Kategorie-Archiv: Veranstaltungen

Forscherstammtisch Industriekultur soll etabliert werden

Zum Thema Industriekultur wird an zahlreichen Berliner Hochschulen, in Museen und Archiven geforscht. Um den Austausch und die Vernetzung zum Thema auf verschiedensten Ebenenzu befördern und die Beteiligten in einen engeren Kontakt zueinander zu bringen, will das Berliner Zentrum Industriekultur (bzi) einen Forscherstammtisch Industriekultur etablieren.
Bei einem ersten Treffens sollen die Anwesenden sich und ihre aktuellen Forschungsvorhaben ohne aufwändige Präsentationen kurz vorstellen um anschließend ins Gespräch zu kommen. Danach soll einmal im Quartal die Gelegenheit zum Austausch geboten werden. Diese weiteren Termine werden im Netzwerk und auf der bzi-Website bekannt gegeben.

Das erste Treffen findet am Donnerstag, 13.07.2017, ab 18 Uhr in der Turnhalle, Holteistraße/Sonntagstraße (Nähe Bahnhof Ostkreuz) statt. Um eine Anmeldung wird gebeten.

Erich Honecker – Das Leben davor 1912-1945

Am 15. Juni 2017 um 18 Uhr liest Martin Sabrow aus seinem 2016 veröffentlichten Buch „Erich Honecker. Das Leben davor 1912-1945“. Die Veranstaltung – eine Kooperation des Bundesarchivs mit dem Förderkreis Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung und der Johannes-Sassenbach-Gesellschaft – findet im Bundesarchiv statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Weitere Informationen gibt es hier.
Der Verlag schreibt zu dem Buch: „Martin Sabrow zeigt auf der Grundlage zahlreicher unbekannter Quellen, welche überraschenden Brüche und Nebenwege das Leben des saarländischen Jungkommunisten prägten. Erich Honecker (1912 – 1994) war von frühester Kindheit an fest im kommunistischen Milieu des Saarlands verwurzelt, und doch war er als Teenager auch offen für neue Orientierung. Er fuhr nach Pommern, um Bauer zu werden, kehrte für eine Dachdeckerlehre in die Heimat zurück, studierte an der Parteihochschule in Moskau und ging 1933 in den Widerstand. Erstmals werden diese Stationen detailliert nachgezeichnet, und sie eröffnen überraschende Ausblicke, etwa auf Honeckers enges Verhältnis zu Herbert Wehner oder seine Beteiligung an einem Terroranschlag. 1935 musste der Jungfunktionär untertauchen. Was machte er monatelang in Paris? Wie kam es zu seinem konspirativen Einsatz in Berlin und wie zu seiner Verhaftung? Von Rätseln umrankt war bisher auch, wie es Honecker gelang, wenige Wochen vor Kriegsende zu fliehen und bald darauf unbehelligt ins Gefängnis zurückzukehren.“

Veranstaltungsort:
Bundesarchiv
Finckensteinallee 63, 12205 Berlin
Konferenzraum, Haus 912, 1. Etage

 

Offenes Archiv und Sommerfest im Brecht-Haus

Ein Jubiläum steht an. Am Sonnabend, den 10. Juni 2017, feiert das Brecht-Haus  zum zehnten Mal ein Sommerfest. Es gibt Bewährtes wie in den vergangenen Jahren. Dabei sind Führungen durch die Wohnungen von Bertolt Brecht und Helene Weigel und über den Dorotheenstädtischen Friedhof, Filme,  Gespräche und Kulinarisches im Hof. Das Brecht-Archiv öffnet seine Türen und präsentiert ausgewählte Handschriften und Dokumente. Dazu gesellt sich Besonderes – ein Puppenspiel von Volkmar Funke und Musik auf dem Hof mit The Incredible Herrengedeck und Andreas Spechtl & Christiane Rösinger.

Zu später Stunde folgt dann eine „Geisterstunde“ auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof: Theaterleute, Schriftstellerinnen und Schriftsteller übernehmen Patenschaften an den Gräbern Prominenter und lesen Briefe, Gedichte und andere Texte. Mit dabei u. a.: Holger Teschke, Marion Brasch, B. K. Tragelehn, Volker Braun, Leon Maria Spiegelberg, Kerstin Hensel, Thomas Rosenlöcher, Kathrin Schmidt, Jutta Wachowiak, Christian Grashof, Katharina Thalbach, Annett Gröschner, Mark Lammert, Klaus Völker, Carola Opitz-Wiemers – sowie Warnfried Altmann am Saxofon.

