung-jubilaeumspodcast.

Berliner Archivtag 2024: Die Vortragenden (3)
Karen Tieth und Stefan Geiser von der bpk Bildagentur stellen die Nutzung von KI im Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz vor.
Karen Tieth leitet die bpk-Bildagentur und verfügt über langjährige Erfahrung beim Vertrieb und der Vermarktung von Fotos. Zuletzt war sie wesentlich an der Erweiterung der bpk-Bildagentur zum zentralen öffentlich-rechtlichen Mediendienstleister deutscher Kultureinrichtungen beteiligt. Die neue Website bpk-fotoarchiv.de war im Mai 2024 online gegangen.
Stefan Geiser ist bei der bpk-Bildagentur zuständig für das Informations- und Datenmanagement und befasst sich dabei intensiv mit der Nutzung von KI.