Alle Artikel von Torsten Musial

Ab heute Anmeldung zum 1. Berliner Archivtag 2017 möglich

Die Berlinische Galerie,    Foto: Nina Strassgütl

Am 15. November 2017 findet in der Berlinischen Galerie – Museum für moderne Kunst der erste Berliner Landesarchivtag statt.
Seit heute ist die Tagungswebsite online und die Anmeldung ist möglich. Aber auch hier im Blog gibt es die entsprechenden Hinweise.
Der Tagungsflyer mit dem vollständigen Programm bietet weitere Infomationen zu Themen und Vortragenden. Anmelden kann man sich bis zum 31. Oktober 2017 mit diesem Anmeldeformular.

Verschluss-Sachen. Buchvorstellung am 29. August 2017

Eine Streichholzschachtel mit vermeintlichem Urangestein, ein Briefumschlag mit „Hetzbuchstaben“, ein fehlerhaft produzierter Kronkorken – in vierzig Jahren hat das DDR-Ministerium für Staatssicherheit einige kuriose Beweisstücke beschlagnahmt. Sie lagern heute an einem der Standorte des Stasi-Unterlagen-Archivs. Die Publikation „Verschluss-Sachen“ des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) stellt jeweils eine besonders spannende Archivalie aus jedem Jahr vor. Jedes Fundstück erzählt eine eigene kleine Geschichte. In 40 Episoden bringen die Autoren den Leserinnen und Lesern die DDR-Geheimpolizei auf eine andere Weise näher. Verschluss-Sachen. Buchvorstellung am 29. August 2017 weiterlesen

Forscherstammtisch Industriekultur soll etabliert werden

Zum Thema Industriekultur wird an zahlreichen Berliner Hochschulen, in Museen und Archiven geforscht. Um den Austausch und die Vernetzung zum Thema auf verschiedensten Ebenenzu befördern und die Beteiligten in einen engeren Kontakt zueinander zu bringen, will das Berliner Zentrum Industriekultur (bzi) einen Forscherstammtisch Industriekultur etablieren.
Bei einem ersten Treffens sollen die Anwesenden sich und ihre aktuellen Forschungsvorhaben ohne aufwändige Präsentationen kurz vorstellen um anschließend ins Gespräch zu kommen. Danach soll einmal im Quartal die Gelegenheit zum Austausch geboten werden. Diese weiteren Termine werden im Netzwerk und auf der bzi-Website bekannt gegeben.

Das erste Treffen findet am Donnerstag, 13.07.2017, ab 18 Uhr in der Turnhalle, Holteistraße/Sonntagstraße (Nähe Bahnhof Ostkreuz) statt. Um eine Anmeldung wird gebeten.

Erich Honecker – Das Leben davor 1912-1945

Am 15. Juni 2017 um 18 Uhr liest Martin Sabrow aus seinem 2016 veröffentlichten Buch „Erich Honecker. Das Leben davor 1912-1945“. Die Veranstaltung – eine Kooperation des Bundesarchivs mit dem Förderkreis Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung und der Johannes-Sassenbach-Gesellschaft – findet im Bundesarchiv statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Weitere Informationen gibt es hier.
Der Verlag schreibt zu dem Buch: „Martin Sabrow zeigt auf der Grundlage zahlreicher unbekannter Quellen, welche überraschenden Brüche und Nebenwege das Leben des saarländischen Jungkommunisten prägten. Erich Honecker (1912 – 1994) war von frühester Kindheit an fest im kommunistischen Milieu des Saarlands verwurzelt, und doch war er als Teenager auch offen für neue Orientierung. Er fuhr nach Pommern, um Bauer zu werden, kehrte für eine Dachdeckerlehre in die Heimat zurück, studierte an der Parteihochschule in Moskau und ging 1933 in den Widerstand. Erstmals werden diese Stationen detailliert nachgezeichnet, und sie eröffnen überraschende Ausblicke, etwa auf Honeckers enges Verhältnis zu Herbert Wehner oder seine Beteiligung an einem Terroranschlag. 1935 musste der Jungfunktionär untertauchen. Was machte er monatelang in Paris? Wie kam es zu seinem konspirativen Einsatz in Berlin und wie zu seiner Verhaftung? Von Rätseln umrankt war bisher auch, wie es Honecker gelang, wenige Wochen vor Kriegsende zu fliehen und bald darauf unbehelligt ins Gefängnis zurückzukehren.“

