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Tag der Archive in Berlin Nr. 4: Stasi-Unterlagen-Archiv

Foto: BStU

Die Verfassung der DDR garantierte zwar die Bürgerrechte, die Realität sah jedoch anders aus. Jahrzehntelang griff das Ministerium für Staatssicherheit im Auftrag der SED massiv in die Rechte der DDR-Bürgerinnen und Bürger ein oder setzte sie ganz außer Kraft. Unter dem bundesweiten Motto „Demokratie und Bürgerrechte“ trug das Stasi-Unterlagen-Archiv daher am Tag der Archive dem besonderen Wert der Überlieferung der DDR-Geheimpolizei Rechnung.
Seit der Öffnung der Akten der DDR-Geheimpolizei 1990 hilft das Stasi-Unterlagen-Archiv bei der Aufklärung über das begangene Unrecht. In der „Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie“ am Standort Berlin besuchten circa 250 interessierte Besucherinnen und Besucher das vielseitige Angebot. Von den insgesamt 13 angebotenen Führungen galten Karteisaal, Magazin und Restaurierungswerkstatt das größte Interesse. Hier wurde z. B. die klassische Restaurierung von zerrissenen Karteikarten mittels Japanpapier illustriert und die Reinigung von mit Schimmel kontaminierten Dokumenten erläutert. Tag der Archive in Berlin Nr. 4: Stasi-Unterlagen-Archiv weiterlesen

Tag der Archive 2018 in Berlin Nr. 3: Landesarchiv

Werkstatt der Bundessicherungsverfilmung
Foto: Thomas Platow

Rund 450 Besucherinnen und Besucher folgten am 3. März 2018 der Einladung, das Angebot des Landesarchivs und seiner beiden Kooperationspartner, der Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht (WASt) und des Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchivs (BBWA)  zu entdecken.
Unter dem Motto des 9. bundesweiten Tags der Archive „Demokratie und Bürgerrechte“ konnten viele Bürgerinnen und Bürger an Führungen teilnehmen, ausgewähltes Archiv- und Sammlungsgut ansehen oder Vorträge hören. Von den Barrikadenkämpfen im März 1848, den Studentenunruhen und gesellschaftspolitischen Debatten der Jahre um 1968 sowie über die juristisch erfolgreich angefochtene Volkszählung von 1983 bis hin zur friedlichen Revolution von 1989/1990 war für jeden Interessierten etwas dabei.
Zu den beliebtesten Programmpunkten gehörten Magazinführungen und die Einführung in die Überlieferung der Berliner Standesämter. Die Rundgänge unseres Partners Berlin-Brandenburgisches Wirtschaftsarchiv über das Gelände der ehemaligen Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken sprachen insbesondere Menschen aus dem Bezirk Reinickendorf an.
Die Vortragsreihe mit Beiträgen von Dr. Michael Bienert (Stiftung Ernst-Reuter-Archiv) über die USA-Reisen der Berliner Stadtverwaltung oder von Björn Berghausen (BBWA) über Wirtschaftsarchive und Gesellschaft war ebenfalls gut besucht. Dr. Regina Rousavy führte in Ihrem Überblick die Zuhörerschaft auf die Spuren Archivalischer Quellen des Kampfes um Demokratie im Landesarchiv. Auch unsere Dienstbibliothek, mit Raritäten aus dem Bereich der „Grauen Literatur“ und die Kartensammlung konnte gesteigertes Interesse verbuchen. Oder man informierte sich über die Werkstatt der Bundessicherungsverfilmung – inklusive Blick auf ein Faksimile des Grundgesetzes.

Rundgang über das ehemalige DWM-Gelände
Foto: Thomas Platow

Und schließlich wurden Berlinfilme gezeigt, Auftragsarbeiten der ehemaligen Landesbildstelle wie „Insel der Hoffnung“ über die Situation der Flüchtlinge aus dem Jahr 1953 oder Ausschnitte aus der Rede des US-amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy während seines Berlin-Besuchs 1963.

Bianca Welzing-Bräutigam

Tag der Archive 2018 in Berlin Nr. 2: Geheimes Staatsarchiv PK

Foto: GStA PK/Vinia Rutkowski

Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin-Dahlem beteiligte sich am 3. März 2018 mit Erfolg an der bundesweiten Aktion TAG DER ARCHIVE. 313 interessierte Besucherinnen und Besucher nutzten die angebotenen Veranstaltungen und lernten einzelne Aufgabenbereiche des Archivs und seine neueste Buchpräsentation kennen. Insbesondere die halbstündlich angebotenen Archivführungen sowie die drei Bibliotheksführungen fanden reges Interesse.

Foto: GStA PK/Vinia Rutkowski

Großen Anklang verzeichneten zudem die ständigen Anlaufstationen, an denen sich Besucherinnen und Besucher über die Kulturelle Bildungsarbeit inklusive Archivkoffer, die Einführung in die Recherche, die Digitalisierung sowie über die Restaurierung von Archivalien informieren konnten. Ebenso wurde die Präsentation der Wappendarstellungen des HEROLD, Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften, angenommen, der an diesem Tag im GStA zu Gast  war.  Schlussendlich begeisterte das Mitmachprogramm für Kinder jeden Alters auch das junge Publikum. Die Ergebnisse der Meinungsumfrage unter den Besucherinnen und Besuchern werden bei den Planungen des nächsten TAGES DER ARCHIVE mit einfließen.

