Kategorie-Archiv: Archive

„Trapp, Trapp, Trapp…“ – Kloosterhuis verabschiedet sich

Am 1. August 2017 ist der langjährige Direktor des Geheimen Staatsarchivs PK Jürgen Kloosterhuis in den Ruhestand getreten. Er leitete das GStA seit 1996. Ihm folgt Ulrike Höroldt im Amt nach.

Kloosterhuis verabschiedet sich von Freunden, Kollegen und Mitstreitern in einem lesenswerten Brief mit viel Esprit, der mit einem Zitat aus dem Film „Waterloo“ von 1970 beginnt und in dem der Autor freimütig bekennt: „Auch ich…will nicht abdanken.“

Archiv der Robert-Havemann-Gesellschaft zieht um

Nachdem die Räumlichkeiten, die die Robert-Havemann-Gesellschaft mit ihrem „Archiv der DDR-Opposition“ in der Schliemannstraße nutzte, bereits seit langem zu klein geworden waren, wurde ein neues Domizil in der Ruschestraße 103 in Lichtenberg gefunden, wie der Tagesspiegel in seiner Online-Ausgabe vom 22.07.2017 berichtet.

Die neuen Räume sind Teil des ehemaligen Gebäudekomplexes des Ministeriums für Staatssicherheit. Aufgrund des Umzugs ist nach Mitteilung der Robert-Havemann-Gesellschaft die Archivbenutzung in den Monaten Juli und August nicht möglich.

Die neue Direktorin des GStA Ulrike Höroldt bereitet ihren Umzug vor

Ulrike Höroldt, derzeit noch Leiterin des Landesarchivs Sachsen-Anhalt in Magdeburg,  bereitet gerade ihren Umzug vor. Wie bereits gepostet, wird sie im Juli als erste Frau in dieser Position die neue Direktorin des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz in Berlin, in Nachfolge von Jürgen Kloosterhuis, der in den Ruhestand geht. 15 Jahre lang hat sie das Magdeburger Archiv geleitet und es in dieser Zeit in ein neues modernes Domizil geführt, wovon sich viele Teilnehmer des Deutschen Archivtages 2014 bei einer Besichtigung persönlich überzeugen konnten. Bereits Ende Januar 2017 hatte sich Ulrike Höroldt zu ihren Plänen für das GStA geäußert, während sie von der Magdeburger Zeitung „Volksstimme“ gerade noch einmal porträtiert wird.

Jüdischer Nachlass in Basdorf entdeckt

Das Archiv des Jüdischen Museums Berlin erhielt vor kurzem den Nachlass von Kurt Danielewicz (1893–1972), früherer Bezirksrat von Charlottenburg. Auf einem ehemaligen Kasernengelände bei Wandlitz wurden die Unterlagen, die nach Angaben der BZ v.28.02.2017 u.a. Personaldokumente, Briefe, Fotos und Ausweise der Familie enthielten, entdeckt. (Twittermeldung dazu)

Die Kaserne in Basdorf, die in der NS-Zeit entstand, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der Bereitschaftspolizei genutzt, nach 1989 als brandenburgische Polizei-Fachhochschule. Nun soll hier eine Wohnsiedlung entstehen.

Catalogus Professorum der TU Berlin

CP_TUBAm Freitag, 20.01.2017 wurde der Catalogus Professorum der Technischen Universität Berlin auf dem Neujahrsempfang des Präsidenten der TU Berlin der Öffentlichkeit übergeben. Aufbau und Pflege dieser prosopographischen Datenbank sind Aufgaben des Universitätsarchivs der TU. Es handelt es sich um einen online zugänglichen Katalog aller Professorinnen, Professoren sowie Lehrbeauftragten der TU Berlin einschließlich ihrer Vorgängereinrichtungen. Bisher sind ca. 2500 Personen mit ihren biografischen Eckdaten sowie Angaben zu ihrer Lehrtätigkeit einschließlich ihrer universitären Ämter erfasst. Vollständig enthalten sind die Lehrenden der Bauakademie, der Gewerbeakademie, der Bergakademie sowie der Technischen Hochschule Berlin (Ende 18. Jh. bis 1945). Derzeit wird an der Eingabe der Daten zur TU Berlin für den Zeitraum von 1945 bis 1970 gearbeitet. Ebenfalls enthalten sind Listen zu den Dekanen der TH (1879-1945), zu den Dekanen und Prodekanen der TU (1946/47-aktuell), zu den Rektoren und später Präsidenten der TH bzw. der TU (1879-aktuell) sowie zu den in der NS-Zeit vertriebenen Angehörigen des Lehrkörpers der TH (1933-1945).