Veranstaltungsort:
Bundesarchiv
Finckensteinallee 63, 12205 Berlin
Konferenzraum, Haus 912, 1. Etage

 

Offenes Archiv und Sommerfest im Brecht-Haus

Ein Jubiläum steht an. Am Sonnabend, den 10. Juni 2017, feiert das Brecht-Haus  zum zehnten Mal ein Sommerfest. Es gibt Bewährtes wie in den vergangenen Jahren. Dabei sind Führungen durch die Wohnungen von Bertolt Brecht und Helene Weigel und über den Dorotheenstädtischen Friedhof, Filme,  Gespräche und Kulinarisches im Hof. Das Brecht-Archiv öffnet seine Türen und präsentiert ausgewählte Handschriften und Dokumente. Dazu gesellt sich Besonderes – ein Puppenspiel von Volkmar Funke und Musik auf dem Hof mit The Incredible Herrengedeck und Andreas Spechtl & Christiane Rösinger.

Zu später Stunde folgt dann eine „Geisterstunde“ auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof: Theaterleute, Schriftstellerinnen und Schriftsteller übernehmen Patenschaften an den Gräbern Prominenter und lesen Briefe, Gedichte und andere Texte. Mit dabei u. a.: Holger Teschke, Marion Brasch, B. K. Tragelehn, Volker Braun, Leon Maria Spiegelberg, Kerstin Hensel, Thomas Rosenlöcher, Kathrin Schmidt, Jutta Wachowiak, Christian Grashof, Katharina Thalbach, Annett Gröschner, Mark Lammert, Klaus Völker, Carola Opitz-Wiemers – sowie Warnfried Altmann am Saxofon.

Das Programm des Sommerfestes findet sich hier, das der Geisterstunde hier.

Brecht-Haus und Bertolt-Brecht-Archiv
Chausseestraße 125 in Berlin-Mitte
ab 15 Uhr, Geisterstunde ab 21 Uhr

Das Bertolt-Brecht-Archiv im Internet.

 

 

Fortbildung zum Fundraising

Das Kompetenzzentrum Bestandserhaltung bietet am 28. Juni 2017 von 9 bis 14 Uhr einen Workshop zum Thema Fundraising an.  Nach einer Begriffsklärung von Fundraising, Sponsoring, Spenden usw. geht es um folgende Fragen:
– Muss es immer Geld sein?
– Wer unterstützt meine Organisation und warum?
– Wie finde ich die Motivation für Spender und Spenderinnen heraus und wie gehe ich Fundraisingprojekte an?
Im zweiten Teil wird dann die Planung einer Spendenkampagne geübt.
Die Teilnehmerzahl ist auf 14 begrenzt und die Teilnahme kostenfrei.

Veranstaltungsort: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Breite Str. 30-36, 10178 Berlin,
Raum 334 (Eingang über den Hof der Musikhochschule, Schlossplatz 7)

Anmeldung bitte hier. Die Einladung findet sich hier.

Internationale Arbeitstagung der Literaturarchive und Nachlassinstitutionen in Berlin

Vom 20. bis 22. Juni 2017 findet in der Staatsbibliothek zu Berlin die 3. Internationale Arbeitstagung der Literaturarchive und Nachlassinstitutionen statt. Veranstaltet wird die Konferenz von KOOP-LITERA international, einem Netzwerk von deutschen, luxemburgischen, österreichischen und schweizerischen Institutionen, die Nachlässe und Autographen bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Unter dem Titel „Nachlass digital. Zur Arbeit mit einem Kernbestand des kulturellen Erbes“ werden sich über 20 Referentinnen und Referenten mit der Veränderung der Forschung durch die Digitalisierung beschäftigen und der Frage nachgehen, was die Digitalisierung für Erwerb, Erschließung und Vermittlung von Nachlässen bedeutet. Das Programm der Tagung findet sich hier. Die Anmeldung ist bis zum 12. Juni 2017 unter dieser Adresse möglich.

