Archiv der Kategorie: Tag der Archive

Rückblick: Der Tag der Archive im BBWA

Im Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv (BBWA) haben wir uns vor allem über die Kommunikation mit mehr als 50 Gästen gefreut, die sich unsere Ausstellung zum Thema „Veränderungen der Korrespondenz der Wirtschaft in einem Jahrhundert“ angesehen haben.
Die Kommunikationsgeschichte von 1900 bis 1965 haben wir am Beispiel der Schokoladenfabrik Theodor Hildebrand & Sohn aufgezeigt. Dazu wurden u. a. Berliner Adress- und Telefonbücher mit den Einträgen des Unternehmens sowie Briefköpfe mit Fabrikdarstellungen, Sammelbilder, ein Telegramm und den Namenszug „Hildebrand“ (Schriftmarke) in seinen verschiedenen Abwandlungen über die Jahrzehnte gezeigt.
Begeistert war das Publikum auch von der Briefkopfsammlung des Archivs, aus der die schönsten Beispiele zu sehen waren, und die bunte Vielfalt der Werbe- und Reklamemarken. Beides – Briefkopf/Logo und Reklame – sind wohlüberlegte Kommunikationsmittel des Unternehmens.
Ein Lieblingsthema waren die ausgestellten Wurfsendungen des Lieferunternehmens „Call a Pizza“, die das Publikum durch unterschiedliche Farbigkeit und Design überraschten. Die ältesten Exemplare, die sich in in der Werbemittelsammlung des Archivs befinden, stammen aus dem Jahr 1988. Am Anfang mussten die Wurfsendungen noch erklären, wie das so geht mit dem Pizza-Bestellen!
Die Verbindung zwischen den drei Archiven am Eichborndamm wurde mit den vom Wirtschaftsarchiv angebotenen Führungen über das Gelände der ehemaligen Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik (DWM) sichtbar gemacht. Die Tour begann am Landesarchiv und hatte als weitere Stationen das BBWA und das Bundesarchiv (PA).
Weitere Informationen gibt es im Blog des BBWA: Archivspiegel.

Tania Estler-Ziegler

Rückblick: Der Tag der Archive im Stasi-Unterlagen-Archiv

Im Stasi-Unterlagen-Archiv stand der Tag unter der Überschrift “Überwachte Kommunikation”. Briefe abfangen, Telefonate abhören, Spitzel einsetzen: Die breite Überwachung von vor allem privater Kommunikation diente der DDR-Staatssicherheit als wichtige Informationsquelle. Auf Millionen Karteikarten speicherte die Stasi diese Informationen für einen schnellen Austausch im Apparat. Um mehr über Geschichte, Funktion und Nutzungsmöglichkeiten dieses Archivs zu erfahren, kamen mehrere hundert Interessierte am 7. und 8. März nach Berlin-Lichtenberg.
Viele nutzten viele die Gelegenheit auch zum Austausch mit Mitarbeitenden des Archivs. Bei Vorträgen ging es unter anderem um Recherchemöglichkeiten und Digitalisierung. Auch die manuelle Rekonstruktion von zerrissenen Unterlagen ließ sich besichtigen. Der Bundesbeauftragte Roland Jahn beantwortete Fragen zu Erkenntnissen aus den Akten, zur Zukunft des Stasi-Unterlagen-Archivs und der Entwicklung der ehemaligen Stasi-Zentrale zu einem Campus für Demokratie.
Neben den Führungen durch die Archivausstellung “Einblick ins Geheime” nutzten Besucherinnen und Besucher auch die Sammlung von Beispielakten, in denen sich komplette Vorgänge der Stasi nachlesen lassen.
Parallel hatte auch das Archiv der DDR-Opposition der Robert-Havemann-Gesellschaft sein Archiv geöffnet, das ebenfalls auf dem Campus angesiedelt ist – für viele eine spannende Ergänzung.

Rückblick: Der Tag der Archive im Archiv des Stadtgeschichtlichen Museums Spandau

In diesem Jahr öffnete das Archiv des Stadtgeschichtlichen Museums Spandau zum ersten Mal am Tag der Archive seine Türen für interessierte Besucherinnen und Besucher.
Im Lesesaal konnten ausgewählte Unterlagen aus den Beständen Bibliothek, Magistratsakten, Familiennachlässe, Fotosammlung, Plan- und Kartensammlung, sowie Zeitungssammlung eingesehen werden. Im Treppenhaus gab es diverse Fotos zu sehen, zu denen das Archiv kaum oder keine Informationen hatte. Besucherinnen und Besucher, die Hinweise zu diesen Abbildungen geben konnten, trugen diese in einen ausliegenden Ordner ein und lieferten damit mögliche Metadaten und Kontext für die Erschließung.
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Rückblick: Der Tag der Archive im Archiv des Katholischen Militärbischofs

„Schwanengesang des Feldgeneralvikars“ lautete der Titel eines etwas ungewöhnlichen Vortrags zum Tag der Archive am 7. März 2020 im Archiv des Katholischen Militärbischofs. Zu Wort kam dabei zunächst einmal Prälat Georg Werthmann (1898 – 1980), und zwar in Form einer digitalisierten und mit Fotos unterlegten Tonbandaufnahme aus dem Jahr 1962. Werthmann erläuterte dabei seinen Werdegang als Militärseelsorger und Feldgeneralvikar in der Wehrmacht. Ausführungen der Historiker Dagmar Pöpping und Winfried Heinemann ordneten dieses Archivdokument in einen größeren Zusammenhang ein, wobei auch deutlich wurde, was in Werthmanns Rede nicht zur Sprache kam. Abgerundet wurde das Programm durch zwei Führungen durch die Magazin- und Ausstellungsräume des Archivs mit einem Schwerpunkt auf Feldpostbriefen vom Ersten Weltkrieg bis zum Kosovo-Konflikt.