Das Programm des Sommerfestes findet sich hier, das der Geisterstunde hier.

Brecht-Haus und Bertolt-Brecht-Archiv
Chausseestraße 125 in Berlin-Mitte
ab 15 Uhr, Geisterstunde ab 21 Uhr

Das Bertolt-Brecht-Archiv im Internet.

 

 

Zu zweit am Kreuzweg

So lautet der Titel einer Veranstaltung des Geheimen Staatsarchivs zum Evangelischen Kirchentag, die am 26.05.2017, um 13.00 Uhr im Schloss Köpenick stattfindet. Dabei werden der ehemalige Ratsvorsitzende der EKD, Nikolaus Schneider und der Direktor des GStA, Jürgen Kloosterhuis, die aktuelle Ausstellung „Kreuzwege. Die Hohenzollern und die Konfessionen 1517-1740“ besuchen und über zentrale Aspekte der Konfessionsgeschichte Brandenburg-Preußens diskutieren. Anmeldungen sind noch bis heute möglich. Weitere Infos.

Die Sprache der Stasi – Vortrag und Lesung am 28. Februar 2017

Verbergen, Verdecken, Verschlüsseln

Ein Meer an Abkürzungen, endlose Schachtelsätze, bürokratisch-militärische Wortungetüme: Die DDR-Staatssicherheit arbeitete in einer eigenen Sprache. Sie war Ausdruck des Feind- und Weltbildes der Stasi-Mitarbeiter.

Der Sprachwissenschaftler Dr. Steffen Pappert (Universität Duisburg-Essen) analysiert die besonderen Kennzeichen der Sprache in den Stasi-Akten und liefert so neue Einblicke in das System der DDR-Geheimpolizei. Er zeigt, welchen Einfluss Sprache auf die Gesellschaft haben kann und sieht Sprache als ein Spiegel der Funktionsweise des Ministeriums für Staatssicherheit.

Im Anschluss an den ca. 45-minütigen Impulsvortrag sind die Besucher in das Stasi-Unterlagen-Archiv eingeladen. In einem Magazinraum werden Mitarbeiter des Archivs Auszüge aus den Stasi-Akten vorlesen und können zur Struktur und Arbeitsweise des Ministeriums für Staatssicherheit befragt werden.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Quelle: Stasi-Unterlagen-Archiv“. Darin erläutern Archivare, Rechercheure und Forscher die Arbeit mit dem Archivgut der DDR-Geheimpolizei. Sie findet jeden letzten Dienstag im Monat statt.

Termin: Dienstag, 28. Februar 2017, 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen: www.BStU.de

Veranstaltungsort:
Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
Ehemalige Stasi-Zentrale
„Haus 1“, Projektwerkstatt (Raum 418)
Ruschestraße 103
10365 Berlin

Pünktlich zum Lutherjahr: Bundesarchiv restauriert Lutherfilm von 1927

Auf eine Initiative des Berliner Dompredigers Bruno Doehring und des Evangelischen Bundes zurückgehend, war der 1927 entstandene Stummfilm „Luther“ (Buch und Regie: Hans Kyser, in der Hauptrolle: Eugen Klöpfer) bereits zu seiner Zeit heftig umstritten. Aufgrund seiner nationalkonservativen, v.a. aber seiner dezidiert antikatholischen Grundtendenz konnte der Film nur in gekürzter Fassung erscheinen und geriet mit dem Aufkommen des Tonfilms schließlich in Vergessenheit.

Nun hat das Bundesarchiv die Originalfassung rekonstruiert, die am 14.01.2017 in der Berliner Passionskirche zu sehen war. Weitere Aufführungstermine in Berlin sind der 25. März und der 25. Mai (hier freier Eintritt anlässlich des Kirchentags), jeweils in der Berliner Emmauskirche. Die musikalische Neubarbeitung, die live zu hören sein wird, stammt von Stephan von Bothmer.

Einen ausführlichen Beitrag hierzu brachte das Sonntagsblatt in seiner Online-Ausgabe v.17.01.2017.

Werbeprospekt, mit dem die „Zentralstelle für die Schaffung eines Lutherfilms e.V.“ um finanzielle Spenden bat.