KOOP-LITERA existiert seit 2009/10 und fördert als ein länderübergreifendes Netzwerk von Bibliotheken, Archiven, Museen und vergleichbaren Einrichtungen den fachlichen Austausch über die Arbeit mit Nachlässen, Verlagsarchiven und Autographensammlungen. Es hat sich den Austausch von Erfahrungen bei der Bearbeitung und Präsentation von Nachlässen unter Berücksichtigung nationaler und internationaler Standards zur Aufgabe gestellt. Auch wenn das Netzwerk wesentlich von Literaturarchiven und Bibliotheken mit großen Handschriftensammlungen geprägt ist, versucht es doch, alle in der Nachlassbearbeitung involvierten Institutionen wie Archive, Bibliotheken und Museeen mit ihren unterschiedlichen Arbeitsweisen zusammenzubringen. Wichtige Mittel dafür sind eine gemeinsame Internet-Plattform und die Organisation regelmäßiger Tagungen.

Fotos aus Studierendenakten in der Kunsthochschule Weißensee ausgestellt

Im Foyer der Kunsthochschule Weißensee sind derzeit in einer kunstvollen Installation 4.000 Portraitfotos von Studentinnen und Studenten zu sehen, die sich zwischen 1946 und 2001 an der Hochschule immatrikuliert hatten. Die Fotos stammen aus den Akten, die bei Studienbeginn angelegt wurden. Entstanden ist das Projekt aus der Arbeitsgruppe »weißensee Archive«, die seit 2015 die Geschichte der Hochschule erforscht und u. a. mit der Digitalisierung der Studierendenkartei begonnen hat. Ergänzt wird die fotografische Installation von Jürgen Neugebauer und Peter Müller durch Texte und Botschaften des Lehrpersonals, die ebenfalls aus den Akten stammen. Ein Bericht findet sich hier.

Beginner – Aktenlage Weißensee
21. April bis 2. Juni 2017,
Foyer der weißensee kunsthochschule berlin, Bühringstraße 20, 13086 Berlin
Mo-Fr 8 – 20 Uhr,  Eintritt frei.

Nächstes Treffen des Gesprächskreises Nachlässe und Autographen

Das nächste Treffen des Gesprächskreises Nachlässe und Autographen findet am 29. Mai 2017 um 14.00 Uhr in der Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Str. 33, Konferenzraum K 2, statt. Treffpunkt für alle Interessierten ist die Eingangshalle (I-Punkt), von wo aus sie abgeholt werden. Bei dem Treffen soll über Erschließung, Normdaten und digitale Vernetzung diskutiert werden.

Als die Räder laufen lernten – 200 Jahre Zweirad

Am 12. Juni 1817 fuhr Karl Freiherr von Drais erstmals mit der von ihm erfundenen Laufmaschine von seinem Haus in Mannheim zum etwa 7 km entfernten Schwetzinger Relaishaus. Für Hin- und Rückfahrt benötigte er nur eine knappe Stunde und erreichte damit bereits die bemerkenswerte Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 15 km/h.  Der Vorläufer des heutigen Fahrrads hatte noch keine Pedale. Um vorwärts zu kommen,  musste sich Drais abwechselnd mit den Füßen vom Boden abstoßen. Gestell, Lenker und Reifen waren aus Holz gefertigt und wogen zusammen etwa 22 kg.

Anläßlich des 200. Jahrestags dieses bedeutenden Ereignisses will die „Berliner Archiv-rundschau“ in ihrer nächsten Ausgabe auf die Geschichte des Fahrrads mittels passender Fundstücke aus Berliner Archiven schauen. Wer also in seinem Archiv über entsprechende Dokumente verfügt, ist herzlich aufgerufen, diese an die Redaktion der „Berliner Archiv-rundschau“ zu senden. Schön wäre eine beigefügte Erklärung, noch besser eine kleine erklärende Geschichte. Redaktionsschluss ist der 31. Mai 2017. Adresse der Redaktion: lv-berlin@vda.archiv.net.