Markus Seemann

Rückblick: Der Tag der Archive im Geheimen Staatsarchiv

Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin-Dahlem beteiligte sich auch in diesem Jahr wieder an der bundesweiten Aktion „TAG DER ARCHIVE“. 256 interessierte Besucher und Besucherinnen nutzten – trotz der sich anbahnenden Coronakrise – die Gelegenheit, bei den halbstündlich angebotenen Archivführungen auch mal hinter die Kulissen des Archivs zu schauen. Reges Interesse fanden zudem die Lesungen aus Briefen von Alexander von Humboldt und Heinrich von Kleist, die Veranstaltung zur Ver- und Entschlüsselung von Nachrichten im diplomatischen Schriftverkehr sowie die ständigen Anlaufstationen, an denen sich die Gäste über die Einführung in die Recherche sowie über die Restaurierung von Archivalien informieren konnten, ebenso die Präsentation der Wappendarstellungen des HEROLD, Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften.

Constanze Krause

Rückblick: Der Tag der Archive im Politischen Archiv

Besuch in der Restaurierungswerkstatt
Foto: Auswärtiges Amt

Erstmals nahm in diesem Jahr das Politische Archiv des Auswärtigen Amts am deutschlandweiten Tag der Archive teil. Für die Archivarinnen und Archivare wie auch für die über 100 Gäste war es eine gelungene Veranstaltung. Während der sechs Führungen besichtigte das Publikum die Tresore der ehemaligen Reichsbank, die heute als Magazinräume für die fachgerechte Lagerung der Archivalien genutzt werden, und gewann anhand verschiedener Dokumente Einblicke in die Bestände des Archivs und dessen Aufgaben. Anschließend stellten die Kolleginnen und Kollegen in der Werkstatt anhand üblicher Arbeitsabläufe ausgewählte Techniken der Papierrestaurierung vor. Im Lesesaal berieten Archivarinnen und Archivare zur Recherche in den Beständen des Politischen Archivs sowie zur Geschichte der Hand- und Druckschriften, die durch eigene Schreibübungen erprobt werden konnten.

Eintrag im Gästebuch
Foto: Auswärtiges Amt

Sie stellten anhand von Originalakten verschiedene Dokumententypen wie Depeschen, Erlasse, Berichte und Noten vor und boten dabei Gelegenheit, ausgiebig in den zugehörigen Akten zu lesen. Kinder konnten eigene Diplomatenpässe ausstellen und mit ihren Eltern bilaterale Verträge abschließen oder Buttons gestalten. Aufgrund der positiven Resonanz ist es sehr wahrscheinlich, dass sich das Politische Archiv auch in zwei Jahren wieder am Tag der Archive beteiligt.

Fünfzehn Berliner Archive beim Tag der Archive am 7. und 8. März 2020 dabei

Briefe von Franz Kafka an Paul Kisch, 1902/1903 © Foto: Erik-Jan Ouwerkerk

Fünfzehn Berliner Archive öffnen anläßlich des 10. Tages der Archive am 7. und 8. März 2020 außerhalb der sonst üblichen Öffnungszeiten ihre Türen und laden die interessierte Öffentlichkeit zu einem einmaligen Blick hinter ihre Kulissen ein. Ein spannendes Programm mit Vorträgen, Filmen und Gesprächen sowie Führungen durch Magazine, Lesesäle und Werkstätten offenbart Geheimnisse des Forschens und Sammelns. Archivarinnen und Archivare stellen die Besonderheiten ihrer Häuser vor und präsentieren einzigartige Dokumente.

Archivmagazin in einem ehemaligen Tresorraum, Foto: Alexandra Willkommen

Diese Archive öffnen an diesem Tag:
– Geheimes Staatsarchiv PK
– Archiv der Akademie der Künste
– Landesarchiv Berlin
– Archiv des Jüdischen Museums
– Archiv des Katholischen Militärbischofs
– Berlin-Brandenburgisches Wirtschaftsarchiv
– Bundesarchiv, Abteilung PA
– BStU (Stasi-Unterlagen-Archiv)
– Archiv Grünes Gedächtnis der Heinrich-Boell-Stiftung
– Archiv der DDR-Opposition (Archiv der Robert-Havemann-Gesellschaft)
– Politisches Archiv des Auswärtigen Amts
– Archiv des Stadtgeschichtlichen Museums Spandau
– Abteilung Dokumentation und Archive des Deutschlandradio
– Archiv der Museen Tempelhof-Schöneberg
– Friedrichshain Kreuzberg Museum.

Motto für den 10. TAG DER ARCHIVE 2020: Kommunikation

Die Mitglieder des VdA haben über das Motto für den 10. TAG DER ARCHIVE am 7. und 8. März 2020 abgestimmt. Knapp die Hälfte der abgegebenen Stimmen entfiel auf den Vorschlag:

Kommunikation. Von der Depesche bis zum Tweet

In den kommenden Wochen wird vom VdA ein Ideenpool mit thematischen und quellenkundlichen Vorschlägen für Aktionen und Veranstaltungen erarbeitet und die Website erstellt, auf der man seine geplanten Aktionen eintragen kann.

Der Tag der Archive 2020

Der 10. TAG DER ARCHIVE findet zwar erst am 7. und 8. März 2020 statt, aber er wirft schon seinen Schatten voraus. Gegenwärtig stimmen die VdA-Mitglieder noch über das Motto ab. Zur Auswahl stehen folgende Vorschläge:

1. Kommunikation. Von der Depesche bis zum Tweet
2. Umbrüche
3. Archive und Musik.

Die Abstimmung läuft noch bis zum 27. März. Danach wird das Motto bekannt gegeben und die Planung kann beginnen.