Kategorie-Archiv: Veranstaltungen

Workshop Audiovisuelle Dokumente am 23. November 2017

Audiovisuelle Medien machen heute einen erheblichen Teil des historisch jüngeren Bereichs des Kulturellen Erbes aus. Doch der Umgang mit ihnen und ihre Digitalisierung stellt für viele Institutionen noch ein großes Problem dar. Im Rahmen des Digitalisierungsprojekts zur Zugänglichmachung von audiovisuellen Beständen aus den frühen Jahren der Tanzfabrik Berlin (Titel: „Whodidwhattowhomwasneverreallyclear…“) nimmt der Workshop „Bewegung im Bild“ das Kulturelle Erbe der Darstellenden Kunst in den Blick. Welchen Wert und Kontext besitzen audiovisuelle Aufzeichnungen für die Wahrnehmung und Interpretation von Aufführungen in Tanz und Theater? Wie können sie beitragen zur Zugänglichmachung dieses immateriellen Kulturellen Erbes? Anmeldungen bitte bis zum 15.11.2017 an mediathek@mimecentrum.de

Programm
Flyer

Donnerstag, 23.November 2017, 14.00-19.30
Mime Centrum Berlin / Internationales Theaterinstitut Deutschland
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Ausstellung „Fundstellen. Spuren von NS-Verfolgten in Berliner Archiven“ wird erneut gezeigt

Am 13. Oktober 2017um 16 Uhr wird die Ausstellung „Fundstellen. Spuren von NS-Verfolgten in Berliner Archiven“ im Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin eröffnet. Sie wird dort, in der 9. Etage im Telefunken-Hochhaus, bis Ende März 2018 zu sehen sein. Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, der Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin und dem Landesarchiv Berlin.
Erstmals wurde die Präsentation Ende 2014 in der Gedenk und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz gezeigt.  Anhand von sechs Biografien von Verfolgten des Nationalsozialismus wird hier exemplarisch gezeigt, wie und wo man heute Informationen über diese Menschen finden kann, wo eine Spurensuche Erfolg haben kann. So werden viele verschiedene Fundstellen in den zentralen Archiven der Region genannt wie die Akten der sogenannten Vermögensverwertungsstelle (Bestand Rep 36 A II des Oberfinanzpräsidenten Berlin-Brandenburg) im Brandenburgischen Landeshauptarchiv, die vielfältigen Bestände des Landesarchivs Berlin und des Bundesarchivs sowie Akten der Entschädigungsbehörde Berlin, des Jüdischen Museums und des Archivs der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Seinerzeit wurde auch eine Broschüre herausgegeben (80 Seiten, ISBN 978-3-9813119-6-9, 3,50 €), die das Thema vertieft und als Leitfaden für eigene Recherchen dienen soll.

Neuerscheinung zur Geschichte der Berliner Secession

Die Berliner Secession, als deren wesentlichen Exponenten Max Liebermann, Walter Leistikow, Lovis Corinth und Max Slevogt, gelten, spaltete sich 1913.
Über ihr Wirken danach ist bislang wenig bekannt. Diese Lücke schließt die soeben im Schweizer Nimbus Verlag erschienene Studie von Anke Matelowski auf eindrucksvolle Art. Mit einer großen Zahl weitgehend unbekannter Quellen beleuchtet sie detailliert alle Aspekte dieser wechselvollen Geschichte: die Ausstellungstätigkeit, die Mitgliederstruktur, die Gebäude und Räumlichkeiten, welche der Vereinigung zur Verfügung standen, das Verhältnis zu den lokalen Behörden und zur offiziellen Kunstpolitik, die Kooperationen mit anderen Künstlervereinigungen, die Strategien zur Bewältigung der politischen und wirtschaftlichen Krisen etc.
Ergänzt wird die Darstellung durch umfangreiche Verzeichnisse zu Mitgliedern, Vorständen und Ausstellungen. Die Arbeit basiert wesentlich auf den Quellen im Archiv der Akademie der Künste, Berlin.

Die Buchpremiere findet am 4. Oktober 2017 um 19 Uhr in der Akademie der Künste am Pariser Platz statt. Eine weitere Veranstaltung mit Vortrag und Lesung gibt es am 8. Dezember 2017 um 19 Uhr in der Galerie Mutter Fourage.