Planung und Einrichtung einer solchen Datenbank erfolgte bereits im Jahr 2001 unter der Leitung von Karl Schwarz. Die zugehörige Projektgruppe nahm ihre Tätigkeit 2002/03. Leider ruhte das Projekt zwischenzeitlich über viele Jahre bis es im Universitätsarchiv weitergeführt werden konnte.

Ehemaliger Fluchthelfer übergibt Vorlass an die Stiftung Aufarbeitung

Dr. Burkhart Veigel, der ca. 650 DDR-Bürgern zur Flucht in den Westen verhalf, übergibt seinen Vorlass an die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, wie die BZ v. 05.01.2017 berichtet. Bereits 2016 erhielt das Archiv der Stiftung  ca. 4 lfd. Meter Unterlagen aus dem privaten Vorlass Veigels, die bereits erschlossen sind und Einblick in seine Tätigkeit als Fluchthelfer und Autor gewähren. Zudem stiftet Veigel einen Freiheitspreis aus seinem Privatvermögen.

Höroldt neue Direktorin des GStA

Ulrike Höroldt, die bisherige Leiterin des Landesarchivs Sachsen-Anhalt, wird nach einstimmiger Entscheidung des Stiftungsrates neue Direktorin des Geheimen Staatsarchivs PK, wie einer Pressemitteilung der Stiftung zu entnehmen ist.  Sie übernimmt damit das Amt von Jürgen Kloosterhuis, der nach über 20jähriger Tätigkeit im Juli 2017 in den Ruhestand treten wird.

Rudi Dutschkes Lebenslauf

Ein ausführliches Portrait des Archivs der Freien Universität findet sich im Tagesspiegel vom 05.12.2016. Vorgestellt werden u.a. die Geschichte des 1968 errichteten Archivs, das sich heute auf dem Geo-Campus in Berlin-Lankwitz befindet, und seine Bestände (z.B. Dutschkes Lebenslauf als Teil seiner Bewerbung um einen Studienplatz 1961, der vermutlich aus seiner Studentenakte stammt). Weitere Themen sind Überlieferungsbildung, Bewertung, sowie Bestandserhaltung und Digitalisierung.

Neue Leitung des Archivs der Akademie der Künste komplett

sabine-wolfNach einem neuen Direktor hat das Archiv der Akademie der Künste mit Sabine Wolf nun auch eine neue stellvertretende Archivdirektorin.  Sie wird die Stelle am 1. November 2016 antreten. Damit ist die neue Leitung des Archivs komplett.

Sabine Wolf (geb. 1961) ist Germanistin und wissenschaftliche Archivarin.  Nach dem Studium der Germanistik und Archivwissenschaft in Leipzig und Berlin arbeitete sie im Archiv der Akademie der Künste. Seit 2006 war sie hier Leiterin des Literaturarchivs. Sie hat mehrere Ausstellungen kuratiert sowie Aufsätze und Bücher zu literaturgeschichtlichen Themen veröffentlicht, so zuletzt 2014 im Christoph Links Verlag „DDR-Literatur. Eine Archivexpedition“ (gemeinsam herausgegeben mit Ulrich von Bülow). Sie ist in der KOOP-LITERA Deutschland und anderen fachlichen Netzwerken aktiv.

Archiv des Freien Theaters in Sicht

„Das freie Theater in Deutschland braucht ein Archiv“ – um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen, fand am 17./18. Oktober 2016 eine Konzeptionskonferenz in München statt. Dabei wurden erste Ergebnisse des Forschungsprojekts „Performing the Archive“ vorgestellt, das vom Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim koordiniert wird. Im Blickpunkt stehen dabei analoge und digitale Bestände, die meist „weit verstreut, unerschlossen und höchst gefährdet“ sind.

Über das Projekt, das u.a. vom Internationalen Theaterinstitut Deutschland in Berlin getragen wird, informiert die Website www.theaterarchiv.org.