Constanze Krause

Tag der Archive 2018 in Berlin Nr. 1: Katholische Militärseelsorge

Foto: Michael Fischer

Das am Spreeufer in Berlin-Mitte gelegene Archiv des Katholischen Militärbischofs beteiligte sich zum dritten Mal am Tag der Archive. Neben Führungen durch das Archiv und die Dauerausstellung zur Geschichte der Militärseelsorge wurden zwei historische Filmdokumente präsentiert. Unter dem Titel „Pfarrer im Heere Hitlers“ kamen ehemalige katholische und evangelische Kriegspfarrer zu Wort, die in den 1980er Jahren über ihre Zeit in der Wehrmacht Interviews gegeben hatten. Der Film „Stacheldrahtseminar“ zeigte Originalaufnahmen von 1946/47 aus dem Kriegsgefangenenlager Chartres, in dem kriegsgefangene Priesteramtsanwärter unter der Leitung des Regens Franz Stock eine theologische Ausbildung erhielten.

Foto: Michael Fischer

Ausgewählte Dokumente wie ein Sterberegister aus dem Berliner Invalidenhaus, das Tagebuch eines Feldseelsorgers aus dem Ersten Weltkrieg oder die Personalakte des Feldgeneralvikars der Wehrmacht Georg Werthmann vermittelten einen Einblick in die Geschichte der Militärseelsorge und in die Arbeitsweise des Archivs. Die in überschaubarer Zahl erschienenen, dafür aber ausgesprochen interessierten Besucher zeigten sich sehr aufgeschlossen für das Archiv wie auch für das spezielle Thema „Militärseelsorge“, welches für die allermeisten bis dato ein gänzlich unbeschriebenes Blatt war.

Markus Seemann

Workshop zur Situation der Berliner Theaterarchive

Der runde Tisch der Berliner Theaterarchive lädt ein zu einem fachöffentlichen Workshop am 29. Januar 2018 ab 10 Uhr im Deutschen Theater Berlin. Berlin besitzt nicht nur eine vielfältige, vibrierende zeitgenössische Theaterszene, sondern auch eine reiche Theatervergangenheit. Dokumente zur Berliner Theaterarbeit werden in mehreren Archiven und Sammlungen mit unterschiedlichen institutionellen Strukturen aufbewahrt und in Teilen zugänglich gemacht. Der Workshop will sich nun zwei Themen zuwenden:
1. den Problemen und Herausforderungen des Bewahrens, Ordnens, Verzeichnens und öffentlichen Zugangs zu diesen Quellen
2. den dafür nötigen Rahmenbedingungen, die bislang weder angemessen definiert und kommuniziert sind.

Die Teilnahme am Workshop  ist frei. Um Anmeldung  an Christine Henniger wird gebeten: per Mail  oder telefonisch unter 030- 611 0765 25.  Weitere Informationen und das Programm finden sich hier.

Karl Sand

 

Erste Ausgabe der Berliner Archivrundschau erschienen

icon Die erste Ausgabe des neuen Online-Magazins Berliner Archivrundschau ist erschienen. Damit bietet der Landesverband Berlin im VdA eine weitere Kommunikationsplattform für die Berliner Archivarinnen und Archivare an, aber auch für alle anderen am Archivwesen Interessierten. Ein Brückenschlag zu den anderen Kulturerbeinstitutionen ist ausdrücklich erwünscht.

Die Berliner Archivrundschau berichtet von nun an ein- bis zweimal im Jahr über die neuesten archivrelevanten Ereignisse und Entwicklungen in Berlin, bespricht aktuelle Themen und kündigt wichtige Termine an. Das Magazin ist als Online-Medium konzipiert. Es kann hier im Blog (www.berlinerarchive.de/archivrundschau) oder auf der Seite des Landesverbands auf der VdA-Website gelesen oder als PDF heruntergeladen werden.

Die Berliner Archivrundschau will informieren, interessieren und anstoßen. Es ist ein Angebot zum Austausch – Vorschläge und Anregungen sind daher herzlich willkommen. Texte und Fotos nimmt die Redaktion gern entgegen: lv-berlin@vda.archiv.net oder auch das Kontaktformular des Blogs. Wir sind gespannt auf Ihre Meinung!

Workshop: Bauakten und deren Archivierung

Am 16bauakte. November 2016 findet von 14.00 – 17.00 Uhr im Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung in Erker bei Berlin ein Workshop unter dem Titel „Architektur im Aktenordner – Bauakten und ihre Perspektiven für Archivierung und Wissenstransfer“ statt. Der Schwerpunkt wird dabei auf Unterlagen zum Bauen in der DDR und die Situation in den ostdeutschen Bundesländern legen. Unter anderem sollen folgende Fragen diskutiert werden: Wo und in welchen Zusammenhängen sind Bauakten im Einzelnen entstanden? Gibt es Doppelüberlieferungen? Welche Unterlagen sollten dauerhaft archiviert werden bzw. sind als nicht bewahrenswert anzusehen? Das Programm kann hier eingesehen werden.
Der Workshop wird im Rahmen des Veranstaltungsformats „Regionalgespräch“ gemeinsam vom IRS und der Landesfachstelle für Archive und Öffentliche Bibliotheken Brandenburg durchgeführt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, melden sich Interessierte bitte bis zum 2. November 2016 hier an.

Kai Drewes

Nächstes Treffen Gesprächskreis Nachlässe und Autographen

Das nächste Treffen des Gesprächskreises Nachlässe und Autographen findet am 7. März 2016 um 14.00 Uhr in der Akademie der Künste am Hanseatenweg 10 (Clubraum) statt.

Thematisch soll über neue Medien in Nachlässen diskutiert werden. Falls jemand vorab Stichpunkte, Fragen, Informationen an den Teilnehmerkreis übermitteln möchte, bitte an Ralf Breslau senden. Er leitet es an alle Beteiligten weiter.