Ab heute Anmeldung zum 1. Berliner Archivtag 2017 möglich

Die Berlinische Galerie,    Foto: Nina Strassgütl

Am 15. November 2017 findet in der Berlinischen Galerie – Museum für moderne Kunst der erste Berliner Landesarchivtag statt.
Seit heute ist die Tagungswebsite online und die Anmeldung ist möglich. Aber auch hier im Blog gibt es die entsprechenden Hinweise.
Der Tagungsflyer mit dem vollständigen Programm bietet weitere Infomationen zu Themen und Vortragenden. Anmelden kann man sich bis zum 31. Oktober 2017 mit diesem Anmeldeformular.

Verschluss-Sachen. Buchvorstellung am 29. August 2017

Eine Streichholzschachtel mit vermeintlichem Urangestein, ein Briefumschlag mit „Hetzbuchstaben“, ein fehlerhaft produzierter Kronkorken – in vierzig Jahren hat das DDR-Ministerium für Staatssicherheit einige kuriose Beweisstücke beschlagnahmt. Sie lagern heute an einem der Standorte des Stasi-Unterlagen-Archivs. Die Publikation „Verschluss-Sachen“ des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) stellt jeweils eine besonders spannende Archivalie aus jedem Jahr vor. Jedes Fundstück erzählt eine eigene kleine Geschichte. In 40 Episoden bringen die Autoren den Leserinnen und Lesern die DDR-Geheimpolizei auf eine andere Weise näher. Verschluss-Sachen. Buchvorstellung am 29. August 2017 weiterlesen

Forscherstammtisch Industriekultur soll etabliert werden

Zum Thema Industriekultur wird an zahlreichen Berliner Hochschulen, in Museen und Archiven geforscht. Um den Austausch und die Vernetzung zum Thema auf verschiedensten Ebenenzu befördern und die Beteiligten in einen engeren Kontakt zueinander zu bringen, will das Berliner Zentrum Industriekultur (bzi) einen Forscherstammtisch Industriekultur etablieren.
Bei einem ersten Treffens sollen die Anwesenden sich und ihre aktuellen Forschungsvorhaben ohne aufwändige Präsentationen kurz vorstellen um anschließend ins Gespräch zu kommen. Danach soll einmal im Quartal die Gelegenheit zum Austausch geboten werden. Diese weiteren Termine werden im Netzwerk und auf der bzi-Website bekannt gegeben.

Das erste Treffen findet am Donnerstag, 13.07.2017, ab 18 Uhr in der Turnhalle, Holteistraße/Sonntagstraße (Nähe Bahnhof Ostkreuz) statt. Um eine Anmeldung wird gebeten.

Erich Honecker – Das Leben davor 1912-1945

Am 15. Juni 2017 um 18 Uhr liest Martin Sabrow aus seinem 2016 veröffentlichten Buch „Erich Honecker. Das Leben davor 1912-1945“. Die Veranstaltung – eine Kooperation des Bundesarchivs mit dem Förderkreis Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung und der Johannes-Sassenbach-Gesellschaft – findet im Bundesarchiv statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Weitere Informationen gibt es hier.
Der Verlag schreibt zu dem Buch: „Martin Sabrow zeigt auf der Grundlage zahlreicher unbekannter Quellen, welche überraschenden Brüche und Nebenwege das Leben des saarländischen Jungkommunisten prägten. Erich Honecker (1912 – 1994) war von frühester Kindheit an fest im kommunistischen Milieu des Saarlands verwurzelt, und doch war er als Teenager auch offen für neue Orientierung. Er fuhr nach Pommern, um Bauer zu werden, kehrte für eine Dachdeckerlehre in die Heimat zurück, studierte an der Parteihochschule in Moskau und ging 1933 in den Widerstand. Erstmals werden diese Stationen detailliert nachgezeichnet, und sie eröffnen überraschende Ausblicke, etwa auf Honeckers enges Verhältnis zu Herbert Wehner oder seine Beteiligung an einem Terroranschlag. 1935 musste der Jungfunktionär untertauchen. Was machte er monatelang in Paris? Wie kam es zu seinem konspirativen Einsatz in Berlin und wie zu seiner Verhaftung? Von Rätseln umrankt war bisher auch, wie es Honecker gelang, wenige Wochen vor Kriegsende zu fliehen und bald darauf unbehelligt ins Gefängnis zurückzukehren.“