 

Veranstaltung in der BStU: Recherche für einen Dokumentarfilm

DVD_Im Namen_außen.inddBluesmessen in Ost-Berlin, kritische Liedermacher und Punk-Konzerte unter dem schützenden Dach der Kirche – der Film „Im Namen des Herrn – Kirche, Pop und Sozialismus“ (2013) geht der Frage nach,  wie weit Popmusik und Kirche in der DDR verflochten waren. Der Film basiert ganz wesentlich auf Recherchen im Stasi-Unterlagen-Archiv.
Am Dienstag, den 31. Januar 2017, um 18.00 Uhr spricht Dagmar Hovestädt (BStU) mit dem Dokumentarfilmer Tom Franke (armadaFilm) über den Weg von der Antragsstellung über die Recherche zum fertigen Film.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Quelle: Stasi-Unterlagen-Archiv“. Darin erläutern Archivare, Rechercheure und Forscher die Arbeit mit dem Archivgut der DDR-Geheimpolizei.
Veranstaltungsort: Ehemalige Stasi-Zentrale, Ruschestraße 103, 10365 Berlin. Der Eintritt ist frei. Der Film ist auch auf DVD erschienen und kann bei der Stiftung Aufarbeitung erworben werden.

Jüdische Frauen im Ersten Weltkrieg

Unter diesem Titel portraitieren die Buchautoren Sabine und Uwe Hank das Leben von Paula Glück (Bürovorsteherin des Verbandes der deutschen Juden), Juliane Herrmann (Krankenschwester im Ersten Weltkrieg), und Helene Meyer (erste Vorsitzende der Kriegshilfskommission der Jüdischen Gemeinde und Vorstandsmitglied des Jüdischen Frauenbundes). Das Buch, das sich vor allem auf die schriftliche Überlieferung im Archiv des Centrum Judaicum stützt, wird von den Autoren, gemeinsam mit dem Herausgeber Hermann Simon, heute, am 24.11.2016, um 18.00 Uhr  in der Katholischen Akademie, Hannoversche Straße 5, vorgestellt (s. Veranstaltungshinweis). Die Publikation erscheint als Band 192 der Reihe „Jüdische Miniaturen“ voraussichtlich Anfang 2017. Über Inhalte sowie die Arbeit im Archiv berichtet die Berliner Zeitung v.24.11.2016.

Buchpräsentation im Archiv der Akademie der Künste

baukunst-im-archiv-deutschAm Sonntag, d. 13. November 2016, um 11.00 Uhr, wird im Plenarsaal der Akademie der Künste am Pariser Platz die Neuerscheinung „Baukunst im Archiv“ vorgestellt. Die Herausgeberin Eva-Maria Barkhofen präsentiert damit „das erste Überblickswerk über alle im Baukunstarchiv der Akademie der Künste bewahrten Archive und Sammlungen“. Den Schwerpunkt der Überlieferung, die bis ins Ende des 18. Jahrhunderts zurückreicht, bildet die klassische Moderne (Bruno und Max Taut, Hans Scharoun u.a.), aber auch Nachlässe von DDR-Architekten, wie Hermann Henselmann und Heinz Graffunder. Die mit 906 Abbildungen auf 560 Seiten reich bebilderte Publikation wird im Verlag DOM publishers zum Preis von 68 Euro erscheinen (49 Euro im Buchladen der Akademie).

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Heute: Kultur gut digital – digiS-Jahreskonferenz

Sicher ein etwas knapper Hinweis, aber vielleicht ist ein Besuch noch möglich:  Heute, am 13. September 2013, veranstaltet die Servicestelle Digitalisierung von 10 Uhr bis 17 Uhr ihre Jahreskonferenz im Rundbau des Zuse Institutes Berlin, Takustr. 7, 14195 Berlin.
Dieses Jahr stehen die Interessen, Wünsche und Anforderungen der Nutzer im Mittelpunkt. 14 Berliner Digitalisierungsprojekte berichten von ihren Erfahrungen und stellen ihre Ergebnisse vor.  Das Programm findet sich hier.
Möglicherweise gibt es die Vorträge der Konferenz zum Nachlesen oder -sehen. Auf jeden Fall kann man bei Twitter dabei sein unter @digiSberlin bzw. dem  Konferenzhashtag #kulturdigital.
Im Vorfeld wurden 11 Nutzerinnen bzw. Nutzer nach ihren Perspektiven auf Kulturdaten befragt. Den Film kann man sich hier ansehen.