Dagmar Hovestädt wird mit einem Impulsvortrag die Abschlussdiskussion zur Rolle der Archive im 21. Jahrhundert eröffnen.
Dagmar Hovestädt ist eine internationale Archiv-Expertin, die an der Schnittstelle von Archiven, Menschenrechten und Vergangenheitsbewältigung arbeitet und publiziert. Von 2011 bis 2021 war sie die Sprecherin des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und von 2021 bis 2024 Leiterin der Abteilung Vermittlung und Forschung im Bundesarchiv.
Zurzeit arbeitet sie mit Archiven und Initiativen in Irland, Syrien, Deutschland und beim Internationalen Archivrat (ICA) zusammen, u. a. mit dem Team des virtuellen ISIS Prisons Museum, das mit digitalen Rekonstruktionen Orte der Verbrechen in Syrien und Irak detailgenau untersucht, um für die Familien der Verschwundenen über das Geschehene aufzuklären und Strafverfolgung zu ermöglichen. Sie ist Aufsichtsratsmitglied und Gesellschafterin bei Correctiv. Seit 2024 und noch bis 2027 ist sie Lehrbeauftragte am Irischen Zentrum für Menschenrechte der Universität Galway.