Veranstaltungsort:
Bundesarchiv
Finckensteinallee 63, 12205 Berlin
Konferenzraum, Haus 912, 1. Etage

 

Offenes Archiv und Sommerfest im Brecht-Haus

Ein Jubiläum steht an. Am Sonnabend, den 10. Juni 2017, feiert das Brecht-Haus  zum zehnten Mal ein Sommerfest. Es gibt Bewährtes wie in den vergangenen Jahren. Dabei sind Führungen durch die Wohnungen von Bertolt Brecht und Helene Weigel und über den Dorotheenstädtischen Friedhof, Filme,  Gespräche und Kulinarisches im Hof. Das Brecht-Archiv öffnet seine Türen und präsentiert ausgewählte Handschriften und Dokumente. Dazu gesellt sich Besonderes – ein Puppenspiel von Volkmar Funke und Musik auf dem Hof mit The Incredible Herrengedeck und Andreas Spechtl & Christiane Rösinger.

Zu später Stunde folgt dann eine „Geisterstunde“ auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof: Theaterleute, Schriftstellerinnen und Schriftsteller übernehmen Patenschaften an den Gräbern Prominenter und lesen Briefe, Gedichte und andere Texte. Mit dabei u. a.: Holger Teschke, Marion Brasch, B. K. Tragelehn, Volker Braun, Leon Maria Spiegelberg, Kerstin Hensel, Thomas Rosenlöcher, Kathrin Schmidt, Jutta Wachowiak, Christian Grashof, Katharina Thalbach, Annett Gröschner, Mark Lammert, Klaus Völker, Carola Opitz-Wiemers – sowie Warnfried Altmann am Saxofon.

Das Programm des Sommerfestes findet sich hier, das der Geisterstunde hier.

Brecht-Haus und Bertolt-Brecht-Archiv
Chausseestraße 125 in Berlin-Mitte
ab 15 Uhr, Geisterstunde ab 21 Uhr

Das Bertolt-Brecht-Archiv im Internet.

 

 

Zu zweit am Kreuzweg

So lautet der Titel einer Veranstaltung des Geheimen Staatsarchivs zum Evangelischen Kirchentag, die am 26.05.2017, um 13.00 Uhr im Schloss Köpenick stattfindet. Dabei werden der ehemalige Ratsvorsitzende der EKD, Nikolaus Schneider und der Direktor des GStA, Jürgen Kloosterhuis, die aktuelle Ausstellung „Kreuzwege. Die Hohenzollern und die Konfessionen 1517-1740“ besuchen und über zentrale Aspekte der Konfessionsgeschichte Brandenburg-Preußens diskutieren. Anmeldungen sind noch bis heute möglich. Weitere Infos.

Die Sprache der Stasi – Vortrag und Lesung am 28. Februar 2017

Verbergen, Verdecken, Verschlüsseln

Ein Meer an Abkürzungen, endlose Schachtelsätze, bürokratisch-militärische Wortungetüme: Die DDR-Staatssicherheit arbeitete in einer eigenen Sprache. Sie war Ausdruck des Feind- und Weltbildes der Stasi-Mitarbeiter.

Der Sprachwissenschaftler Dr. Steffen Pappert (Universität Duisburg-Essen) analysiert die besonderen Kennzeichen der Sprache in den Stasi-Akten und liefert so neue Einblicke in das System der DDR-Geheimpolizei. Er zeigt, welchen Einfluss Sprache auf die Gesellschaft haben kann und sieht Sprache als ein Spiegel der Funktionsweise des Ministeriums für Staatssicherheit.

Im Anschluss an den ca. 45-minütigen Impulsvortrag sind die Besucher in das Stasi-Unterlagen-Archiv eingeladen. In einem Magazinraum werden Mitarbeiter des Archivs Auszüge aus den Stasi-Akten vorlesen und können zur Struktur und Arbeitsweise des Ministeriums für Staatssicherheit befragt werden.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Quelle: Stasi-Unterlagen-Archiv“. Darin erläutern Archivare, Rechercheure und Forscher die Arbeit mit dem Archivgut der DDR-Geheimpolizei. Sie findet jeden letzten Dienstag im Monat statt.

Termin: Dienstag, 28. Februar 2017, 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen: www.BStU.de

Veranstaltungsort:
Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
Ehemalige Stasi-Zentrale
„Haus 1“, Projektwerkstatt (Raum 418)
Ruschestraße 103
10365 Berlin